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Motorensymposium: Der neue 6-Zylinder des BMW X4 M40d!

Auf dem 39. Internationalen Wiener Motorensymposium hat der Leiter der Dieselmotorenentwicklung bei BMW Steyr, Herr Steinparzer, die neueste Entwicklungsstufe des bekannten Dreiliter-Sechszylinder-Selbstzünders vorgestellt. Dieser kommt zum Beispiel als M40d im neuen BMW zum Einsatz.

Die Technik des neuen BMW Sechszylinder-Dieselmotors im X4 M40d!

„Hauptziel der Weiterentwicklung des altbekannten Dreiliter-Sechszylinder-Diesels war die robuste Erfüllung der Euro 6d temp- sowie RDE1-Anforderungen, aber auch die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und somit des CO2-Ausstoßes. Und natürlich, das Steigern von Leistung und Drehmoment.“, berichtet Herr Steinparzer in der Wiener Hofburg.

Doch durch welche Entwicklungsschritte wurden die Verbesserungen im Vergleich zum M35d-Vorgänger erzielt?

– Lichtbogen-Drahtgespritzte Zylinderlaufbahnoberflächen: Alle Reihen-Otto- und -Dieselmotoren, die aus dem BMW Werk in Steyr kommen, sind damit ausgestattet. Bei zwei Millionen Motoren pro Jahr wird durch diese Technik eine extrem harte Oberfläche im Zylinder geschaffen. Der Verschleiß sinkt dadurch.

– Die Aufladegruppe wurde überarbeitet. Zwei Turbolader mit jeweils variabler Turbinengeometrie und elektrischen Stellern zwangsbeatmen den Motor.

– Das Commonrail-Einspritzsystem verfügt über sechs Piezo-Injektoren der neuesten Generation. Diese spritzen mit bis zu 2.500 bar bis zu acht Mal pro Verbrennungsvorgang ein!

– Die Abgasrückführung (AGR): In gewissen Kennfeldbereichen kann das Abgas am AGR vorbeigeleitet werden und gelangt so direkt in den Motor. Während es im AGR rasch abgekühlt und Kondensat entstehen würde, kann es so ungefiltert in den Motor gelangen.

– Der Ansaugtrakt wurde strömungsoptimiert. Dadurch entstehen jedoch Geräusche die nicht gewollt sind, was wiederrum akkustisch wirksame Dämpfer erfordert.

– Der Harnstoff-Mischer wurde auf eine optimale NH3-Wolke gen SCR-Kat hinoptimiert.

Und der Output?

Im realen Fahrbetrieb berichtet Herr Steinparzer von vier bis fünf Prozent Verbrauchseinsparung zum Vorgänger. Bei gesteigerten Leistungsdaten von 235 auf 240 kW und 630 auf 680 Nm maximalem Drehmoment.