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Motorensymposium: Der Dieselmotor darf nicht verboten werden!

Bereits zum vierten Mal darf ich am Internationalen Wiener Motorensymposium in der Hofburg als einer der wenigen Medienvertreter teilnehmen. Hier präsentieren an zwei Tagen im Jahr mehr als 1.000 Motorenexperten, Spitzenmanager der Automobilindustrie, Techniker und Wissenschaftler aus aller Welt die neuesten Fortschritte in Bereich des Fahrzeugantriebes.

International Motor Symposium Wien Vienna Hofburg Austria Lenz
38. Internationales Wiener Motorensymposium | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Eröffnet wurde die Fachtagung auch heuer wieder vom österreichischen Motorenpapst Univ.-Prof. Hans Peter Lenz. In seiner Rede ging er auf die derzeit politisch geführten Diskussionen rund um ein Verbot oder eine Beschränkung von Diesel-Fahrzeugen ein:

Das Handeln des Staates muss berechenbar sein. Wer etwa vor einem Jahr im guten Glauben einen ordnungsgemäß unbeschränkt zugelassenen Diesel gekauft hat, dem darf der Staat nicht kurzfristig das Fahren in gewissen Zonen verbieten., so der Gründer und Vorsitzende des weltweit renommierten Symposiums.

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Univ.-Prof. Hans Peter Lenz eröffnet 38. Internationales Wiener Motorensymposium | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Der Dieselmotor kann vergleichbar sauber wie ein Ottomotor sein und dazu sparsamer. Sein Reichweitenvorteil ist unerreicht und in den schweren Fahrzeugklassen ist er unverzichtbar., betonte Prof. Lenz.


Es sei leider eine Tatsache, dass ältere Diesel-Pkw zu viele Stickoxide ausstießen und es sei aus gesundheitlichen Gründen notwendig, ehestmöglich auf „saubere Dieselmotoren“ umzusteigen. Aber dieses Umsteigen müsse sorgfältig durchgeführt werden, sinnvolle Übergangsfristen müssten vorgesehen werden.

Zuerst hat man durch geringe Besteuerung des Diesel-Kraftstoffes die Leute zum Dieselmotor mit seinen geringen CO2-Emissionen gelockt. Jetzt will man ihn plötzlich verbieten. Derartige Verbote oder Einschränkungen für den Diesel-Pkw würden einen Eingriff in verfassungsrechtlich gewährleistete Grundrechte auf Eigentum und Erwerb darstellen.


Seine Kritik an derartigen Plänen verknüpfte Prof. Lenz mit einem Appell:

Fassen wir Mut, ergreifen wir die Initiative und kämpfen wir mit juristischen Mitteln gegen solche Fahrverbotsideen.

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38. Internationales Wiener Motorensymposium | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Disclaimer: Aus urheberrechtlichen Gründen sind mir heuer, betreffend der wie bisher von autofilou.at gewohnten und gebotenen Detailberichterstattung, leider die Hände gebunden!