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SEAT stellt mechanisierte Beatmungshilfen her!

Aus insgesamt 80 elektronischen und mechanischen Komponenten, darunter Zahnräder aus dem 3D-Drucker, Getriebewellen und einem umgebauten Scheibenwischermotor, stellt SEAT im spanischen Martorell, an der Produktionslinie des Leon, seit Ende März mechanisierte Beatmungshilfen her.

Scheibenwischermotor als Kern des Beatmungsgeräts!

Aktuell laufen an der Produktionsanlage des SEAT Leon im spanischen Werk in Martorell keine Fahrzeuge mehr vom Band, sondern mechanische Beatmungshilfen. SEAT leistet damit einen Beitrag zur Entlastung des von der Coronavirus-Krise schwer getroffenen spanischen Gesundheitssystems.

Umgerüstet wurde die Anlage in Rekordzeit – dank des unermüdlichen Einsatzes einer Vielzahl von SEAT Mitarbeitern, deren Solidaritätsgefühl sich als starke Antriebskraft erwies. „Die Tatsache, dass wir unser Wissen und unsere Erfahrung dafür einsetzen können, dringend benötigte lebensrettende Geräte in Serie herzustellen, motiviert uns alle ungemein“, sagt Nicolás Mora von der Produktionsabteilung im SEAT Werk in Martorell.

Mit viel Einsatz und Engagement

Seit Beginn der Coronavirus-Krise wurden bei SEAT bereits mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um mitzuhelfen, die Pandemie einzudämmen. Konkret ging es dabei um die Produktion von Materialien und Geräten, die von den Krankenhäusern stark nachgefragt werden – unter anderem eben Beatmungshilfen. Ein engagiertes Team von SEAT Ingenieuren arbeitete dazu mit Hochdruck an der Herstellung eines serienreifen Modells. Hierfür haben sie insgesamt 13 Prototypen entworfen und weiterentwickelt.

Die Lösung liefert der Scheibenwischer

In Zusammenarbeit mit dem Prototypenspezialisten Protofy.XYZ entstand so in kürzester Zeit eine qualitativ hochwertige Beatmungshilfe, das OxyGEN. Diese innovative Lösung besteht aus mehr als 80 elektronischen und mechanischen Komponenten, darunter Zahnräder aus dem 3D-Drucker, Getriebewellen und ein umgebauter Scheibenwischermotor. Die strenge Qualitätskontrolle des fertigen Geräts umfasst auch eine Sterilisation mit UV-Licht.

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Umrüstung der Produktionsanlage

Die Beatmungshilfe OxyGEN wird seit Ende März im SEAT Werk in Martorell produziert. Dafür haben 150 Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmensbereichen kurzerhand ihren Arbeitsplatz verlegt und bauen nun dort, wo bislang die Montage des SEAT Leon stattfand, lebenswichtige Beatmungsgeräte. „Eine Montagelinie, an der eigentlich Fahrzeugteile produziert werden, so umzurüsten, dass hier Beatmungshilfen gefertigt werden können, war eine umfangreiche, schwierige Aufgabe, an der viele Bereiche des Unternehmens beteiligt waren. Aber wir haben es in einer Rekordzeit geschafft“, freut sich Sergio Arreciado von der Abteilung Verfahrenstechnik bei SEAT.

Qualitätsgeprüft

Das Zulassungsverfahren für die neu entwickelte Beatmungshilfe läuft bereits. Dazu wird es umfangreichen Prüfungen unterzogen. Die Produktion in Martorell läuft derweil weiter – auch dank der vielen SEAT Mitarbeiter, die sich unermüdlich für dieses Projekt engagieren. „Wir wissen, dass wir einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, Menschenleben zu retten. Schon dafür lohnt sich die ganze Arbeit“, erklärt Francesc Sabaté von der Abteilung Forschung & Entwicklung bei SEAT.

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UPDATE [06. April 2020]:

Die Beatmungshilfe wurde nun von der spanischen Zulassungsbehörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (AEMPS) für den klinischen Einsatz freigegeben. SEAT peilt ein Produktionsvolumen von 300 mechanisierten Beatmungshilfen pro Tag an – es wird täglich nach Rücksprache mit den Behörden angepasst, um keine unnötigen Lagerbestände zu erzeugen.