Peugeot 308 GTi 1.6 e-THP 270: Rendezvous mit dem stärksten Franzosen!
Beim Rendezvous mit dem 308 SW GT war ich begeistert von dessen Kombination aus Effizienz und Sportlichkeit. Lassen wir Sparsamkeit weg und befassen uns mit letzterem. Seit des „Ablebens“ des RCZ R letzten Herbst ist der 308 GTi der derzeit stärkste Löwe der Franzosen. Im Test beweist er, ob er diesem Titel auch gerecht wird. …
Beim Rendezvous mit dem 308 SW GT war ich begeistert von dessen Kombination aus Effizienz und Sportlichkeit. Lassen wir Sparsamkeit weg und befassen uns mit letzterem. Seit des „Ablebens“ des RCZ R letzten Herbst ist der 308 GTi der derzeit stärkste Löwe der Franzosen. Im Test beweist er, ob er diesem Titel auch gerecht wird.
Von außen kaum als Sportskanone zu identifizieren (es sei denn man bestellt ihn in der Kriegsbemalung „Coupe Franche“), verbirgt sich unter dem Blechkleid ein 270 PS starker Vierzylinder mit 1,6 Liter Hubraum, Sechsgang-Schaltung und Torsen-Sperrdifferential für die angetriebene Vorderachse. Diese Kombination entlockt mir schon auf den ersten Metern ein Grinsen, das während der ganzen Testzeit nie so richtig weggehen will. Mit Leichtigkeit und in glatten sechs Sekunden beschleunigt die 1,2 Tonnen leichte Draisine aus dem Stand auf 100 km/h. Bei 250 Sachen ist dann Schluss, ich hab‘s ausprobiert [;-)].
Aber wie wir ja wissen ist Beschleunigung nicht alles, stehen bleiben muss man früher oder später ja auch wieder. Die Bremsen greifen gut und verleihen dem Fahrer ein Gefühl von Sicherheit und man traut sich auch mal Kurven schneller zu nehmen. Das macht auch dank des kleinen Lenkrads – ich bin großer Fan davon – verdammt viel Gaudi. Das einzige was eigentlich stört (zwar nur minimal, aber es stört halt doch) sind die etwas zu langen Schaltwege. Die dürften ruhig kürzer und knackiger sein.
Alles bisher Beschriebene fand meistens im Sport-Modus statt, der durch Betätigung der gleichnamigen Taste aktiviert wird. Dabei färben sich nicht nur die Armaturen rot, sondern auch die Gasannahme und die Lenkung wird direkter und stärker. Im 308 SW GT war der Unterschied zwischen „normalem“ und „Sport“-Modus deutlicher wahrzunehmen.
Aber zumindest hört man ihn dann, denn der Sound wird digital verstärkt. Wenn das doch nicht nur im Innenraum wär. Von außen hört man zwar das Pfeifen des Turbolader-Wastegates und auch aus der doppelflutigen Abgasanlage kommt ein netter Klang, aber es dürfte gern ein wenig mehr sein.
Ungefähr so brummend wie beim Kaltstart hätte ich ihn gern:
Die harte Federung passt gut zur flotten Gangart des GTi und allzu schlimm merkt man die Bodenwellen trotzdem nicht. In den Sportsitzen hat man nicht nur guten halt in Kurven, sondern man sitzt auch angenehm auf ihnen.
Irgendwie wird es langsam langweilig dauernd schrieben zu müssen, dass die Qualität in Peugeots hervorragend ist. Ihr wisst es mittlerweile, jeder Besitzer eines neuen Peugeot weiß es und ich inzwischen auch. Aber ich komm halt nicht drum herum zu schreiben, dass die Materialien sowie die Verarbeitung selbiger einfach top sind für diesen Preis. Außerdem herrscht keine Flut von Knöpfen, auch wenn manch einer sich wieder darüber beschwert, dass sie Klima über den Touchscreen gesteuert wird.
Platz hat man auch, also, wenn man nicht hinter einem 1,94 Meter großen Fahrer sitzt. Der Kofferraum hat eine für diese Fahrzeugkategorie angemessene Größe (470 l) und vier normalgewachsene Leute könnten mit etwas Gepäck sicher ganz gemütlich in den Urlaub fahren.
Kommen wir zum Verbrauch. Bei solch einem Auto steht der zwar eher nicht an erster Stelle, aber könnte so machen überraschen. Zugegeben, 80 Prozent der Kilometerleistung hab‘ ich auf der Autobahn abgespult, aber ein Verbrauch von etwa sieben Litern ROZ 95 ist echt nicht schlecht.
Fazit: Mister autofilou.at Raphael hat es auf den Punkt gebracht als er schrieb:
„Der Turbo pfeift, der Auspuff furzt, … sehr geil der GTi. Das Diff ist einwandfrei, die Lenkung superdirekt und die Räder schreien nach Halt.“
Wenn‘s so passt Chef, dann lass ich das mal so stehen [:-)]. Ach ja, kosten würde der 308 GTi 29.807,69 Euro, aber dazu kommt dann noch die MwSt. und die wunderbare NoVa und wir landen bei, immer noch vertretbaren, 38.450 Euro.
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