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Mazda3 Sport G165 Revolution Top: Runde Sache!

Noch bevor Mazda Ende 2018 das freche Kodo-Design mit einem völlig neuen Mazda3 auf die nächste Ebene hebt, hat der Kompakt-Japaner dieses Frühjahr ein dezentes Lifting abbekommen. Doch auch Seat Leon und VW Golf wurden eben erst upgedatet. Bleibt der Mazda3 Sport auch als G165 Revolution Top ein Geheimtipp unter den Kompakten?

Das Mazda3 Facelift im Test!

„Upgedatet“ ist hier tatsächlich schon fast übertrieben ist. Wer die dezenten optischen und technischen Änderungen des 2017er Mazda3 überliefert haben will, dem lege ich folgendes Video von meinem Erstkontakt mit dem Mazda3 Facelift im Dezember 2016 nahe:

Somit kann ich hier kurz und knackig auf die Erfahrungen eingehen, die ich in meinem zweiwöchigen Rendezvous mit dem vollausgestatteten (Revolution Top) G165-Benziner in zum Ablecken schönem „Soul Rot Metallic“ (+620 €) machte.

Freund Otto erneut ernüchternd?

Lange war ich kein Freund der Benziner im Mazda3. Schuld daran war eigentlich nur der  2014 getestete G120-Benziner. Er lieferte zu wenig Power und nahm zu viel Sprit. Doch ist dies auch beim G165-Benziner der Fall?

Nach der ersten Tankfüllung schien es auch diesmal wieder so. Neun Liter, zum Glück nur ROZ 95, ergab meine Rechnung. Jedoch ist es mit der ersten Tankfüllung immer so eine Sache. Wer hat ihn davor wie voll angefüllt und wann den Kilometerzähler auf Null gestellt?

Die Bilanz der zweiten Füllung war mit errechneten 7,8 Litern schon erfreulicher – bei normaler Fahrweise wohlgemerkt. Doch trotz des verbauten 6-Gang-Getriebes kristallisierte sich auch hier wieder ein Fahrmodus heraus, bei dem der Japaner besonders durstig wurde: Autobahntempo.

„Auch hier wieder“ weil ich bereits damals, beim G120-Benziner, darüber berichtete. Wer nur im Ortsgebiet und auf Landstraßen unterwegs ist, wird sicherlich Werte unter sieben Liter je 100 Kilometer zustande bringen. Ich hab’s auch mit der zweiten Tankfüllung nicht hinbekommen und errechnete beim dritten Tankstopp wieder 7,8 Liter.

G-Vectoring – what the heck?!

Doch genug über die Trinksitten des angenehm leisen 2-Liter-Benziners. Wie sieht es mit dem Fahrverhalten des Mazda3 Sport aus? Unverändert. Denn selbst wenn jetzt auch im Kompakt-Japaner die intelligente Zündaussetzungssoftware G-Vectoring für smoothere Lastwechsel und agileres Einlenken sorgt, ohne direkten Vergleich werden die Unterschiede wohl nicht einmal einem Walter Röhrl auffallen.

Ausstattung & Qualität brauchbar?

Der Rest meines Test-Mazda3 zeigt die volle Bandbreite an Optionen: Feinste Ledersitze in pflegeaufwendigem Weiß (+200 €) mit hervorragendem Langstreckenkomfort; ein angenehm weit oben montierter Navi-Bildschirm (Navi-Funktion: +600 €), der leider immer noch nicht Touch-fähig ist; ein einwandfrei funktionierendes Keyless Go-System und Matrix-LED-Scheinwerfern, die beim Fernlicht astrein den Gegen- und vorausfahrenden Verkehr ausblenden, deren Abblendlicht dafür die Straße jedoch gerne etwas gleichmäßiger Ausleuchten dürfte.

Qualitativ hat das Facelift leider nicht überall zugelegt. Während die Mittelkonsole jetzt ordentlich versteift und verschraubt scheint, wirkt die Navi-Sockel-Umrandung bescheiden. Und wenn ich schon am Meckern bin: Induktives Smartphone-Laden hätte ich mir sehr gewünscht, dass kann die Konkurrenz nämlich mittlerweile nahezu flächendeckend.

Fazit

Der Mazda3 Sport muss trotz des sehr seichten Facelifts nicht den Vergleich mit seinen Konkurrenten scheuen. Wer viel Langstrecke fährt, wird vielleicht mit dem 150 PS starken Diesel mehr Freude haben als mit dem durstigen 2-Liter-Benziner. Die guten Platzverhältnisse und das überdurchschnittliche Ausstattungsniveau harmonieren gut mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. 29.990 Euro werden hierzulande für das Baureihen-Spitzenmodell verlangt. Mit Metallic-Lack und Navi sind’s 31.410 Flocken.
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