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Das Mercedes-Benz GLC 250 d 4MATIC Coupé im Test!

Um es gleich zu sagen und nicht erst im Fazit: über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten. Und seit Jahren bilden die Hauptstreitthemen im Automobilbereich SUV-Coupés. An einem der, meiner Meinung nach, schönsten dieser Gattung, durften wir Hand anlegen. Warum die inneren Werte wichtig sind, aber eben nicht nur, erklärt am Mercedes-Benz GLC Coupé.

Mercedes-Benz GLC Coupé: Ach wie bist du fesch!

Jö schau! A SUV-Coupé!

„Schau, des is a schens Auto.“ „Jo, und dia Foarb erst!“ Ein älteres Ehepaar, bei der Abholung meines Testwagens hinter dem GLC Coupé stehend. Von eben jenem waren die beiden so entzückt, dass sie ihren C-Klasse Kombi lieber gegen das SUV getauscht hätten. Hätte ich bei dem Wechsel mitgemacht? Nein. Die meisten werden sagen, dass das GLC Coupé keine Schönheit ist und man SUVs sowieso vergessen kann. Dazu noch diese eigenwillige Optik. Jetzt ist es aber leider so, dass mir meistens das gefällt, was anderen nicht zusagt. Oder in diesem Fall schon, aber auch irgendwie nicht. Kurz gesagt: die meisten finden SUV-Coupés besch…eiden. Mir taugt zumindest dieses hier sehr. Doch selber kaufen würde ich mir auch den hier nicht. Oder vielleicht doch? Sehr verwirrend.

Von innen nach außen

Beginnen wir die Aufklärung mit dem einfacheren Teil, dem Innenleben. Das ist nämlich ident mit dem des handelsüblichen GLCs. Edelste Materialien, gemischt mit leicht anzupatzendem und höchst staubanziehendem Klavierlack (nein, ich mag den nicht!) in einer Verarbeitungsqualität, wie man sie vom Premiumhersteller aus Stuttgart gewohnt ist. Doch einen kleinen Unterschied gibt’s bei diesem heiligen Blechle dann doch: das Platzangebot auf der Rückbank. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass der GLC deutlich größer als sein Vorgänger GLK ist. Ein Pluspunkt. Der wird aber gleich wieder abgezogen, da es, irgendwie logisch, hier beim Coupé eben keine ausreichende Kopffreiheit geben kann. Zwar haben Erwachsene auf den Rücksitzen Platz, so richtig bequem fühlen sich die Passagiere aber nicht. Und auch wenn man zu zweit unterwegs ist und einen die Lust überkommt, ist im Fond zu wenig Raum. Ähm, also die Lust, ein übergroßes Regal zu kaufen und einzuladen natürlich. Im Laderaum verschwinden dafür 500 bis 1.400 Liter. Der normale GLC schluckt im Vergleich dazu mit 550 bis 1.600 Litern nur unwesentlich mehr.

Das unschöne Biest oder einfach nur Quasimodo

Ok, dann arbeiten wir uns langsam vor. Fangen wir mit der Farbe an: Brilliantblau steht dem Benz brillant gut und darüber muss man auch nicht diskutieren. Man hätte ohnehin nicht Zeit dafür, weil das Heck so polarisiert. Jeder soll sich jetzt seine Meinung dazu denken. Meine lege ich hiermit öffentlich dar: mir gefällt der Coupé-Hintern am GLC. Besser als beim Pendant aus Bayern. Es sieht stimmiger und eleganter aus ohne dabei auf die sportliche Note zu vergessen. Es sei auch erwähnt, dass das größere GLE Coupé wiederum sehr plump aussieht und im Gegensatz zum GLC überladen wirkt. Ein Buckel steht eben nicht jedem.

Das Gesamtpaket

Lassen wir das Blechkleid einfach mal Blechkleid sein und begeben uns auf die Straßen dieser Welt. Je nach Fahrmodus passt sich der Mercedes den Bedingungen des Untergrunds und des Fahrers an. Im Comfort-Modus bügelt er Bodenwellen weg und schwebt Maybach-Like drüber. Im Sport-Modus kommt er der Straße Millimeter für Millimeter tiefer (dank Luftfederung) näher und fordert den Fahrer zu Bleifußmanövern auf. Am liebsten aber bin ich ihn im Eco-Modus gefahren. Da erreicht man sogar ganz akzeptable Verbrauchswerte, 7,7 Liter um genau zu sein.

Egal in welcher Art man über den Asphalt brettert, man fühlt sich erhaben und ausgesprochen wohl dabei. Einziges Manko: der Regler für den Tempomat und der Regler für den Blinker sind ziemlich nah beieinander. Und ich und unzählige Autofahrer hinter und vor mir wissen jetzt, dass man mit blinken das Auto nicht schneller fahren lässt und der Tempomat nie ein Lichtzeichen bedienen wird.

Aber wer schön sein will, muss leiden und in diesem Fall, leidet das Geldbörserl. In der Basis kostet unser 204 PS starke GLC fast 56.000 Euro. Mit ein paar wenigen Extras (57 an der Zahl) klettert der Preis auf 83.671 Euro. Saftig.

Fazit

Geschmäcker sind … ach das hatte ich ja schon. Der Mercedes-Benz GLC ist ein wunderbar komfortables Auto, das zudem noch Freude am Fahren macht. Das Coupé wird seine Freunde finden, denen der ganze Klatsch und Tratsch über den unschönen Rücken egal ist. Einer von ihnen hat diesen Bericht geschrieben.
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