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Der Renault Captur TCe 130 EDC PF INTENS im Test!

Frisch, frech und französisch – so lässt sich der neue Renault Captur kurz zusammenfassen. Im Test mach ich das mit deutlich ausführlicher und stelle euch den Captur mit 130 PS Benziner vor.

Fader Franzose? Nicht der Renault Captur!

Dass sich der neue Renault Captur gegenüber seinem Vorgänger deutlich gemausert hat, hat euch Chef-Filou Raphael schon in seinem Kurztest vor einem Jahr erzählt. Deshalb sei hier nur kurz das wichtigste zusammengefasst: Der neue Captur ist um elf Zentimeter auf eine Länge von 4,23 Meter gewachsen. Die Breite beträgt knapp unter 1,80 Meter, die Höhe 1,57 Meter. Beim Design gibt es eine neue Front mit LED-Scheinwerfern und dem typischen Renault-Markengesicht. Vor allem das Heck wirkt nun sportlicher und eleganter als beim etwas plumpen Vorgänger.

Unterwegs im Klein-SUV von Renault

Angetrieben wird mein Testauto von einem 4 Zylinder-Benziner mit 130 PS. Der befördert den 1,3 Tonnen leichten Captur und mich (mein Gewicht lass ich aus verschiedenen Gründen hier mal weg) in 9,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Wobei das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe hier im Vergleich zum 6-Gang-Handschalter genau eine Sekunde gutmacht. Topspeed sind dafür bei der Automatik „nur“ 193 km/h, beim Handgerissenen Captur dagegen 195 km/h. Der Verbrauch lag im Test bei 6,8 Litern.

Viel wichtiger ist, wie spritzig sich der 130 PSige Captur im Alltag anfühlt. Die Antwort: Sportlicher als gedacht! Klar, wer einen Kurvenräuber will, sollte eher zum Mègane RS greifen, doch für schnelle Überholmanöver und flotte Überlandfahrten ist der Renault Captur durchaus zu gebrauchen. Richtig wohl fühlt er sich mit seinen knappen Ausmaßen in der Stadt. Die Parkplatzsuche ist selten ein Problem, denn der fühlt sich nicht nur klein und wendig an. Er ist es auch. Die Lenkung ist, dazu passend, sehr agil und gibt gutes Feedback. Das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe schaltet butterweich und macht das Fahren im Renault Captur äußerst angenehm.

Innenraumcheck

Die knappen Ausmaße haben aber auch einen Nachteil: Der Innenraum fällt eher knapp aus. Mit meinen 1-Meter-95 hab ich auf dem Fahrersitz in alle Richtungen gut Platz. Dafür wird es aber für Passagiere auf der Rückbank sehr eng. Hinter durchschnittlich großen Fahrern sollte es aber keine Platzprobleme geben. Ein Familienauto ist der Captur dennoch nur dann, wenn die Kinder noch klein sind. Der Kofferraum des Captur fasst mit 422 bis 1.275 Litern genug für einen Urlaub zu zweit.

Womit der kleine Franzose punkten kann, ist die Verarbeitung. Reichlich Leder und unterschäumter Kunststoff werten das Interieur auf. Die freischwebende Mittelkonsole samt formschönem Wahlhebel könnte so auch in einem Premiumfahrzeug verbaut sein. Einzig die Bedienung des Infotainmentsystems über den Touchscreen in der Mittelkonsole könnte ein Update vertragen. Noch immer sind die Menüs unübersichtlich und verschachtelt. Wer sich damit einige wenige Stunden befasst, sollte die richtigen Handgriffe aber draufhaben.

Das kostet der Renault Captur

Mein Testwagen zeigt sich in der dritten von sechs Ausstattungsstufen, nämlich „Intens“. So fährt mein Captur bereits serienmäßig mit einem sieben Zoll großen, digitalen Kombiinstrument und Assistenten wie Abstands- und Geschwindigkeitswarner vor. Statt des sieben Zoll großen Multimediasystems hat Renault Österreich dem Testwagen einen 9,3 Zoll großen Touchscreen für das Infotainment spendiert. Und dazu noch Extras wie einen adaptiven Tempomat, 360 Grad Rückfahrkamera, Sitzheizung oder beheiztes Lenkrad. Das merkt man aber auch am Preis. Denn aus der 26.590 Euro teuren Basis werden mit allen Extras dann 31.215 Euro. Zu haben ist der Captur ab 19.240 Euronen. Zum Vergleich: Ein vergleichbarer Mazda CX-3 beginnt bei 19.990,- Euro, ein Hyundai Kona bei 20.990,-. Der ebenfalls 130 PS starke Peugeot 2008, den ich vor Kurzem testen durfte, kostet im direkten Vergleich zu meinen Test-Captur rund 2.000 Euro mehr.

Fazit

Der Renault Captur ist ein feines, kleines Stadt-SUV, das auch lange Strecken auf Überlandstraßen nicht scheut. Der 130 PS starke Motor ist spritzig und macht den kleinen Franzosen agil. Die Verarbeitung ist top und der Preis geht vollkommen in Ordnung.

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