Der neue Ford Focus und was wir von der Copycat halten

Die Katze ist aus dem Sack und hat sich als Copycat entpuppt: der Golf-Gegner von Ford wurde heute präsentiert und mag zwar deutlich besser und moderner aussehen als der vorherige Focus. Zu verdanken ist das aber wohl den Designern von KIA, Subaru und Mazda.

Copy Paste, oder wie Ford den Focus designte

Wenn einem Auto- und Motorjournalist ein neues Auto vorgestellt wird, ist dieser meist vor lauter Neugierde und Entdeckergeist kaum zu bremsen. Was gibt es neues? Was wurde verändert? Haben Sie das ausgebessert, was ich im letzten Testbericht bemängelt habe? Beim neuen Ford Focus allerdings war meine erste Reaktion: Ist das wirklich deren Ernst?

Was ich damit meine?

Seht selbst:

Links ist der neue Subaru XV, der letztes Jahr in Genf vorgestellt wurde. Der neue Ford Focus Active (die Crossover-Ausstattungslinie) sieht dem Japaner von hinten zum Verwechseln ähnlich.

Auch ansonsten imitiert der Focus Konkurrenzmodelle in dieser Klasse. Der Hüftschwung an den hinteren Türen erinnert irgendwie an Mazda3, die Front und das Heck erinnern sehr an Hyundai i30 und im Innenraum wurde plump das Cockpit des KIA ceed geklaut.

FORD 2018 FOCUS VIGNALE

Um fair zu bleiben: die Designsprache von Ford ändert sich gerade sehr. Der Fiesta wurde schon im letzten Jahr völlig überarbeitet. Doch bei aller Liebe: etwas mehr Eigenideen wären doch sehr wünschenswert. Immerhin sieht er nicht mehr so altbacken wie der Vorgänger aus.

Aber genug geraunzt.

Hier noch ein paar Infos: bei den Antrieben steht der 1.0 Ecoboost-Dreizylinder mit Leistungen von 85, 100 und 125 PS zur Auswahl, oder der größere 1.5 Ecoboost mit 150 oder 175 PS. Optional kann für den 125 PS- und den 150 PS-Benziner eine Achtgang-Automatik bestellt werden. Die Dieselmotoren reichen von 95 bis 150 PS. Infos zum neuen Focus RS sind noch nicht bekannt. Marktstart ist im Herbst, die Preise gibt Ford noch bekannt.