Subaru Outback 2.5i Premium im Test

Mit dem aktuellen Outback bietet Subaru einen durchaus komfortablen Langstreckenbegleiter, der seine Kerneigenschaften – den vom Start weg kräftigen Boxer und erhöhte Bodenfreiheit – und damit seine Bereitschaft aspahltierte Straßen auch mal zu verlassen, nie versteckt. Groß ist er sowieso.

Subaru Outback 2.5i Premium: Ein Fahrzeug für Outdoor-Begeisterte

Subaru steht für zwei verschiedene Autotypen, die hier in ihrer Reinstform fast schon ein wenig bockig bewahrt werden: Auf der einen Seite ist da der Impreza, ein eigentlich nicht sonderlich auffälliger Kompaktwagen, der als WRX STI international für Aufsehen sorgte und mit dem Subaru wiederholt die Konstrukteurs-Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Ein Wagen als klassischer Bubentraum, dem die meisten wohl nur auf Autoshows und in Rennspielen nahe kommen können. Und dann gibt es einige Modelle, die klar als Arbeitstiere definiert sind, Kombis, SUVs und wie beim Outback Mischformen, bei denen man vom Start weg an den Einsatz im Wald und in den Bergen denkt. Ein Fahrzeug für Förster und Outdoor-Begeisterte.

Der Outback fällt in genau diese Kategorie – auch wenn sich der Wagen in der Premium-Ausführung merkbar um hochwertiges Ambiente bemüht und neben Outdoor-Charme auch Wohlfühlfaktor aufkommen lässt. Wer will darf hier durchaus etwa an einen Volvo-Kombi denken – auch wenn der Subaru seine Kernwerte nie wirklich versteckt. Und spätestens beim ersten Druck auf das Gaspedal ist es da, das klassische Subaru-Feeling: Der bewährte 2,5-Liter Boxermotor mit 175 PS ist darauf getrimmt bei der sanftesten Berührung ein fast schon rohes Gefühl der vorhandenen Kraft zu vermitteln. Sowohl was den Sound betrifft, als auch den abrufbaren Vorwärtstrieb. Der permanente Allradantrieb sorgt dabei auch auf Schnee und Eis für entsprechende Traktion.

Durchaus komfortabel im Subaru Outback

Gerade in der Premium-Ausstattung ist der große Wagen, aber eben nicht nur ein Lasttier, sondern lädt – auf Überlandfahrten – durchaus zum entspannten Gleiten ein. Das Interieur setzt nicht auf Luxus, vermittelt aber Hochwertigkeit, die Sitze und der vorhandene Platz sorgen für Komfort. Und das auch auf der Rückbank. Wer will, kann den ebenen Kofferraum mit 559 Litern bequem vollfüllen, die Heckklappe öffnet und schließt dabei auf Knopfdruck.

Die Bedienung und die Menüführung klappen über Touchscreen und wenige Knöpfe tendenziell einfach. Im Zusammenspiel mit dem Tempomat und dem Eyesight genannten Sicherheitspaket liefert der Outback allerlei vorausschauende Sicherheitsoptionen. Dabei ist hervorzuheben, dass die Sicherheitswarnungen etwa beim Spurasisstenten im Gegensatz zu anderen Herstellern angenehm subtile Hinweise geben und einen als Fahrer nicht sofort in übertriebene Alarmbereitschaft versetzen.

Naheliegenderweise ist die Stadt nicht das ideale Gebiet für den Outback. Mit über 4,8 Metern Länge und 1,84 Metern Breite gehört er zwar nicht zu den absoluten Riesen – die Parkplatzsuche machen andere aber einfacher. Und dann ist da eben die sehr spontane Gasannahme – sanftes Anfahren im Stop-and-Go-Verkehr ist in diesem Wagen durchaus Gewöhnungssache. Und hier ist uns dann auch die Tempolimitierung abgegangen, die wir nicht gefunden haben oder die nicht vorhanden ist – der Tempomat allerdings schon. Denn es kann schon sehr leicht passieren, dass man mit dem Outback und seiner spontanan Gasannahme bei freier Bahn – nicht nur in der Stadt – deutlich schneller unterwegs ist, als man will. Und als es die erlaubte Geschwindigkeitsbegrenzung vorgibt.

Ausstattungsplus

Mit einem Preis von 41.990 Euro in der Premium-Ausstattung ist der Subaru Outback kein Schnäppchen, aber deutlich billiger als der Mitbewerb der deutschen und schwedischen Premiumkonkurrenz. Ein Kia Optima oder ein großer Franzose wären hier der richtige Vergleich, sie sprechen mit ihrer betonten Eleganz, aber eher andere Vorlieben an. Im Gegensatz zur schon sehr gut ausgestatteten Style-Edition, bietet die Premium-Variante unter anderem Ledersitze, 18-Zoll-Leichtmetalfelgen, ein Glasschiebedach oder auch ein Harman Kardon-Audiosystem mit 12 Lautsprechern.

Fazit

Der Subaru Outback ist ein Auto, das wohl die wenigsten wirklich häufig brauchen – wer aber wirklich im Gelände unterwegs ist und bei entsprechendem Feeling nicht auf Komfort verzichten will, ist hier genau richtig. Für alle anderen ist es gut, dass es solche Autos gibt und man ist froh, wenn man im Fall des Falles darauf zugreifen kann. Denn der Wagen bereitet Fahrfreude und gibt einem das Gefühl von Verlässlichkeit. Wer eine alternative zum SUV-Einheisbrei sucht, kann hier absolut fündig werden.