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Der Ford Mondeo 2,0 Hybrid Turnier Vignale im Test!

Ford Mondeo Hybrid: Außen fesch, innen resch „Der Ford Mondeo – Ein Abbild von Eleganz“ heißt es auf der Seite von Ford, wenn man bei Google nach dem Mittelklassewagen sucht. Elegant ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, als fesch kann man ihn auf jeden Fall bezeichnen. Den Mondeo gibt es seit 1993 und seither tat …

Ford Mondeo Hybrid: Außen fesch, innen resch

„Der Ford Mondeo – Ein Abbild von Eleganz“ heißt es auf der Seite von Ford, wenn man bei Google nach dem Mittelklassewagen sucht. Elegant ist vielleicht ein bisschen hoch gegriffen, als fesch kann man ihn auf jeden Fall bezeichnen. Den Mondeo gibt es seit 1993 und seither tat er das, was der Sierra (1982–1993), der Taunus (1970–1982) oder gar der Ford P2 ab 1957 gemacht haben: Familien von A nach B zu bewegen. Die nunmehr 5. Generation des Mondeo versucht seit 2014 den Ahnen das Wasser zu reichen. Und wie schon geschrieben, optisch weiß er durchaus zu gefallen. Der 4,87 Meter lange Mondeo Turnier erinnert von vorne ein bisschen an einen Aston Martin, kommt an der Seite mit wenigen harten Kanten aus und schließt am Heck mit einem entzückend runden Popöchen ab.

Im Innenraum sieht es dagegen anders aus. „Willkommen in den 2000ern“, möchte man fast sagen. Das andere Hersteller bei ihren Flaggschiffen, und in gewisser Weise ist der Mondeo eines für Ford, deutlich fortschrittlicher sind, zeigt allein schon die Mittelkonsole. Schon der Fakt, dass es im Jahr 2020 einen CD-Player gibt, zeigt von leichter Veraltung. Man muss dem Mondeo fairerweise zu Gute halten, dass das Armaturenbrett übersichtlich ist. Dank der vielen Knöpfe findet man gewisse Einstellungen wie die der Klimaautomatik sofort und muss sich nicht durch zahllose Menüfenster im Touchscreen tippen. Ein Infotainmentsystem findet man im Mondeo zwar auch, doch bedarf auch das einer kleinen Auffrischung. So es nochmal einen Mondeo geben wird. Die Verarbeitung ist auf alle Fälle wertig und solide, das wenige Hartplastik stört kaum.

Hybrid Antrieb im Ford Mondeo: Geht das?

Ja, das geht. Und zwar recht gut. Unter der Haube werkelt zum einen ein 2,0 Liter Benziner mit 143 PS und ein E-Motor mit 120 PS. Die ergeben zusammen eine Systemleistung von 187 PS und 300 Nm Drehmoment. Der Elektromotor schiebt den knapp 1,7 Tonnen schweren Kombi gut voran, auch wenn die 9,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h sich recht gemächlich anhören. Das so mancher Papa sich mit den 187 km/h Spitzengeschwindigkeit nicht zufriedengeben wird, wird so manch Mama mit dem Satz: „So schnell kannst eh nirgends fahren“ zu Nichte machen. Recht hat sie. Chef-Filou Raphael hat ein Beschleunigungsvideo produziert:

Das Fahrgefühl ist ausgesprochen gut. Der Motor läuft leise vor sich hin und erledigt seine Arbeit ausgesprochen gut. Etwas laut sind dagegen die Windgeräusche. Ab 80 km/h wird es im Innenraum immer lauter. Die Bremse könnte etwas weniger teigig sein. Dafür könnte die Teigigkeit der Federung zukommen. Querrillen steckt der Mondeo Turnier nicht ganz so geschmeidig weg.

Hybrid-Kombi mit Platzproblem

Diese Zwischenüberschrift klingt schlimmer als es ist, doch muss man den Buckel im Kofferraum einfach erwähnen. Weil nämlich die Batterie für den Elektromotor unterm Kofferraum verbaut wurde, ist dieser deutlich kleiner geraten, als sonst beim normalen Ford Mondeo Turnier. In Zahlen passen in den Hybrid Mondeo 403 bis 1.506 Liter, in den normalen Mondeo Kombi 525 bis 1.630 Liter. Der Hybridantrieb bringt ein weiteres Platzproblem mit sich, das auf Kosten des Tanks geht. Während in den Dieselversionen (einen Benziner gibt es nicht) 60 Liter in den Tank passen, sind dies bei unserem arktis-weißen Hybriden nur 49. Da der Verbrauch aber ein wenig unter dem des Diesels liegt, sollten sich aber ähnliche Reichweiten ausgehen. Sofern man mit Sparsamkeit unterwegs ist. Im Test schaffte ich Sparefroh 5,8 Liter, Chef-Filou Raphael mit Bleifuß 6,3.

Das kostet der Ford Mondeo Hybrid

Zu haben ist der Ford Mondeo Turnier ab 35.300 Euro (Stand: Juli 2020). Dafür gibt es den 120 PS starken 2,0 Liter Diesel. Für den Ford Mondeo Hybrid Turnier werden mindestens 4.000 Euro mehr fällig. Wer sich die Topausstattung Vignale gönnen möchte, so wie mein Testwagen, legt mit allen wichtigen Extras 49.610 Euro hin. Für einen „sechs Jahre alten Kombi“ mit weniger Platz im Kofferraum, ein wenig viel.

Fazit

Der Ford Mondeo Hybrid Turnier ist immer noch ein fescher Vertreter seiner Klasse, überzeugt beim Verbrauch und beim angenehm flotten Vortrieb und dem Fahrkomfort. CD-Liebhaber finden wahrscheinlich eine unglaublich riesige Freude am vorhandenen Sony-CD-Player. Das der Hybridantrieb auf Kosten des Kofferraums und des Tanks geht, ist neben dem Preis leider das Problem des Mondeos. Dennoch freuen wir Filous uns schon auf die nächste Generation des Mondeos. So noch eine kommt.

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