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Omoda 9 PHEV: Günstiger als in Deutschland!

Colmobil, der israelische Importeur der beiden chinesischen Automarken OMODA und JAECOO, bringt das nächste Modell nach Österreich: den Omoda 9 PHEV. Ein 4,8 Meter langes Plug-in-SUV, das mit seiner Ausstattung, seinem Antrieb und seinem Preis überrascht. Erstkontakt in der Eventlocation Weitsicht am Cobenzl.

OMODA Omoda 9 PHEV: An Komplexität kaum zu übertreffen!

Egal wie gut oder schlecht der Omoda 9 PHEV ist: Wenn er hierzulande einfach mal 3.910 Euro günstiger ist als in Deutschland, dann erregt das meine Aufmerksamkeit. Was darf man sich von einem Plug-in-SUV um 48.990 Euro erwarten? Mein Erstkontakt bei der Österreich-Premiere in der Eventlocation Weitsicht am Cobenzl.

Omoda 9 PHEV Premium-Line – einzige Ausstattungsvariante

In Vollausstattung: Colmobil bringt das 4,78 Meter lange SUV OMODA Omoda 9 Plug-in Hybrid AWD in genau einer Ausstattungsvariante nach Österreich – als Premium-Line. Das Flaggschiff überzeugt beim Erstkontakt tatsächlich durch umfangreiche Ausstattung und gutes Platzangebot in Reihe eins und zwei. „You name it, it’s got it.“ Egal ob Massage- und Memorysitze, Sitzbelüftung, elektrische Lenkradverstellung, Head-up-Display, öffnendes Panorama-Glasdach, elektrisch verstellbare und beheizbare Rücksitzbank etc. – im Omoda 9 PHEV Premium-Line ist alles vorhanden. Dazu kommen technische Daten, die die meisten anderen ansteckbaren Hybride alt aussehen lassen. Denn allzu viele Plug-in-SUV mit großer, 34,5 kWh fassender Batterie und zugleich 70 Liter fassendem Tank gibt es nicht am Markt. Der Vorteil: Wer im Alltag brav ansteckt, kommt rein elektrisch laut WLTP bis zu 145 Kilometer weit. Und wenn es doch einmal in den Urlaub geht, dann sind selbst mit leerem Akku wohl rund 900 bis 1.000 Kilometer mit dem Verbrenner zurücklegbar.

Komplex, komplexer, Super-Hybrid-System

Fakt ist aber auch, dass OMODA mit seinem Super-Hybrid-System – kurz SHS, wie sie es nennen – reichlich Komplexität ins Auto bringt. Der 1,5 Liter kleine, turboaufgeladene Vierzylinder-Benziner (143 PS, 215 Nm; thermischer Wirkungsgrad: 44,5 %) wird an der Vorderachse von gleich zwei Elektromotoren unterstützt, die direkt am 3-Gang-Getriebe – von Omoda Dedicated Hybrid Transmission (DHT) genannt – sitzen. An der Hinterachse ist ein weiterer Elektromotor platziert. Die Leistungsdaten der einzelnen E-Maschinen? Unbekannt. Die elektrische Gesamtleistung beläuft sich auf 340 kW, also 462 PS, und 700 Newtonmeter maximales Drehmoment. Die Systemleistung ist mit unglaublichen 537 PS angegeben – vorausgesetzt, die Batterie ist nicht leer. Aufgeladen werden kann sie mit bis zu 70 kW Gleichstrom oder 6,6 kW Wechselstrom. Ersteres ist hervorragend, weil damit in etwa 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden kann. Doch die einphasige AC-Ladeleistung ist mau. Denn an der heimischen 11-kW-Wallbox lädt man aufgrund der Schieflastverordnung mit maximal 3,7 kW nach, was in Ladezeiten von etwa 10 Stunden (0–100 %) resultiert. Das mag kein großes Thema sein, weil der Akku im Alltag wohl kaum jeden Tag leer gefahren wird. Doch der „Ansteck-Mentalität“ trägt dies sicherlich nicht positiv bei. Vor allem: Wenn ich schon drei E-Maschinen und einen Verbrenner in ein SUV packe und es sogar mit DC-Lademöglichkeit ausstatte, dann muss doch auch ein dreiphasiger AC-Lader drin sein, oder?

Viel Platz im Omoda 9, aber kleiner Kofferraum!

Einen Preis zahlt man für die hohen Reichweiten dann aber doch: Der Kofferraum ist mit 471 Litern Volumen überschaubar. Zum Vergleich: Die Volumina der ähnlich langen Premium-Elektro-Konkurrenz (Q6, iX3, Macan, EX60, GLC …) liegen zwischen 520 und 570 Litern. Die Lehne der Rücksitzbank ist leider nur zweigeteilt umlegbar, dafür jedoch elektrisch verstellbar. Und das Platzangebot der zweiten Reihe ist enorm. Selbst wenn der Beifahrersitz vollständig nach hinten gefahren ist, habe ich (1,93 m groß) auf der Rücksitzbank mehr als genug Beinfreiheit. Überhaupt fühlt sich der Innenraum sehr geräumig an. Dazu trägt wohl nicht nur das riesige Glasdach (1,3 m²), sondern auch die Materialauswahl bei. Fein abgesteppte Kunstledersitze, schicke Fensterheber sowie Sitzverstellelemente – da kann wirklich keiner meckern. Außerdem gibt es echte Drehregler für die Klimaanlage.

Noch skeptisch?

Wer diesem neuen Fahrzeughersteller gegenüber nach wie vor skeptisch eingestellt ist, dem seien noch zwei Dinge gesagt: Der Mutterkonzern Chery Automobile gilt als der größte Autoexporteur Chinas, und die Fahrzeuggarantie beträgt satte sieben Jahre. Vertrieben werden OMODA-Modelle in Österreich aktuell von 24 Händlern. Bis Jahresende sollen es 40 sein. Einer Probefahrt sollte somit nichts im Wege stehen.

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Fazit

Der OMODA Omoda 9 Plug-in Hybrid AWD Premium-Line scheint ein stimmiges Fahrzeug zu sein. Er ist umfassend ausgestattet, technisch hochmodern, bietet – mit Ausnahme des Kofferraums – sehr gute Platzverhältnisse und ist preislich attraktiv. Wie viele der doch konservativen Österreicher sich schlussendlich darüber trauen, fast 50.000 Euro in ein hierzulande unbekanntes China-SUV zu stecken, wird sich zeigen. Ebenso, wie er sich fährt. Eine Probefahrt im April wird es zeigen.

2026 Omoda 9 PHEV Plug-in-Hybrid SHS Premium-Line Österreich Infos Daten Fakten Preis Test Review
Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Compliance-Hinweis: Dieser Artikel wurde vom Fahrzeug-Importeur monetär unterstützt.

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