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Kurztest Ford Kuga 2,0 EcoBlue mHEV ST-Line X

Ford hat beim neuen Kuga auch einen Diesel-Mildhybrid im Angebot. Aber lohnt sich das überhaupt?

Ford Kuga: SUV mit Diesel und Mildhybrid

Erst vor ein paar Wochen hatten wir den Ford Kuga mit dem 120 PS Diesel bei uns im Test. Mein Kollege Tizian hat bereits einen ausführlichen Bericht zu diesem Fahrzeug geschrieben – und ist auch den Zweiliter schon gefahren. Über den 502 Liter großen Kofferraum und die etwas zu kurzen Sitzflächen der Vordersitze. Über das schnelle Infotainmentsystem, das (mal abgesehen von der Musik) ausschließlich über den Touchscreen gesteuert wird und bei ausgeblendeten Schaltflächen manchmal Rätsel aufgibt.

Die B&O-Soundanlage hat er leider unerwähnt gelassen. Dabei leistet sie gute Arbeit und lädt zu lautem Musikhören ein. Und auf das 12,3 Zoll große, volldigitale Instrumentendisplay musste er leider verzichten. Erst ab der Ausstattungslinie ST-Line ist es serienmäßig im Kuga verbaut. Aber kommen wir zum wichtigsten Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Fahrzeugen.

2021 Ford Kuga 2.0 EcoBlue mHEV ST-Line X Display Fahrerinformation Digital

Ein 150 PS Motor im Ford Kuga

Im Test Kuga werkt ein 2-Liter-Turbodiesel mit 150 PS und 370 Nm maximalem Drehmoment. Dabei wird er von einem integrierten Startergenerator mit 16 PS und maximal 50 Nm unterstützt. So ein System kennt man unter anderem aus dem Suzuki Swift oder dem KIA Sportage. Beim Ford Kuga spürt man die zusätzliche Kraft am wenigsten – was wohl am schon von Haus aus hohen Drehmoment des Dieselmotors liegt.
Aber beim Verbrauch merkt man es. Während der 120 PS Diesel im Schnitt 6,4 Liter auf 100 km verbraucht hat, begnügte sich der stärkere Motor mit 6,1 Litern. Und das bei kälteren Temperaturen und spürbar besserem Durchzug. 9,6 Sekunden braucht der Kuga mit manuellem 6-Gang-Getriebe dann auf Tempo 100 und beschleunigt weiter bis 194 km/h. 12 Sekunden auf 100 km/h braucht der 120 PS Diesel. Wer die Unterschiede genau sehen möchte, kann dies in unserem Vergleichs-Tool tun.

Das Fahrwerk ist dabei auf der sportlichen Seite angesiedelt. In der zweiten Reihe ist es sogar zu straff – der Kuga ist schließlich kein Pick-up, dessen Blattfedern erst voll beladen nachgeben sollen.

So viel kostet der Ford Kuga mHEV

Preislich ist diese Version des Kuga für mich deutlich attraktiver als der getestete 1,5 Liter EcoBlue. Der Basispreis beträgt 40.000 Euro. Dazu kommen eine Anhänger-Vorbereitung (100 Euro), das Winter-Paket (500 Euro) und die Metallic-Lackierung (850 Euro). Damit ergibt sich ein  Gesamtpreis von 41.450 Euro. Für nur 1.600 Euro zusätzlich bekommt man gegenüber dem 1,5 Liter Modell also das stärkere, sparsamere Fahrzeug – mit digitalem Cockpit, aber ohne Automatik.

Fazit

Mit dem 150 PS Motor samt elektrischer Unterstützung kann mich der Kuga deutlich mehr überzeugen als mit dem 1,5-Liter Diesel. Mehr Power, weniger Verbrauch und nur ein etwas höherer Preis – das Paket stimmt hier. Bleibt nur der Fahrersitz als unangenehmer Zeitgenosse.

Christoph Adamek
Christoph Adamek Auto, Motorrad, Fotografie und Technik - und nirgends volle Punktezahl
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