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Unterwegs mit der neuen Mercedes-Benz GLC Familie

Welches ist das meistverkaufte SUV von Mercedes? Es ist nicht etwa die G-oder M-Klasse, sondern der GLC. Vor kurzem wurde der Bestseller einem Facelift unterzogen also wollten wir uns ein Bild davon machen. Und: wir sind recht angetan von ihm.

Mercedes-Benz GLC für alle

In der Tiefgarage des Frankfurter Flughafens stehe ich vor der Qual der Wahl. Lieber den AMG V8 Biturbo nehmen oder doch einen 200er Diesel? Zuerst das Coupé oder doch das normale SUV, von Mercedes-Benz klangvoll „Offroader“ genannt? In 24 Versionen gibt es den GLC, rechnet man die Karosserieformen, Ausstattungen und Antriebe zusammen. Allein vom Lenkrad gibt es fünf verschiedene Varianten. Ich entscheide mich zunächst für ein GLC Coupé 300 4Matic in wunderschönem Blau. Der 2,0 Liter Reihenvierzylinder leistet 258 PS und das reicht für flottes vorankommen. In 6,2 Sekunden katapultiert der GLC sich, meinen Co-Driver und mich auf der Auffahrt der deutschen Autobahn von 0 auf 100 km/h. Wäre die Strecke frei, könnte ich kontrollieren, ob die angegebene Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h stimmt. Rund um den Flughafen ist die Autobahn aber voll. Zeit also, auf Landstraßen auszuweichen. Das Navi führt uns durch das Taunusgebirge. Hier lässt sich das SUV-Coupé hervorragend bewegen. Die 9-Gang-Automatik verrichtet ihren Dienst mit Bravour und passt sich dem gewählten Fahrmodus an. Dieser kann, wie auch bei anderen Mercedes-Modellen, über den Dynamic-Schalter in der Mittelkonsole eingestellt werden. Während ich mit dem Comfort-Modus über die Landstraßen gleite, knöpft sich mein Beifahrer nach dem Fahrerwechsel die Bergstarßen mit dem Sport+ Modus vor. Das Fahrverhalten ändert sich, das spüre ich sogar als Beifahrer. Souverän und agil lässt sich der 1,8 Tonnen schwere GLC um die Kurven jagen.

Was ist neu am Facelift?

Beim Testgelände angekommen, wird uns bei der Pressekonferenz erklärt, was am gelifteten GLC denn nun neu ist. Kurz zusammengefasst: außen die Scheinwerfer, innen das Touchpad. Die Front sieht nun der des größeren GLE ähnlich, gleiches gilt für das Heck. Im Inneren ist das neue MBUX verbaut, der Drehregler ist einem Touchpad, ähnlich dem aus der A-Klasse, gewichen. Der GLC hat sich in den letzten vier Jahren äußerst gut verkauft, warum also grob was dran ändern? Nach dem Motto: Never change a winning Team!

Ab ins Gelände

Den meisten aktuellen SUV traut man im Gelände nicht allzu viel zu. Ich tu das jedenfalls nicht. Umso überraschter war ich, als ich mit dem GLC 300d 4MATIC über das ADAC-Offroadgelände fuhr. Bergabfahrhilfe, Kameras die die Umgebung zeigen und, und, und. Das Ding kann wirklich was im Gelände. Schade, dass Mamis und Papis damit nur die Kinder vom Kindergarten und der Schule abholen.

Der GLC von AMG

Ein ähnliches Schicksal wird auch dem AMG GLC 63 S 4MATIC+ widerfahren, dem ich mich als nächstes annahm. Der hält den Rundenrekord als schnellstes Serien-SUV der Welt auf dem Nürburgring, kann also durchaus mit Performance überzeugen. Blöd nur, dass die meisten Besitzer eines solchen AMGs ihn nur zum Posen in der City benutzen werden. Anders mein Kollege und ich: wir haben den AMG artgerecht auf der deutschen Autobahn bewegt. Auf der Landstraße zügelte uns dann jäh der Regen – auf nassem Untergrund mit 510 PS unterwegs sein – das kann böse enden. In 3,8 Sekunden schießt der 4,0 Liter V8 Biturbo auf 100 km/h. Unglaublich für ein SUV. Unglaublich aber auch der Preis: bei 128.400 Euro geht der Spaß für den AMG 63 S 4MATIC+ los, das AMG Coupé kostet 1.400 Euro mehr.

Der Einstiegspreis für den GLC Offroader beginnt bei 49.910,- Euro, das schnittige Coupé bei 53.290,- Euro. Dafür gibt’s dann den GLC 200 d mit 163 PS oder das GLC 200 Coupé mit 197 PS. Auch eine Brennstoffzellen-Version und einen Plug-in-Hybriden wird es geben. Die Preise dazu sind aber noch nicht bekannt.

Fazit

Der Mercedes-Benz GLC zeigt sich im Facelift von seiner besten Seite. Das Design ist stimmig, die Motoren leistungsstark und die Qualität passt auch. Premiumfeeling gibt es im Innenraum und auch beim Fahrverhalten. Wir freuen uns schon auf einen ausführlichen Test!