Peugeot Polygon Concept: Revolutionäres Lenkrad, futuristisches Cockpit, nachhaltige Vision!
Mit dem Peugeot Polygon Concept zeigt die französische Marke nicht nur, wie die Zukunft des Autofahrens aussehen könnte, sondern liefert gleichzeitig einen konkreten Ausblick auf das Design des nächsten 208. Filou Raphael durfte mit der rund drei Millionen Euro teuren Studie bereits eine erste Testfahrt absolvieren.Peugeot Polygon Concept – So kommt der nächste 208!
Premiere: Ein auf rund drei Millionen Euro datiertes Concept-Fahrzeug durfte ich in meiner 13-jährigen Autoblogger-Karriere noch nie bewegen. Umso besonderer war die Gelegenheit für mich das Peugeot Polygon Concept zu fahren – wenn auch unter strenger Aufsicht in der METAstadt in der Wiener Donaustadt.

Doch zurück zum Anfang: Was ist das Peugeot Polygon Concept überhaupt? Das 3,97 Meter kurze Konzeptfahrzeug (1,43 m hoch, 1,86 m breit) vereint innovative Technologien mit nachhaltigen Ansätzen und dient Peugeot vor allem als rollendes Testlabor für Serienlösungen ab 2027. Es zeigt also nicht nur ein radikal neues Design (Gerüchten zufolge jenes des kommenden Peugeot 208), sondern ist tatsächlich fahrbereit.
„Bis zu 200 km/h schnell“, verrät der Aufpasser – und behält während meiner kurzen Indoor-Probefahrt vom Beifahrersitz aus jede Bewegung genau im Blick. Der Elektromotor leistet 180 PS und wird von einer 60-kWh-Batterie gespeist. Dank 800-Volt-Architektur soll der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent in nur 15 Minuten erledigt sein. Die simulierte WLTP-Reichweite: rund 500 Kilometer.

Revolutionäres Lenkrad: Hypersquare® ersetzt das klassische Steuer
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht das PEUGEOT Hypersquare®. Statt eines klassischen runden Lenkrads setzt Peugeot auf eine rechteckige Steuerung – irgendwo zwischen Gaming-Controller und Science-Fiction. Kombiniert wird das Ganze mit Steer-by-Wire-Technologie, wie man sie bereits aus dem Lexus RZ kennt und bald wohl auch im überarbeiteten Mercedes-Benz EQS sehen wird.

Was das bedeutet?
- Keine mechanische Verbindung mehr zwischen Lenkrad und Rädern
- Elektronische Steuerung für maximale Präzision
- Deutlich reduzierte Lenkbewegungen
Klassisches „Kurbeln“ gehört damit der Vergangenheit an. Beim Einparken reichen minimale Bewegungen, um die Räder voll einschlagen zu lassen, während bei höherem Tempo kleine Inputs nicht so viel Auswirkung haben.
Mein Eindruck nach der ersten Fahrt: spannend, aber gewöhnungsbedürftig. Ein rundes Lenkrad fühlt sich vertrauter an. Die Peugeot-Begleiter sind sich jedoch sicher: An das „eckige“ Format gewöhnt man sich schneller, als man denkt.
Und tatsächlich: Die Umsetzung ist beeindruckend. Der enorme Lenkeinschlag sorgt dafür, dass das Polygon Concept bei Schrittgeschwindigkeit gefühlt im rechten Winkel abbiegt. Weniger überzeugend: die Außenspiegel, die eher „Show and Shine“ als echte Hilfe sind – Einparken war nur mit Zuruf möglich.


Neues Peugeot i-Cockpit®: Die Windschutzscheibe übernimmt
Das zweite große Innovationsfeld: das neue i-Cockpit®. Klassische Displays? Fehlanzeige. Stattdessen werden alle Informationen direkt auf die Windschutzscheibe projiziert. Und das funktioniert erstaunlich gut. Ich frage mich, warum das bislang kein Hersteller serienmäßig umsetzt. Vermutlich bremsen aktuell noch regulatorische Hürden – etwa auf EU-Ebene – die großflächige Projektion relevanter Inhalte aus. Dabei hätte genau das enormes Potenzial für mehr Sicherheit: Der Blick bleibt permanent auf der Straße.
Im Polygon Concept projiziert ein 24 × 74 Zentimeter großes Micro-LED-Panel (31 Zoll) alle wichtigen Informationen direkt ins Sichtfeld. Je nach Fahrmodus – Cruise, Fun oder Hyper – verändert sich die Darstellung. Gesteuert wird alles über das Hypersquare®.


Nachhaltigkeit: Weniger Teile, mehr Effizienz
Neben Design und Technik setzt Peugeot beim Polygon Concept stark auf Nachhaltigkeit – und das nicht nur als Schlagwort. Viele Bauteile, darunter auch das Hypersquare®, sind leicht austauschbar. Das schafft nicht nur Raum für Individualisierung, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Fahrzeugs. Ein besonders gutes Beispiel sind die Sitze: Sie bestehen aus nur drei Hauptkomponenten. Die 3D-gedruckten Sitzschalen werden aus rezykliertem Polyethylenterephthalat (R-PET) gefertigt – also unter anderem aus alten Plastikflaschen. Ein Ansatz, der zeigt, wohin die Reise geht: weniger Teile, weniger Ressourcen, mehr Effizienz.



Fazit: Vision für 2027 und darüber hinaus
Das Peugeot Polygon Concept ist weit mehr als ein Showcar. Es ist ein fahrbarer Ausblick auf das, was uns in den kommenden Jahren erwartet – möglicherweise schon im nächsten Peugeot 208. Dass Steer-by-Wire ab 2027 in Serie geht, ist absolut realistisch. Ob das Hypersquare® tatsächlich unverändert den Weg in die Serie findet? Eher fraglich – aber genau dafür sind solche Studien da. Was bleibt: ein spannendes Fahrerlebnis, ein mutiger Technologiesprung und ein klarer Fokus auf Nachhaltigkeit. Und ganz ehrlich: Allein die kurze Fahrt hat gezeigt, wie viel Spaß Zukunft machen kann.
