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Das Renault Kadjar Facelift im Test!

Genug Platz, genug Kraft, genügsamer Motor, fairer Preis und gerade eben aufgefrischt. Der Renault Kadjar ist ein Auto für alle, die es sich gerne leicht machen.

Renault Kadjar Blue dCi 150 4WD: Machs dir leicht!

Vier Jahre ist es her, seit der Renault Kadjar erstmals die Straßen unsicher gemacht hat. Jetzt hat der Franzose eine Überarbeitung bekommen. Dabei ist der Kühlergrill des 4,49 Meter langen Franzosen etwas breiter geworden und die Nebelscheinwerfer haben Chrom-Umrandungen bekommen. Es gibt bis zu 19 Zoll große Felgen und auch am Heck wurde der untere Part neu gestaltet.
Die Essenz des Fahrzeuges ist jedoch gleich geblieben: Solide in allen Disziplinen und keine Ausreißer, weder nach oben noch nach unten. Das zeigt sich zum Beispiel beim hier getesteten Top-Diesel. Der 1,8-Liter-Selbstzünder leistet 149 PS und leitet über ein manuelles Sechsgang-Getriebe (Automatik gibt es leider nicht) 340 Nm Drehmoment ab 1.750 U/min an alle vier Räder. Zumindest wenn man das möchte. Denn per Drehregler in der Mittelkonsole kann man beim Kadjar von reinem Frontantrieb auf „Auto“ schalten, und damit dem Fahrzeug selbst die Wahl der Achsen überlassen. Wem das zu wenig Kontrolle ist, dem bleibt noch die Option „Lock“, um so stets eine 50:50 Kraftverteilung bekommen.


Das Auto bleibt stets gutmütig, beschleunigt im besten Fall in 10,6 Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht bei 197 km/h seine maximale Geschwindigkeit.
Der Verbrauch pendelte sich im Test bei 6,5 Litern Diesel auf 100 Kilometer ein.

Nicht schlecht. Für wahre Begeisterung fehlen aber zum Beispiel eine Automatik oder mehr bzw. bessere Assistenzsysteme. Ein passiver Spurhalteassistent ist in der Topversion eines Mittelklasse-SUVs nicht mehr ganz zeitgemäß.

Der Renault Kadjar ist ein komfortables Fahrzeug…

Dennoch hat das Fahrzeug in der höchsten Ausstattungslinie „Black Edition“ im Innenraum einiges zu bieten: Viel Platz in beiden Reihen und maximal 1.478 Liter Ladevolumen, gut konturierte Alcantara-Sitze mit Sitzheizung, eine beheizbare Windschutzscheibe, eine schön klingende Soundanlage und ein beschleunigtes Betriebssystem für das Infotainmentsystem mit sieben Zoll großem Mitteldisplay.
Auch auf längeren Fahrten fühlt man sich im hier wohl und steigt ohne Rückenschmerzen wieder aus.

…zum fairen Preis

Und auch wenn der Renault Kadjar so ausgestattet nicht gerade ein Schnäppchen ist, ist der Preis nicht ungerechtfertigt. 38.890 Euro kostet der Top-Diesel mit Allradantrieb in der Black Edition. 715 Euro zahlt man noch für den Metallic Lack und 767 Euro für das Park-Premium-Paket für Handsfree Parking. So kommt man auf die 40.372 Euro des Testfahrzeugs und hat bis auf das Panorama-Glasdach (ebenfalls 715 €) alles dabei, was Renault beim Kadjar im Angebot hat. Ein gleich großer Hyundai Tucson mit etwas weniger Leistung, aber dafür Doppelkupplungsgetriebe, kostet etwa 6.000 Euro mehr.

Fazit

Der Renault Kadjar in der Black Edition ist ein Auto, bei dem man wenig falsch macht. Es bietet zwar nicht die technischen Raffinessen oder sportlichen Ambitionen anderer Fahrzeuge. Dafür bekommt man ein schön designtes Fahrzeug mit einem vernünftigen und sparsamen Antriebskonzept und den meisten Assistenzsystemen, die man im Alltag verwendet. Und das zu einem fairen Preis. Genau richtig für alle, die es sich beim Autokauf leicht machen wollen.

Christoph Adamek
Christoph Adamek Auto, Motorrad, Fotografie und Technik - und nirgends volle Punktezahl
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