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Erste Ausfahrt mit dem OMODA 5!

Weniger als 30.000 Euro Brutto-Listenpreis kostet die Vollausstattung des 4,45 Meter langen OMODA Omoda 5 HEV. So geht leistbare Mobilität im Jahr 2026. Gleich vorweg: Billig wirkt hier auf den ersten Blick nichts. Ja, sogar sieben Jahre Garantie werden versprochen. autofilou auf der Suche nach dem Haken.

OMODA 5: Wo ist der Haken?

Die Chinesen ködern – und das fortwährend besser. Sie wissen, welche Kunden im großen europäischen Teich schwimmen und worauf sie Wert legen. Doch der gemeine Europäer beißt nicht so schnell an. Er muss überzeugt werden, muss wissen, dass es sich lohnt. Beim OMODA Omoda 5 – ja, so der vollständige Marken- und Modellname – scheint der Köder perfekt zum Fisch zu passen. Um hier den Haken zu finden, muss schon näher hingesehen werden.

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Gestern Abend feierten im Wiener MuseumsQuartier mit OMODA und JAECOO zwei neue Automarken aus China ihren Start in Österreich. Ab sofort sind sie bei 17 österreichischen Händlern erhältlich, die Preise starten bei 26.490 Euro für den OMODA 5 HEV.

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Preis & Ausstattung: Das bietet der OMODA 5 HEV für unter 30.000 Euro

29.990 Euro kostet die von mir bewegte Premium-Line mit 224 PS starkem Hybrid-Antriebsstrang. Mehr geht nicht. Nicht einmal eine der vier angebotenen Außen-„Farben“ (silber, weiß, grau, schwarz) kostet extra. Doch was bekommt man dafür? Ein 4,45 Meter langes, lediglich 1,5 Tonnen schweres SUV mit Frontantrieb, mit doppelt verglasten vorderen Seitenscheiben, durchaus schicker Interieur-Anmutung, überschaubarem Platzangebot und Kofferraumvolumen (300 l) sowie ebensolchem Handling – aber ohne Navigationssystem.

Kurzum: Junge Dynamiker wird er nicht vom Hocker reißen, Mit-50er aufwärts hingegen durchaus. Denn sieben Jahre Garantie, fünf Sterne im Euro-NCAP-Crashtest (2022) und derzeit 24 Händler in Österreich – bis Ende 2026 sollen es 40 sein – brauchen sich nicht zu verstecken.

2026 Omoda 5 Erster Test Drive Review fahrbericht probleme stärken schwächen pro cons
Photo © Lukas Tobler

Hybrid-Antrieb „SHS“ im Test: Verbrauch, Leistung, Reichweite

Der Antrieb, von Omoda mit „SHS“ für Super-Hybrid-System betitelt, hat ein leichtes Spiel. 204 Elektro-PS unterstützen den 1,5-Liter-Benziner (143 PS) beim Anfahren, Beschleunigen und im Stadtverkehr. Das Resultat: 5,3 Liter Verbrauch im Normzyklus und 5,4 Liter bei meiner ersten zügigen Ausfahrt in den Osten Österreichs. Kollegen schafften jedoch auch Werte unterhalb von fünf Litern je 100 Kilometer. Dann sind dank 51 Liter großem Benzintank Praxisreichweiten von mehr als 1.000 Kilometern möglich.

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Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Einen reinen Elektromodus gibt es zwar nicht, doch ein paar hundert Meter lassen sich dank der 1,83-kWh-Batterie allenfalls geräuscharm zurücklegen. Leistung ist stets genügend vorhanden – schwach auf der Brust sind andere. Die 7,9 s von 0–100 km/h glaube ich gern. Geräuschtechnisch bleibt der Verbrenner so lange akustisch im Hintergrund, solange man nicht seine volle Leistung abruft. Bei Autobahntempo nehmen dann Windgeräusche die Überhand.

Fahrverhalten: Komfortabler Cruiser statt Kurvenjäger

Wie ich schon sagte, werden Dynamiker mit dem Omoda 5 kaum Freude haben. Dafür ist die Lenkung zu gefühllos – so waren Koreaner vor zwanzig Jahren unterwegs. Das geht auf jeden Fall besser. Das Fahrwerk hingegen überzeugt schon eher. Es ist auf der komfortableren Seite zu Hause. Wer nicht unbedingt eine Kurvenhatz anstrebt, wird auch vom Wanken der Karosserie wenig mitbekommen.

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Photo © Lukas Tobler

Die Sitze sind ebenfalls nicht auf europäischem Niveau. Dafür haben sie zu wenig Beinauflagefläche und keine Lendenwirbelunterstützung, sind aber immerhin beheiz- und belüftbar – bei unter 30.000 Euro Fahrzeugpreis, nur um das wieder in Erinnerung zu rufen. Leider sind sie für große Fahrer (ab etwa 1,85 m Körpergröße) zu weit oben montiert, sodass der Scheitel hier gerade so nicht den Dachhimmel berührt und die Sicht nach rechts vorne durch den Innenspiegel eingeschränkt wird.

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Photo © Lukas Tobler

Erfreulich: Es wird wenig gepiepst beim Fahren – und das, obwohl zahlreiche Assistenten serienmäßig vorhanden sind. Diese sind im Menü dankenswerterweise einzeln deaktivierbar.

Photo © Lukas Tobler

Fazit: Für wen sich der OMODA 5 HEV wirklich lohnt

Der OMODA Omoda 5 HEV ist ein Auto für alle, die günstig und hoch sitzend von A nach B kommen möchten – völlig unprätentiös. Er macht weder etwas herausragend gut noch etwas herausragend schlecht. Jetzt braucht es nur Durchhaltevermögen, bis sich die Marke hierzulande peu à peu etabliert. Wer auf die doppelt verglasten Seitenscheiben, die 18-Zoll-Felgen, die 360-Grad-Kamera, die beheiz- und belüftbaren vorderen Sitze und das beheizte Lenkrad verzichten kann, spart sich mit dem Basismodell Comfort-Line (26.490 Euro) noch einmal 3.500 Euro.

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Photo © Lukas Tobler
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