2018 Volvo XC60: Erster Test!

Früh am Morgen, noch bevor das Frühstücksbuffet öffnet, werde ich sanft geweckt. Für viele ist der Klang alter Motoren um die Zeit ein Graus, für mich ein perfekter Start in den Tag. Unter die Dusche gesprungen, schnell was gegessen und ab auf die Ennstal-Classic. Ich konnte es kaum erwarten, meinen fahrbaren Untersatz, den nagelneuen 2018er Volvo XC60, in Anspruch zu nehmen.

Mit dem Volvo XC60 bei der Ennstal-Classic 2017

Die neue Designsprache von Volvo ist, meiner Meinung nach, der Hammer. Das beginnt bei eben jenem, nämlich dem von Thor als Tagfahrlicht in den Scheinwerfern, geht über die elegante Außenlinie und setzt sich dann vor allem im Inneren fort. Doch gilt das nur für die 90er-Modellreihe oder auch für den neuen, 2018 Volvo XC60?

Fesch?

Als ich die ersten Fotos vom 2018er Volvo XC60 sah, war ich allerdings nicht so begeistert. Er wirkte irgendwie plump, nicht so elegant wie der V90 und auch nicht so „pompös“ wie der große XC90. Irgendwie so unproportioniert.

In der Tiefgarage sieht er in real aber sehr gut aus und nein, nicht weil es da unten dunkel war, sondern weil er in echt einfach besser aussieht als auf den Fotos. Aber nach meinen Erfahrungen mit dem S90 war ich eigentlich auf das Innere gespannt.

Und das ist nicht weniger wohnlich wie in den anderen Modellen. Vielleicht gibt’s hier und da ein bisschen mehr Kunststoff als in der 90er-Serie, aber alles in allem, ein wirklich, wirklich feines Interieur.

Resch!

Der Volvo XC60, den ich durchs Ennstal bewegen durfte, war mit dem starken Diesel mit 235 PS ausgestattet. Dazu gibt es nicht viel zu sagen, außer, dass der mächtig anzieht und für ordentlich Fahrspaß auf den kurvigen Etappen der Rally sorgt. Die Achtgang-Automatik schaltet gut, lässt sich aber bei Kickdowns ein bisschen Zeit. Fürs wilde Heizen ist das SUV aus dem Norden ja eh zu gemütlich.

Saftig

Diese Gemütlichkeit hat aber auch ihren Preis. In der Liste steht der von mir gefahrene Volvo XC60 D5 AWD Geartronic Inscription mit 47.772 Euro – verkraftbar, denke ich. Dank Extras wie dem adaptiven Luftfahrwerk (1.900 €), der Bowers & Wilkins Anlage (2.500 €) und natürlich der NoVA, steigt der Wert dann auf 89.556 Euro. Ziemlich viel für den Volvo.

Klassik

Aber im Vergleich zu den Schätzchen die die Ennstal-Classic mitfuhren, ist der Volvo XC60 fast ein Schnäppchen. Doch wenn einem, in einem dieser über 200 Klassikern, die Sonne aufs Haupt scheint und der Geruch der Abgase ohnehin das Gehirn vernebelt, dann ist Geld egal.