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Nissan Micra Gen5: Speed-Date in Dubrovnik!

In vier Generationen, verteilt über die letzten 34 Jahre, konnte Nissan satte sieben Millionen Micra weltweit, hierzulande mehr als 65.000 Exemplare, absetzen. Im März dieses Jahrs geht die 5. Generation des beliebten Kleinwagens an den Start. Ich durfte den City-Flitzer im windigen Dubrovnik bereits zum Speed-Date treffen.

2017 Nissan Micra Gen5 Test review fahrbericht drive
2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan


Im Gegensatz zu seinem direkten Vorgänger wurde der Micra Gen5 nicht für die Welt, sondern für Europa entwickelt. Und hier wird er auch gebaut. Genauer gesagt im französischen Renault-Werk ‚Flins-sur-Seine‘ Nahe Paris. Da drängt sich die Frage auf, ob der Micra auf der Basis des Renault Clio steht?
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Der neue Micra nutzt nicht die Plattform des Clio, sondern die seines Vorgängers. Da diese jedoch bei Spur- und Radstand (Anm.: 2,525 m) sowie Fahrwerk nachhaltig überarbeitet wurde, kann fast von einer völlig neuen Basis gesprochen werden., so Produktmanager Leonhard Kniffler im Einzelgespräch am Rückflug.

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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Erwachsener ist er definitiv geworden. Alleine das Längenwachstum von 17,4 Zentimeter auf nun 3,999 Meter Außenlänge stellt klar, dass es sich hier um ein B-Segment-Fahrzeug handelt. Damit steht der Micra nun in direkter Konkurrenz zu Corsa, Polo, Fiesta und Co.
2017 Nissan Micra Gen5 dimensions abmessungen länge
2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan


Nicht ausschließlich die Abmessungen verdeutlichen den Reifungsprozess, auch das straffe Fahrwerk, die gut weggedämmten Motoren und die reichhaltige Ausstattung untermauern das. So bringt der Micra Gen5 als erster optional den altbekannten ‚Around View Monitor‘ für 360 Grad Rundumsicht in diese Fahrzeugklasse.

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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
 
Zum Start im März sind zwei je 90 PS starke Aggregate, ein 1,5-Liter-Turbodiesel und ein 0,9-Liter-Turbobenziner, erhältlich. Im April folgt ein 73 PS schwacher Saugbenziner nach. Damit teilt sich der Micra dann doch etwas mit dem Renault Clio – eben Motoren und Getriebe.

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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan


Der Vierzylinder-Turbodiesel legt 90 PS und 220 Newtonmeter Drehmoment an den Tag. Damit lässt sich das gut 1.100 kg leichte Kerlchen in 11,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen. Auf den ersten Testkilometern rund um Dubrovnik gibt sich der Selbstzünder spritzig und nur in höheren Drehzahlgefilden lauter.

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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Nach knapp über 60 durchwegs sportlich gefahrenen Kilometern, zeigt der Bordcomputer 4,5 Liter Durchschnittsverbrauch an. Gar nicht so weit weg also von den im Datenblatt angegebenen 3,7 Liter. Der Testwagen im Frühjahr wird dies hoffentlich bestätigen.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Am zweiten Tag dann der Rückschritt auf 0,9 Liter Hubraum aus drei Zylindern. Der Turbobenziner ist wohl nur beim Preis die bessere Wahl. Er braucht Drehzahl und schreibt mir 6,5 Liter ins fünf Zoll große Fahrerinformationsdisplay (Serie ab der mittleren Ausstattung Acenta).
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Gekoppelt sind alle Motoren an ein manuelles Fünfgang-Getriebe, das zwar nicht die kürzesten Schaltwege aufweist, dafür aber präzise einrastet. Ein Automatikgetriebe und stärkerer Motor (beide 2018) folgen ebenso wie elektrische Fensterheber hinten (Ende 2017). Über Hybrid-, Elektro- und eine scharfe NISMO-Version wird derzeit noch innerbetrieblich diskutiert.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Zurück zu den Preisen und damit Ausstattungen. Fünf Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl: Visia, Visia Plus, Acenta, N-Connecta und Tekna. Serienmäßig ab Visia und damit ab 12.605 Euro sind ISOFIX-Kindersitzhalterung, 60:40 geteilt umlegbare Rücksitzbank, höhen- und tiefenverstellbares Lenkrad, höhenverstellbarer Fahrersitz und Notbremsassistent mit Kollisionswarnsystem (AEB – Autonomous Emergency Braking) sowie die neue Chassis Control Technologie (CCT).
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan
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Kollege Burgstaller von der Kronen Zeitung im 2017er Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


