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Erster Test von BMW 1er und 3er Touring am Fuschlsee

Nach der Einführung der 3er Limousine folgt nun auch die Neuauflage des Touring. Spannender war aber die erste Fahrt im voll vernetzten neuen 1er BMW mit Frontantrieb.

Der neue BMW 1er: Mehr Platz, mehr Technik, mehr Luxus

Man könnte den 1er BMW auf den ersten Blick auch für eine A-Klasse halten. Spätestens aber wenn man die prominente Doppelniere sieht, ist klar, dass es sich hier um einen echten BMW handelt. Auch wenn in letzter Zeit mehrere Stimmen das „echt“ in Frage stellen – denn der kleine Bayer kommt erstmals mit Frontantrieb. Hat ihn das verändert?


Was die Fahrzeugproportionen angeht, auf jeden Fall. Zwar unterscheiden sich die Abmessungen nur um -5 mm in der Länge, +34 mm in der Breite und +10 mm in der Höhe. Doch die quer eingebauten Motoren ermöglichen eine kürzere Motorhaube und somit mehr Platz im Innenraum. Dazu gibt es vorne flachere Scheinwerfer und hinten Heckleuchten im neuen L-Design.
Um den Zustieg zu erleichtern, wurden die hinteren Türausschnitte vergrößert und Heckpassagiere dürfen sich außerdem über mehr Kniefreiheit freuen – und das bei gleichzeitig gewachsenem Kofferraum. Mit einem Volumen von 380 Litern fasst der 1er nun 20 Liter mehr als bisher. Maximal sind bei umgelegter Rückbank 1.200 Liter Ladevolumen möglich. Vermutlich ist das den meisten Kunden mehr wert, als ein längs eingebauter Sechszylinder.

Die Motoren des neuen 1er BMW

Im neuen 1er kommen nämlich nur mehr Euro 6d-TEMP oder gar Euro 6d zertifizierte Drei- und Vierzylindermotoren zum Einsatz. Zum Start sind es zwei Benziner und drei Dieselmotoren. Der 118i leistet 140 PS, das Topmodell M135i mit Zweiliter-Turbo 304 PS. Bei den Selbstzündern kann man zwischen 116d mit 116 PS, 118d mit 150 PS und 120d mit 190 PS wählen. Weitere Motoren folgen später.
120d und M135i kommen serienmäßig mit Allradantrieb und 8-Gang-Steptronic-Getriebe. Alle anderen Varianten kommen ab Werk mit Frontantrieb und 6-Gang-Handschaltung. 116d und 118i optional mit 7-Gang-Steptronic und der 118d optional die 8-Gang-Steptronic.

Und fährt sich der 1er mit Frontantrieb nun weniger agil? Laut den Entwicklern steht er dem Vorgänger um nichts nach und übertrifft diesen bei Nässe sogar. Um mich selbst davon zu überzeugen, habe ich mir erst den 120d xDrive zur Brust genommen. Der potente Bayer zieht ordentlich an und bleibt dabei im Innenraum stets ruhig. Das Fahrwerk ist straff und schafft es dennoch den Großteil der Unebenheiten wegzudämpfen. Sein Allradantrieb leitet maximal 50 Prozent der maximal 400 Nm Drehmoment an die Hinterachse und hält den 1er so schön agil. Einen Antriebseinfluss an der Lenkung konnte ich kaum wahrnehmen.
Im schwächeren 118i spürt man diese bei starkem Einschlagswinkel zwar schon – es bleibt aber die Frage, wie schlimm das für die Käufer ist. Der Großteil der 1er-Kunden kauft einen kleinen Motor. Da spielt der Antrieb vermutlich eine untergeordnete Rolle.

Die Ausstattung

Die Ausstattung aber vermutlich schon. Daher hat der neue BMW 1er optional das aktuelle Professional Live Cockpit, das wir schon aus dem 7er oder 3er kennen. Man kann den Bayern Langeweile vorwerfen und vermutlich gefällt es nicht jedem gleich gut, es funktioniert jedoch tadellos. Volldigitale Instrumente, ein Head-up-Display und der neue Sprachassistent spielen alle Stücke und beantworten auf Wunsch auch so manche Frage.

Spannend ist dabei die Vernetzung: Updates für das System werden in Zukunft einfach per Internet durchgeführt. Und nach dem Vorbild von Tesla können sogar ganze Systeme, zum Beispiel der Fernlichtassistent, für einen kleinen Obulus upgegraded werden.
Wer sich in der Aufpreisliste austobt, bekommt außerdem elektrisch verstellbare Sportsitze, eine Klimaautomatik und eine ganze Armada an Assistenten dazu. Vollausgestattet fühlt sich der 1er wie ein verkleinerter 7er an.

Und der Preis?

Allerdings springt der neue 1er auch Preislich ein Level nach oben. Mindestens 29.450 Euro muss man auf den Tisch legen, um dieser Tage einen BMW zu fahren. Der vollausgestattete 118i aus dem Test kostet sogar etwas mehr als 55.000 Euro. Das ist wirklich eine Menge Geld. Und dafür bekommt man dann auch schon einen schönen 3er Touring.

BMW 3er Touring

Womit wir auch beim nächsten Punkt wären. Wenn ihr mehr über den bayerischen Kombi wissen wollt, lest ihr euch am besten Tizians Bericht über die 3er Limousine durch.

Das Ladevolumen beträgt 500 bis maximal 1.500 Liter und ist damit beinahe ident zum Vorgänger. Die Heckklappe öffnet jetzt serienmäßig automatisch. Und optional gibt es dazu noch ein raffiniertes Detail fürs Beladen. Die Anti-Rutsch-Schienen im Kofferraumboden haben kleine Gummischläuche darin, die sich beim Schließen der Kofferraumklappe aufblasen und für einen rutschfesten Belag sorgen.

Der Kombi ist übrigens ein mitteleuropäisches Phänomen. In Österreich kaufen 60 Prozent der 3er-Fahrer einen Touring, in den meisten anderen Ländern der Welt fast ausschließlich die Limousine. Die wissen einfach nicht, was gut ist.

Die Preise für den BMW 3er Touring

Die Preise für den neuen BMW 3er Touring beginnen derzeit bei 44.000 Euro für den 320d Touring. Ab November kommt mit dem 318d ein neues Einstiegsfahrzeug für 40.950 Euro.

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