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Erstkontakt mit dem neuen Opel Mokka & Mokka-e!

Der zweite Corona-Lockdown verhinderte eine große Österreich-Premiere des neuen Opel Mokka und Mokka-e. Nur einige wenige heimische Medien bekamen im Opel Werk Wien Aspern exakt eine Stunde Zeit mit beiden Fahrzeugen. Wir geben Euch wieder, was Filou Tizian und mir in dieser kurzen Zeit aufgefallen ist.

Opel Mokka & Mokka-e: Eineiige Zwillinge!

Im Oktober 2012 startete die erste Generation (A) des Opel Mokka durch, bevor sie, vier Jahre später im September 2016, vom Facelift, nunmehr Mokka X genannt, abgelöst wurde. Ende März 2021, also nach weiteren viereinhalb Jahren, rollt die zweite Generation (B) des beliebten Kompakt-SUV auf unsere Straßen. Das X wurde wieder aus dem Namen gestrichen und auch sonst kein Stein auf dem anderen gelassen. Der Erstkontakt samt Sitzprobe im Opel Werk Wien Aspern.

Idente Optik und doch im Detail unterschiedlich

Bedeutend bulliger tritt der neue Opel Mokka in Erscheinung. Kein Wunder: Bei nahezu identem Radstand, ist der Mokka B (4,15 m) um satte 12,5 Zentimeter kürzer als sein Vorgänger Mokka A (4,28 m). Für Opel fällt er damit in das B-Segment, genauer gesagt zu den B-SUV, also den höhergelegten Kleinwagen.

Zum Vergleich: Der Corsa ist mit 4,06 Meter um neun Zentimeter kürzer und auch genau um neun Zentimeter niedriger als der neue Mokka. Diese Werte beziehen sich alle auf den Verbrenner-Mokka. Sein eineiiger Zwilling, der Elektro-Mokka – genannt Mokka-e – ist nämlich um einen Zentimeter höher (1,53 m). Und auch beim Radstand unterscheiden sich die beiden im Detail. Der Mokka-e hat 2.561 und der Mokka 2.557 Millimeter Platz zwischen den Achsen.

Was die beiden – im Gegensatz zum Corsa und Corsa-e – nicht unterscheidet: Der Platz im Kofferraum. Hier wie dort fasst er 350 Liter und damit bedeutend mehr als im Kleinwagenbruder Corsa (309 l) und Corsa-e (267 l). Was mich sogleich zum …

… Platzangebot bringt.

Wer unseren Vergleichstest von Peugeot 208 und Opel Corsa gelesen hat, der weiß, dass die Rückbank dieser Fahrzeugklasse für 1,93 Meter große Personen nicht unbedingt die erste Wahl sein sollte. Ähnlich sieht es auch im neuen Opel Mokka aus. Während die Kopffreiheit im Fond noch tadellos ist, schreien meine Knie aua. Vorne hingegen ist alles wunderbar. Die Sitze der getesteten Ausstattungsvarianten GS-Line und Ultimate sind zigfach verstellbar und bieten auf den ersten Blick guten Seitenhalt.

Apropos Ausstattungen: Fünf verschiedene Varianten werden angeboten – Mokka (Mokka-e), Edition (Edition-e), Elegance (Elegance-e), GS-Line (GS-Line-e) und Ultimate (Ultimate-e). Ja, man könnte also einen Opel Mokka-e Mokka-e ordern [;-)], aber zurück zu Wesentlicherem: Das Fahrerinformationsdisplay ist immer volldigital, also ein Monitor mit sieben Zoll Diagonale. Für Elegance und GS-Line gibt’s optional ein 12 Zoll großes Display, das bei Ultimate Serie ist. Ist das große Fahrerinfo-Display an Bord, gibt’s auch einen 10 Zoll großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Der hat ansonsten nur sieben Zoll.

Die Antriebe des Opel Mokka & Mokka-e

Hinter der neuen, fortan immerzu geschlossenen Front – Opel nennt es Opel Vizor – samt neuem Marken-Emblem und den optionalen Matrix-LED-Scheinwerfern, verrichten je nach Order ein Benziner in zwei Leistungsstufen, ein Diesel oder eben eine E-Maschine ihren Dienst. Die beiden angebotenen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner leisten 101 PS und 205 Nm bzw. 130 PS und 230 Nm, und sind serienmäßig an ein manuelles Sechsgang-Getriebe gekoppelt – wie auch der ebenfalls angebotene 110 PS starke 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel. Den stärkeren Benziner gibt’s auf Wunsch (+2.420 €) mit einer Achtstufen-Automatik. Der Elektromotor liefert im Sportmodus 136 PS und 260 Nm Drehmoment an die Vorderräder. Der Mokka-e ist mit neun Sekunden auch der schnellste aller Mokka im Spurt von Null auf Tempo 100.

Das Aufladen und die Reichweite des Opel Mokka-e

Bei der Technik greift auch der Opel Mokka-e auf den bereits mehrfach ausgezeichneten E-Achsantrieb von Vitesco Technologies zurück. Dieser – E-Motor, Getriebe und Leistungselektronik – bringt lediglich 80 Kilogramm auf die Waage. Das hilft dabei, das Leergewicht des Mokka-e bei niedrigen 1.600 Kilogramm zu halten. Damit wiegt er gut 300 Kilogramm mehr als seine Verbrenner-Brüder. Die sind übrigens um rund 120 Kilogramm leichter als ihre Vorgänger. Das hilft freilich beim Sprit sparen. Die Benziner sind mit 5,5 bis 6,0 Liter je 100 Kilometer nach WLTP angegeben, der Diesel mit 4,5 Liter – allesamt nach Euro 6d zertifiziert. Für den Mokka-e gibt Opel übrigens einen Verbrauch von 17,4 bis 17,8 kWh auf 100 Kilometer an, die Reichweite liegt im Schnitt bei 324 Kilometern. Aufgeladen werden kann die 50 kWh fassende Lithium-Ionen-Batterie des Elektro-Mokka serienmäßig mit 100 kW-Gleichstrom oder 7,4 kW-Wechselstrom über eine Phase. Weil das Laden zu Hause wesentlich schneller geht und des Wiederverkaufswerts wegen, sollte auf jeden Fall der dreiphasige 11 kW-OnBoard-Charger geordert werden. Der Aufpreis von rund 550 Euro hält sich dabei auch in Grenzen. So würde ich persönlich auch gleich das Matrix-LED-Licht (14 einzelne Segmente) ordern, also die (hoffentlich) „besseren“ Scheinwerfer (~+1.100 €). Dann ist man öfters mit Fernlicht unterwegs, ohne andere zu blenden – ein Sicherheitsgewinn.

Fazit

Mir gefällt er außerordentlich gut, der neue Opel Mokka und auch sein elektrischer Bruder der Opel Mokka-e. Und ich finde es toll, dass ihn die Rüsselsheimer nun im B-Segment positionieren. Damit könnten Sie ein großes Publikum ansprechen, wenn er dann Ende März auf unsere Straßen rollt. Bestellt werden kann er bereits zu Preisen ab 20.999 Euro. Der elektrifizierte Mokka kostet ab 34.439 Euro. Jetzt muss er sich nur noch dementsprechend fahren, aber auch davon bin ich überzeugt.

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