CCT beinhaltet eine aktive Spurkontrolle (Intelligent Trace Control), die den Micra durch gezielte Bremseingriffe zurück auf die Fahrspur holt, sollte eine Linie scheinbar unabsichtlich überfahren worden sein. Dieses System konnte ich auf den Landstraßen leider nicht ausprobieren bzw. wollte es hier nicht funktionieren.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan


Des Weiteren gehört zur Chassis Control Technologie eine aktive Fahrkomfortregelung (Intelligent Ride Control). Taucht die Front des Micra während des Fahrens durch Bodenwellen oder Schlaglöcher zu viel ein, sorgt ein kurzer, unmerklicher Bremseingriff an der Hinterachse für Ausgleich. Damit wird ein zu starkes Nicken der Karosserie unterbunden.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Nissan Österreich rechnet damit, dass sich der Großteil der Käufer für das Ausstattungslevel Acenta (ab 14.819 €) entscheiden wird. Sie verfügt über ein Audiosystem mit sieben Zoll großem Touchscreen, Lenkradfernbedienung, 5-Zoll-Fahrerinformationsdisplay und Tempomat.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Wer zur höchsten Ausstattungsvariante ‚Tekna‘ greift (ab 20.129 €), bekommt serienmäßig nicht nur Keyless Go und eine Rückfahrkamera, sondern auch Regensensor und Sitzheizung vorne sowie ein ‚BOSE Personal Premium Audiosystem‘ mit zwei in die Fahrerkopfstützen integrierten Lautsprechern. Damit bekommt der Fahrer den „ultimativen“ Surround-Sound.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at


Hinsichtlich der Motoren wird ein deutliches Übergewicht für die Benziner erwartet: gut zwei Drittel der Käufer dürften den Einstiegsmotor mit 73 PS (ab 12.605 €), ein weiteres Viertel den Turbo-Benziner mit 90 PS (ab 15.137 €) wählen. Für den Dieselmotor (ab 16.381 €) rechnet Nissan mit einem Verkaufsanteil von acht Prozent.
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan


Fazit: Ob es Nissan mit dem erwachsenen Micra Gen5 gelingt, die avisierten Zielgruppen (50+ Kinder aus dem Haus & 25–35 Single oder Partner mit oder ohne Kind) anzusprechen wird sich zeigen. Dass er Potential hat, zeigt sich nicht nur bei der ersten Ausfahrt in Kroatien, sondern nicht zuletzt durch die Finalteilnahme an der COTY-Wahl (car of the year).
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at
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2017 Nissan Micra Gen5 | Picture © Nissan

Die Modellpalette und Österreich-Preise im Detail:

  • Nissan Micra Visia  |  1,0  |  73 PS  |  € 12.605,––
  • Nissan Micra Visia Plus  |  1,0  |  73 PS  |  € 13.405,––
  • Nissan Micra Acenta  |  1,0  |  73 PS  |  € 14.819,––
  • Nissan Micra Visia Plus  |  0,9 IG-T  |  90 PS  |  € 15.137,––
  • Nissan Micra Acenta  |  0,9 IG-T  |  90 PS  |  € 16.550,––
  • Nissan Micra N-Connecta  |  0,9 IG-T  |  90 PS  |  € 18.359,––
  • Nissan Micra Tekna  |  0,9 IG-T  |  690 PS  |  € 20.129,––
  • Nissan Micra Visia  |  1,5 dCi  |  90 PS  |  € 16.381,––
  • Nissan Micra Visia Plus  |  1,5 dCi  |  90 PS  |  € 17.161,––
  • Nissan Micra Acenta  |  1,5 dCi  |  90 PS  |  € 18.541,––
  • Nissan Micra N-Connecta | 1,5 dCi  |  90 PS  |  € 20.305,––
  • Nissan Micra Tekna  |  1,5 dCi  |  90 PS  |  € 21.775,––
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2017 Nissan Micra Gen5 | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at