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Der Peugeot 508 GT Line BlueHDi 180 EAT8 im Test!

Als im März die Ausgangsbeschränkungen in Österreich in Kraft traten, stellte mir Peugeot Austria für die notwendigsten Einkäufe den Peugeot 508 in der GT Line mit dem 177 PS starken Diesel zur Seite.

Nicht nur für schwierige Zeiten: Der Peugeot 508

Corona. Dieser Begriff, und noch viel mehr das damit verbundene Virus, beschäftigt die ganze Welt. Mal mehr mal weniger, doch immer allgegenwärtig. Ob wir das Schlimmste schon hinter uns haben, oder ob es eine zweite, dritte, vierte… Welle geben wird – keiner weiß das so genau. Sollten bei uns in Österreich noch einmal Ausgangsbeschränkungen in Kraft treten, so hoffe ich, einen so feinen automobilen Partner an der Seite zu haben, wie im März. Dort bewegte mich der Peugeot 508 als Limousine zu den wichtigsten Einkäufen und Besorgungen und stand mir treu zur Seite.

Stehen ist übrigens ein gutes Stichwort. Denn so viel wie mit dem 508 SW oder meiner anderen Test-Limousine, die ich beide nach Vorarlberg bewegte, bin ich den diesmaligen 508er nicht gefahren. Ihr merkt also, ich bin mit dem 508er bestens vertraut, auch mit dem 177 PS starken Turbodiesel. Den konnte ich schon bei meinem Vergleich mit dem 504 testen. Genauso wie damals ist der Vierzylinder-Reihendiesel an eine 8-Gang-Automatik gekoppelt. Sowohl Motor als auch Getriebe leisten hervorragende Arbeit. Während die 177 Pferdchen auf Abruf bereitstehen und ordentlich vorantreiben, schaltet die Automatik, je nach Fahrweise und Modus, kaum spürbar und nahezu übergangslos. Die Lenkung ist direkt, das kleine Lenkrad liegt griffig in der Hand und das Fahrwerk lässt den Wagen satt auf dem Asphalt stehen. Für mich persönlich könnte der 508 etwas weicher sein und zwar in allen Ausstattungslinien. Das würde ein wenig mehr zu so einem französischen Automobil passen. Dafür passt der Verbrauch: Exakt sieben Liter.

Schönes Stehzeug

Auf den erlaubten Spaziergängen um den Block ging ich immer an ihm vorbei, um ihn wenigstens zu bewundern. Denn neben seinem Fahrgefühl überzeugt der fesche Franzose vor allem durch sein Design. Sportlich schick, mit klaren Linien und Ecken und Kanten. Die LED-Stoßzähne (ab GT Line) an der Front, die schwarze Leiste am Heckdeckel… beides macht den 508 unverkennbar. Und mittlerweile auch die anderen Fahrzeuge von Peugeot.

Ebenso stylisch zeigt sich der Innenraum. Über das i-Cockpit habe ich schon unzählige Male berichtet. Doch irgendwie werde ich nicht müde, vom kleinen Lenkrad mit darüberliegendem Tacho zu schwärmen. Man hat irgendwie das Gefühl, dem Auto und der Straße eine Spur näher zu sein. Die Verarbeitung ist mindestens genauso gut wie in einem 3er BMW, die Materialien sowieso. Die Sitze geben super Seitenhalt bei maximalem Komfort.

Wenn wir schon im Innenraum sind: Das Infotainmentsystem bei Peugeot wird immer besser. Die Benutzeroberfläche (übrigens auch im digitalen Tacho) ist nicht nur fesch, sondern auch übersichtlich. Zwar muss man sich manchmal ein wenig durch das Menü zwängen, um alle Funktionen zu finden, doch nach einiger Zeit hat man den Dreh heraus. Über eine formschöne Klaviatur unterhalb des Bildschirmes kann man auf die wichtigsten Features gleich zugreifen. Etwa Navigation, Radio oder Klima. Wo jedoch nachjustiert werden sollte, ist die Rückfahrkamera. Denn was da am Bildschirm angezeigt wird, wenn man den Retourgang einlegt, schaut so aus, als hätte ich es vor mittlerweile 13 Jahren am Schulhof mit meinem Sony Ericsson W510i gefilmt. Das geht besser!

Platz ist in der kleinsten, aber nicht immer in der schönsten Hütte.

Eine lange Zwischenüberschrift, die im Grunde alles zusammenfasst, was ich euch an dieser Stelle berichten möchte. Der Peugeot 508 ist ein wunderschönes Auto. Mit ein Grund dafür ist die Coupéform des Daches. Leider geht mit der ein wenig Kopffreiheit im Fond flöten. Das stört mich mit meinen 1m95 als Fahrer herzlich wenig. Doch wenn ich Passagier wäre, könnte es zu einer Nackenstarre führen. Generell wirkt der Innenraum ein kleines bisschen zu eng. Das kann natürlich am dunklen Dachhimmel und den anderen großen und schwarzen Flächen liegen, doch sind es nicht nur die.

Das kostet der Peugeot 508

Der Ab-Preis für den Peugeot 508 liegt bei 33.470 Euro. Für die GT-Line werden 41.630 Euro fällig. Den 177 PS starken Diesel bekommt man mit dieser Ausstattung ab 45.630 Euronen. Mein Testwagen kommt auf einen Preis von knapp 48.000 Euro.

Fazit

Der Peugeot 508 GT Line BlueHDi 180 EAT8 ist eines der schönsten Autos dieser Klasse. Das gilt für das Exterieur und das Interieur im gleichen Maße. Neben dem sportlichen Fahrgefühl und dem durchzugsstarken Diesel überzeugt er auch durch seine Genügsamkeit. Platzprobleme, besonders im Fond und eine schlecht auflösende Rückfahrkamera sind die einzigen Mankos. Der Preis für den feschen Franzosen geht vollkommen in Ordnung.

2020 Peugeot 508 GT Line BlueHDi 180 EAT8 ultimate rot test review diesel