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2026 CUPRA Raval: Ausfahrt mit der Vorserie!

Aktuell finden die letzten Abstimmungen am CUPRA Raval statt – einem vier Meter Kleinwagen mit Elektroantrieb, der Mitte 2026 zu den Kunden rollt. Filou Raphael durfte den (bis zu) 226 PS starken Kurvenräuber bereits 30 Minuten lang durchs Hinterland von Barcelona werfen – ein erster Fahrbericht.

CUPRA Raval VZ: Du geiler kleiner CUP-RAcer!

Hot-Hatches, also sportliche Kompakte, sind am Aussterben. Zumindest jene mit Verbrenner-Antrieb. Von der EU diktierte Flottengrenzwerte lassen wenig Spielraum. Und bei den Stromern wagen sich die Fahrzeughersteller zaghaft heran – siehe z. B. Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce mit Torsen®-Sperrdifferential oder auch die Alpine A290. Der Grund, die Kundschaft muss bereit sein, für Sportlichkeit auf Reichweite zu verzichten. Wie beim Verbrenner, kommt auch beim Stromer Kraft von Kraftstoff – im übertragenen Sinne natürlich. Ein Hot-Hatch, ohne es proaktiv heraushängen zu lassen – der mir auch bis heute nachhaltig in Erinnerung geblieben ist, ist der CUPRA Born 58. Der ist, mit entsprechender Bereifung, krass gutmütig neutral ausgelegt. Kennt weder Unter- noch Übersteuern. Mitte 2026 kommt sein kleiner Bruder auf den Markt, der CUPRA Raval – benannt nach dem lebendigen Stadtteil Barcelonas. Er nutzt die neue MEB+-Plattform und setzt entgegen dem Born auf Frontantrieb. Ein Nachteil?

Mehr als ausreichend: 226 PS, 290 Nm

Ganz im Gegenteil. Zumindest im Falle des 226 PS starken Raval VZ, der sportlichsten Variante. Mir ist noch nicht klar wie es die Entwickler genau geschafft haben, aber das in zu ambitioniert angefahrenen Kurven gnadenlose Schieben über die Vorderräder haben sie vollends eliminiert. Noch hüllen sich die Ingenieure in Schweigen, verraten nur, dass am Differential an der Vorderachse Kupplungen sitzen, die die den Kraftschluss regeln. CUPRA nennt das elektronisches Differential. Gepaart mit „sportlichen Achsschenkeln“, so teilt es die Pressemittelung mit, und den aufgezogenen Bridgestone Turanza 6 ENLITEN, steht das dem CUPRA Born 58 in Sachen Agilität in nichts nach. Ganz im Gegenteil, die kleineren Abmessungen (4,05 m lang) samt etwas mehr Leistung und dem geringen Gewicht (mutmaßlich um die 1.500 kg) schreien förmlich nach der Teilnahme an einem Automobil-Slalom. Scheibenbremsen gibt’s hier rundum (der Born hat hinten Trommelbremsen). Motor und Umrichter sind übrigens in-house entwickelt.

Vieles noch geheim

Thema Umrichter aka Laden bzw. Akku: Ich habe alles gegeben um den Verantwortlichen in Martorell, Spanien, im Einzelverhör etwaige Daten zu Batteriegröße, Ladeleistungen, etc. zu entlocken. Ich bin jedoch par-excellence gescheitert. „Ich solle mich noch etwas gedulden.“ Gemeint ist bis zur Weltpremiere Ende Februar in Barcelona. Ich hoffe auf 130 bis 160 kW Ladeleistung, 25–26 min. von 10–80 % Ladezeit und knapp 50 kWh Batteriekapazität. Zur Reichweite gibt’s bereits grobe Angaben – vorbehaltlich der noch offenen Homologation. 400 km nach WLTP beim CUPRA Raval VZ mit den großen 19-Zöllern bzw. 450 km beim „zivilen“ CUPRA Raval. Wechselstrom wird auf jeden Fall mit mindestens 11 kW geladen, so viel verratet mir der voll belegte Ladeanschluss. Der sitzt vorne rechts, was ich als sehr praktisch erachte.

CUPRA Raval bietet viel Platz

Und der dort platzierte Ladeanschluss hat noch einen Vorteil: die gesamte Hochvolt-Technik versammelt sich unter der vorderen Motorhaube. Somit ist im Heck Platz für einen riesigen Kofferraum. Doch die exakten Daten hierzu sind ebenfalls noch ein Geheimnis. Ich tippe auf gut 450 Liter, was, ob der Fahrzeugklasse, enorm viel ist. Dafür gibt es angeblich keinen Frunk. Gesehen habe ich den nicht, ein Blick unter die Motorhaube wurde mir verwehrt. Immerhin durfte ich nicht nur auf dem Fahrersitz, sondern auch kurz in der zweiten Platznehmen. Und ich kann von erstaunlicher Geräumigkeit berichten. Es zwickt weder bei den Knien noch den Füßen oder dem Kopf. Das ist richtig gut. Vorne gibt’s zwei Displays. Eines für den Fahrer, vermutlich 10,25 Zoll groß und einen Infotainmentscreen in der Mitte.

Fazit

Der CUPRA Raval wird, vor allem als VZ, zum vielleicht sportlichsten Kleinwagen mit Elektroantrieb, wenn er dann im Sommer 2026 auf die Straßen rollt. Der Einstiegspreis für den Raval Entry soll bei ungefähr 26.000 Euro liegen. Was ein vollausgestatteter CUPRA Raval VZ Extreme kosten wird, ist schwer abzuschätzen. Hoffentlich weniger als ein gebrauchter Born VZ. Die Preisliste samt sämtlicher Homologationsdaten wird hoffentlich direkt mit der Weltpremiere Ende Februar veröffentlicht. Ich freue mich bereits auf ein Wiedersehen.

CUPRA Raval VZ Extreme 2026 first test drive review fahrbericht
Photo © Oleguer Serra Prats/Ula Serra
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