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Der Citroën C3: Top oder Flop?

Als Autoblogger freue ich mich oft auf die zu testenden Objekte. Exotische Sportler oder luxuriöse SUV stehen freilich ganz oben auf meiner Wunschliste. Doch mich hat es in den letzten Monaten unglaublich in den Händen gejuckt, den kleinen C3 von Citroën zu testen. Mein voller Ernst!

Finalement: Citroën C3

Der neue Citroën C3 ist frisch und frech, und ganz im Trend liegend, kann man ihn mit unzähligen Farbkombinationen individualisieren. Unzählig ist übertrieben, es sind genau 36 (eine Mischung aus neun Außenfarben, drei Dachfarben, zwei Airbumpfarben). Die Individualisierung der Fahrzeuge ist eben gerade bei Kleinwagen und Stadtflitzern ein wichtiger Faktor, auf den die Hersteller gerne eingehen.

Power in 3…2…1

Unser C3 zeigt sich in feurigem orange mit dem Zusatz „Power“. Bei 110 PS aus einem Dreizylinder Benziner kann man zwar nicht von einer Power-Rakete sprechen. Aber mit dem stärksten Aggregat, das der kleine Franzose im Angebot hat, bin ich gut ausgekommen, vor allem im Revier des C3, der Stadt. Nur auf Autobahnen tut sich das kleine Schnuckelchen manchmal schwer. Das merkt man auch am steigenden Verbrauch. Etwa sieben Liter auf 100 Kilometer brauchte der C3 bei 130 km/h. Auf der Landstraße pendelte der Verbrauch sich wieder bei etwa sechs Litern ein.

Hilfreich für einen niedrigeren Verbrauch auf der Autobahn wäre auch ein sechster Gang. So muss man eben mit fünf teigig zu schaltenden Gängen auskommen. Beim Konzernbruder Peugeot 208 fühlt sich die Schaltung deutlich knackiger an. Das zeigt in erster Linie aber nur, dass Citroën für Bequemlichkeit steht und Peugeot für Sport.

Das Spürt man cuh beim Fahrkomfort. Der C3 ist trotz seines kurzen Radstandes sogar so komfortabel, dass die 650 Kilometer nach Vorarlberg leicht abgespult werden konnten. Die Sitze geben zwar nur wenig Seitenhalt, sind dafür aber richtig weich und bequem.

Und sonst so?

Der Innenraum weist hie und da schon einige unschöne Hartkunststoffteile auf. Aber es fummelt ja nicht dauernd jemand am oberen Teil der Türverkleidung herum. Das Infotainmentsystem ist aus anderen Fahrzeugen des PSA Konzerns bekannt und leicht und intuitiv zu bedienen. Wie bei allen Ausstattungsvarianten fehlt auch in der Topversion „Shine“ das Navi. Es kann aber optional für 860 Euro bestellt werden. Wer trotzdem navigiert werden möchte, muss nur sein Smartphone mit dem Auto verbinden. Ihr kennt das vielleicht bereits aus anderen Kleinwagen, wie zum Beispiel aus dem Skoda Fabia.

Enttäuscht?

Nach der langen Phase der Vorfreude könnte man meinen, dass ich vom Citroën C3 jetzt etwas enttäuscht bin. Stimmt aber nicht. Ja, man kann sich heutzutage von Kleinwagen schon etwas mehr erwarten (zum Beispiel ein paar nette Assistenten), aber der Charme des C3 lässt einen darüber hinwegsehen. Außerdem fährt sich der bunte Flitzer ganz passabel, vor allem für einen Stadtflitzer. Auf den wichtigsten und coolsten Teil des C3 bin ich außerdem noch gar nicht eingegangen. Die Airbumps. Die haben ordentlich Hate kassiert, schon beim C4 Cactus. Deshalb kann man sie in Zukunft abbestellen. Ich fand die aber immer ziemlich nett und vor allem nützlich. Klar, die Tür mit voller Wucht an das Nachbarauto knallen muss man trotzdem nicht.

Fazit

Mag ich ihn nun, oder nicht? Wenn ich an meine Erlebnisse mit seinem Konzernbruder, dem Peugeot 208 denke, fehlt dem Citroën C3 einfach das Gewisse etwas. Die vielen Farbkombinationen, der schöne und übersichtliche Innenraum und der Fahrkomfort machen das aber teilweise wett. Ab 11.290 Euro ist der C3 zu haben. Für die Topausstattung (ohne Navi) verlangt Citroën 19.768 Euro.
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