Motorensymposium: So elektrifiziert BMW die Zukunft!

Am zweiten Tag des diesjährigen Motorensymposiums standen nicht neue Verbrennungskraftmaschinen oder Abgasnachbehandlungstechnologien im Fokus, sondern alternative Antriebe. Den ersten Vortrag zu diesen gab Dipl.-Ing. Stefan Juraschek von BMW. Seines Zeichens Hauptabteilungsleiter bei den Bayern bei der Entwicklung für elektrische Antriebe.

Motorensymposium: Die elektrische Antriebstechnologie der BMW Group!

Einen unterschiedlichen Ansatz verfolgt BMW mit seiner Elektrostrategie. Seit dem Launch des BMW i3 im November 2013 hat die BMW Group mehr als 200.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße gebracht, davon mehr als 100.000 alleine im Jahr 2017. Gut 90.000 Käufer entschieden sich in Summe für den vollelektrischen BMW i3. Der aktuelle Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtabsatz der BMW Group beträgt vier Prozent. Heuer will man 140.000 BEVs & PHEVs absetzen. Für 2025 erwartet die BMW Group einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 Prozent.

Heute ist BMW der Weltweit größte Anbieter von E-Derivaten. 11 Produkte am Markt (inkl. China). 2025 wird BMW mehr als 25 Fahrzeuge anbieten. Bis dahin kommen noch der vollelektrische MINI, aber auch der BMX X3 und auch ein i4.

Fünfte Generation des elektrischen Antriebs rollt an

Wie BMW-Experte Dipl.-Ing. Stefan Juraschek, Hauptabteilungsleiter Entwicklung Elektrische Antriebe, in seinem Vortrag am Wiener Motorensymposium erklärte, stellt die integrierte elektrische BMW-Antriebseinheit der fünften Generation einen weiteren Meilenstein dieser Strategie dar.

Ab 2021 wird in Dingolfing mit dem BMW iNEXT ein weiteres vollelektrisches i-Fahrzeug mit Speicher- und Batterietechnik der fünften Generation produziert. Mit dem neuen skalierbaren E-Baukasten können ab 2021 alle BMW-Baureihen ausgestattet werden.

In drei Grundkomponenten wird der neue E-Baukasten aufgespannt – Charging, Drive Unit und Battery, z. Dt. Aufladen, Antrieb und Batterie. Interne Vorgabe dabei: Die Antriebsachsen, also die Drive Unit, muss zum Beispiel in jede Fahrzeugarchitektur passen und sowohl an der Vorder- wie auch Hinterachse integrierbar sein. Deshalb wird zum Beispiel die Batterie in zwei Höhen verfügbar sein. Einmal für flache Sedans und einmal für höhere Fahrzeuge (SUVs).

Derzeit arbeitet die BMW Group laut Dipl.-Ing. Juraschek mit Hochdruck an einem elektrischen Antrieb für die Rennsaison der Formel E in 2019. Ähnlich wie in der Formel 1 wird die Formel E dazu beitragen, neue Materialien und Technologien auf Rennstrecken zu erproben und in die Serienfahrzeuge einfließen zu lassen, so Dipl.-Ing. Juraschek.