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Das Mercedes-Benz E-Klasse 2020 Facelift

2016 ging die Mercedes-Benz E-Klasse in die 10. Generation. Vier Jahre später bekommt sie ihr Facelift, das einige Neuerungen bringt.

Mercedes-Benz E-Klasse Facelift: Dynamik, Klavierlack und neue Motoren

Die Mercedes-Benz E-Klasse ständig neu zu erfinden, ist sicherlich kein leichter Job. Seit 1946 läuft das gerne auch als „Herz der Marke“ bezeichnete Modell vom Band und muss in jeder Neuauflage überzeugen und begeistern. Beim neuesten Facelift soll dies mit einem dynamischeren Aussehen, gesteigertem Komfort und verbesserter Technik ermöglicht werden – also eigentlich eh wie immer. Außen geschieht dies durch mehr Chromteile, zum Beispiel beim vorderen Stoßfänger, und schon das Basismodell bekommt den Mercedes-Stern auf den Kühlergrill gesetzt. Noch deutlicher wird das Update bei den Lichtern. Vorne wie hinten bekommt die E-Klasse LED-Lichter mit einer neuen Lichtsignatur. Optional gibt es die Multibeam LED-Matrix-Scheinwerfer.

Das ist im Innenraum neu

Der Innenraum bekommt neue Farben und Materialien spendiert – und serienmäßig zwei 10,3-Zoll Bildschirme als Armaturenbrett und Mitteldisplay die über das MBUX per direktem Toch, Touchpad oder Stimme gesteuert werden können. Optional gibt es die beiden Displays auch mit 12,3 Zoll Diagonale. Und die Augmented Reality Funktion der Navigation kann man nun auch in der E-Klasse nutzen.
Die 10. Generation der E-Klasse hat einen ziemlichen Sprung beim Sitzkomfort gemacht, die Sitze wurden bequemer, besser konturiert und gleichzeitig kompakter. Mit dem Facelift wird nun die Energizing-Sitzkinetik präsentiert. Die Sitzkissen bewegen sich bei dieser Einstellung immer wieder um wenige Zentimeter und sorgen so für eine abwechslungsreiche Sitzhaltung während der Fahrt.

Um das Handy zu laden, gibt es eine Induktions-Ladeschale und einige USB-Stecker ausschließlich USB-C). Über einen USB-Stecker in der Mittelkonsole und über Bluetooth kann das Mobiltelefon mit dem Infotainmentsystem verbunden werden. Das optionale Burmester-Soundsystem ist nicht verändert worden und klingt immer noch ausgezeichnet.

Wie schon gesagt, ist das Lenkrad komplett überarbeitet worden. Statt Aluminium, wie in anderen aktuellen Mercedes-Modellen, gibt es jetzt jede Menge Klavierlack und die Wahl zwischen einem Lenkrad mit einer oder zwei Querspeichen auf jeder Seite. Dabei wurde auf dem Touch-Konzept der letzten Generation aufgebaut. Wie gut sich hier alle Funktionen steuern lassen, wird ein ausgiebiger Test zeigen. Durch die geringen haptischen Unterschiede könnte ich mir aber vorstellen, dass man immer wieder mal aufs Lenkrad schauen muss, um den richtigen Knopf zu finden. Praktisch sind dafür die kapazitiven Sensoren im Lenkrad. Beim teilautonomen Fahren wird die Berührung der Hand erkannt und man muss nicht mehr am Lenkrad ruckeln, um zu beweisen, dass man noch da ist.

Mercedes-Benz E300 de 4MATIC T-Modell // Mercedes-Benz E300 de 4MATIC Estate
Mercedes-Benz E 300 e 4MATIC

Fahrerassistenzsysteme in der E-Klasse

Apropos teilautonomes Fahren: Die überarbeitete E-Klasse bekommt natürlich alle Fahrerassistenzsysteme, die Mercedes gerade zu bieten hat. Der Aktive Geschwindigkeitslimit-Assistent passt das Tempo automatisch an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit an. Aber auch in Kurven, Kreisverkehren, Mautstellen und vor einem Stau wird das Tempo angepasst. Dort übernimmt der Aktive Stau-Assistent Gas, Bremse und Lenkung und der Lenk-Assistent hilft beim Bilden der Rettungsgasse.

Safety First bei Mercedes

Auch einen Schutz vor Vandalismus und Diebstahl führt Mercedes-Benz mit der E-Klasse ein. Der Urban Guard registriert über Sensoren, ob das Fahrzeug angerempelt, abgeschleppt oder ob gerade eingebrochen wird und meldet dies über die Mercedes-me App. So ähnlich kennen wir das bereits von Tesla.

Neue Motoren im Facelift

Mit dem Facelift findet mehr Elektrifizierung in die Motorenpalette Einzug. Es gibt einen Diesel- und einen Benzin-Plug-in-Hybrid als Limousine und T-Modell mit Heck oder Allradantrieb. Bisher gab es die PHEVs nur mit Heckantrieb.
Die Vierzylinder-Benziner werden zu Mildhybriden und arbeiten nun alle mit einem integrierten oder einem riemengetriebenen Startergenerator der 22 bzw. 14 PS zusätzlich liefert und das Fahrzeug rein elektrisch „segeln“ lassen kann.
Schließlich stehen noch ein Vier- und ein Sechszylinder Dieselmotor zur Auswahl. Bei den Benzinern reicht die Leistung also von 156 bis 367 PS (435 PS beim 53 AMG), bei den Dieselfahrzeugen von 160 bis 330 PS.

So viel kostet das E-Klasse Facelift

Wer eine neue Mercedes-Benz E-Klasse haben möchte, muss mindestens 56.480 Euro für den kleinsten Benziner oder 56.750 Euro für den kleinsten Diesel bereithalten. Der E 450 4MATIC kostet ab 79.110 Euro, der E 400 d 4MATIC 77.240 Euro. Für einen Plug-in-Hybriden werden mindestens 64.500 Euro fällig.

Die Fahrzeuge können seit Juni bestellt werden und rollen ab 12.8. zu den Händlern.

Christoph Adamek
Christoph Adamek Auto, Motorrad, Fotografie und Technik - und nirgends volle Punktezahl
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