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SEAT Leon Cupra 300, Ateca FR & Ibiza im Test!

Hitzewelle trifft auf spanisches Temperament – im Burgenland. Das passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. In Jois am Neusiedlersee wurde die heurige Modelloffensive von SEAT präsentiert. Angefangen vom neuen freundlichen Ibzia, über den jetzt sportlicheren Ateca im FR-Trimm, bis hin zum grantigsten aller Leons, dem Cupra 300.

Die neuen SEAT-Modelle rund um Jois bewegt!

Steigern heißt das Zauberwort…

… und so schnappte ich mir zuallererst den neuen Ibiza. In „Rosè Gold“ gehüllt sei er der Liebling aller Frauen, so SEAT-Österreich Geschäftsführer Mag. Wolfgang Wurm, der selbst über den Erfolg staunt. Das dies tatsächlich so ist, bestätigte mir meine Schwester die bereits im Vorfeld von dieser Farbe schwärmte. In dem von mir gefahrenen Modell steckte der neue 1.0 TSI mit 95 PS. Dank Turbolader geht’s wirklich flott vorwärts, so dass der Flitzer das Prädikat „kleiner Schießer“ zurecht verdient. Während ich so durch die burgenländischen Hügel gleite, die fünf Gänge sortiere, fällt mir auf das die Zeiten rustikaler, klappriger Kleinwagen nun endgültig vorbei sind. Große Multimediaeinheit samt Touchscreen mit feiner Auflösung, Keyless Go (Kessy), Klimaautomatik usw., würde ich auch heute noch erst eine Fahrzeugklasse höher voraussetzen. Einzig den Trend weg von echten Drückern hin zu Sensortasten will ich nicht kapieren. Statt auf die Straße zu schauen, tappst man oft im nirgendwo herum, um zwischen den Menüs zu wechseln. Immerhin durfte der Lautstärkeregler fürs Radio bleiben. Aktuell sind beim Ibiza nur die Benziner bestellbar, die Dieselmotoren gibt’s dann ab Herbst. Der Einstiegspreis beginnt aktuell bei 12.900 Euro bei 75-Benzin-PS.

SEAT Ateca FR

Seitdem BMW den X-Modellen das „M“-blem aufdrückte, schließt sich „Sport“ und SUV nicht mehr völlig aus. So auch beim Ateca mit der neuen Ausstattungslinie FR, sprich Formula Race. Der angedeutete Unterfahrschutz weicht nun einer sportlicheren Frontstoßstange samt schwarzer Applikationen. Auf Wunsch gibt es jetzt Alcantara Sportsitze, Progressiv-Lenkung sowie die adaptive Fahrwerksregelung DCC. Die wirklich große Überraschung befindet sich allerdings unter der Motorhaube. Nein, kein Diesel werkelt darunter, sondern ein zwei Liter großer Turbobenziner mit 190 Pferdchen und strammen 320 Nm maximalem Drehmoment. Anfangs will das für mich nicht recht zusammenpassen, immerhin ist die SUV-Welle mitunter ein Grund für den Höhenflug des Selbstzünders. Doch der Zwangsbeatmung sei Dank liegt auch beim Freund Otto bei niedrigeren Drehzahlen genug Drehmoment an, um den Ateca souverän zu beschleunigen. Eigentlich doch nicht so verkehrt der Antrieb. Denn er ist kultiviert, leise und passt somit perfekt zur sportlichen FR-Linie von SEAT. Der Ateca FR fängt derzeit bei 29.690 Euro mit 150-Benzin-PS an.

 

SEAT Leon Cupra 300

Noch sportlicher geht’s nur mehr mit dem SEAT Leon Cupra 300 gen Horizont. 300 PS, 380 Nm, DSG und Sperrdifferential an der Vorderachse, so die Fakten zum 2017er Modell! Die göttliche Lackierung im Farbton „Mystery-Blau-Metallic“ ist für mich das sogenannte i-Tüpfelchen. Ein Traum, oder?! Mehr braucht´s nicht um glücklich zu sein. Die Tonlage hat sich gegenüber dem Cupra 280 deutlich verschärft. Sprotzeln, Schubknallen, DSG-Furzen das ganze Repertoire an spaßbereitenden Auspuffsounds beherrscht nun auch der Leon zum Leidweisen aller Anrainer. Da kommt das Kind im Manne durch und so schaltet man immer wieder einen Gang hinunter um den ein oder anderen Kracher zu provozieren. Der Motor ist ein altbekannter und schiebt den Kompakten wie eh und je brachial vorwärts. Eine „Launch Control“ darf da natürlich auch nicht fehlen. Wie flott der SEAT Leon Cupra 300 die „0-auf-100“ durchsprintet seht ihr im Video:

 

Wirklich neu hingegen sind die jetzt intelligenten Dämpfer die sich in Millisekunden an den jeweiligen Fahrstil und die Straßenverhältnisse anpassen. In Kombination mit dem ausgeklügelten, selbstschließenden Differenzialgetriebe, Haldex VAQ, an der Vorderachse, wird die Performance zusätzlich gesteigert. Echte Traktionsprobleme hat man tatsächlich nur beim sogenannten Ampelstart. Bei der engagierten Kurvenhatz konnte ich zumindest kein Durchdrehen der Räder provozieren. Die Preise für den Leon Cupra 300 beginnen bei 38.600 Euro für das dreitürigen SC (Sportcoupé), respektive 38.990 Euro für den Fünftürer und der Kombi namens ST startet bei 40.140 Euro.