Grand Tour mit dem Grand Tour: ein Österreich-Roadtrip mit dem Peugeot 308 SW GT

In meiner Kindheit fanden die meisten Sommerurlaube mit Papas Kombi statt. Meistens ging es dann in andere Bundesländer. Dieses Jahr unternahmen meine Freundin und ich eine Reise wie damals: Drei Wochen lang durch ganz Österreich. Das perfekte Auto für diese große Tour: der Peugeot 308 SW GT.

Von Wien nach Wien: einmal Österreich, hin und retour

(Gleich vorweg: es handelt sich hier um einen Reisebericht. Hier der ausführlichen Test zum Peugeot 308 SW GT.)

Montag, 30. Juli 2018. Pünktlich um 8 stehe ich beim Peugeot Händler in der Triester Straße. Die meisten würden ihren Urlaub mit lang ausschlafen beginnen. Aber mir geht’s da wie Niki Lauda: ich habe nichts zu verschenken. Vor allem wenn es um einen Roadtrip mit einem meiner geheimen Auto- Lieblingen geht:  dem Peugeot 308 SW GT. In Ultimate Rot steht er da und wartet nur darauf, durch ganz Österreich bewegt zu werden.

Eine halbe Stunde später haben meine Freundin und ich alles Nötige ins Auto gepackt. Der Kofferraum schluckt zwischen 610 und 1.660 Liter, 400 davon haben wir locker vollbekommen. Die erste Station des Tages lautet Salzburg. Mit kurzer Pause erreichen wir die Mozartstadt am frühen Nachmittag. Den Rest des Tages verbringen wir damit, zu Fuß die Gegend zu erkunden und in der Altstadt schön Essen zu gehen. Der Beginn des Roadtrips muss ja auch gefeiert werden.

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Nachdem der 308er Kombi nur auf der Autobahn unterwegs war, wird es am zweiten Tag Zeit, dass wir Land- und Bergstraßen befahren. Auf dem Weg zu den Gosauseen zeigt der sympathische Franzose, was einen echten GT ausmacht. Sportlich und bequem bringt er uns zum wunderschönen Panorama im Süden Salzburgs.  180 Diesel PS ziehen ordentlich, wenn der Fuß auf das Gas drückt. Das Drehmoment liegt bei 400 Nm und das merkt man auch. Vor allem, weil dann das Gepäck im Kofferraum durchgeschüttelt wird.

Nach einer kleinen Bootstour und einer Wanderung rund um die drei Seen, halten wir es nicht mehr aus: es ist so heiß, dass wir in den ersten, den größtem der drei glasklaren Seen, springen. Die Abkühlung tut gut und hätte auch dem Peugeot gut getan, der die ganze Zeit über  in der prallen Sonne stand. Dass ich auch vergessen habe, die Jalousie des Glasdaches zuzumachen, spielt da auch keine große Rolle mehr. Die Sportsitze sind zur Freude meiner attraktiven Beifahrerin und mir auch noch schwarz.

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Kleine Zeitreise in Kaprun

Nach dem kurzem Badestop machen wir uns weiter auf den Weg zur nächsten Unterkunft. Von hieraus geht es am nächsten Tag zum Oldtimermuseum in Kaprun. Neben einem originalen Waggon des Wiener Riesenrads steht im kühlen Keller ein blauer Peugeot. Genauer: ein Peugeot 201 aus dem Jahre 1929.  Daneben steht ein seltener Citroen Rosalie, laut Aushang der einzige in Österreich. vis-à-vis ist noch eine DS zu sehen.

Der Eintritt ins Museum kostet für uns beide 18,80 Euro. Für das Angebot ein angemessener Preis. Nach der geschnupperten Museumluft zieht es uns in die Natur. Die Golden Gate Brücke der Alpen lockt uns nach Saalbach Hinterglemm. Groß und rot erstreckt sich die Hängebrücke über einen kleinen Fluß. Am höchsten Punkt geht man 42 Meter über der Erde. Auf der anderen Seite der Brücke erwartet uns der Baumzipfelweg. Die grüne Zwergenmütze ist Pflicht. Wie sehr ich mich darüber gefreut habe, seht ihr ja hier.

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Die Brücke und der Baumzipfelweg sind, vor allem für Familien, einen Besuch wert. Offen hat die Golden Gate der Alpen das ganze Jahr über. Der Eintritt kostet 7 Euro. Die Mützen sind (leider [:-)]) inbegriffen.

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Am nächsten Tag soll es Richtung Deutschland gehen. Die Gegend rund um Innsbruck kommt mir plötzlich sehr vertraut vor. Als ich früher mit dem Zug von Vorarlberg nach Wien fuhr, habe ich hier beim Rausschauen aus dem Railjet immer ein amerikanisches Diner gesehen. Kurz meine hübsche Copilotin gefragt, ob sie mal „Oilers 69“ googeln könne. Siehe da, es ist ganz in der Nähe. Weil ein Burger auch im vollsten Bauch noch Platz hat, fahren wir bei der nächsten Ausfahrt ab und besuchen das wohl coolste Lokal Tirols. Das Innere der alten Tankstelle ist sehr stilvoll eingerichtet, alte Radkappen, Verkehrszeichen und Sammelschilder hängen an den Wänden. Richtig gemütlich. Auch draußen stehen schöne Designstücke: ein kleiner Autofriedhof mit US-Cars der 50er Jahre. Mein liebstes Stück, der Edsel von 1959. Der Burger ist nicht nur ausgesprochen gut sondern füllt auch ordentlich. Abendessen brauchen wir keines mehr. Spät am Abend kommen wir, nach einigem im-Stau-stehen in der Tiroler Gemiende Reutte an.

Hoch hinaus auf der highline179

Die Hängebrücken lassen uns nicht los. Über die Fernpassstraße B 179, verläuft eine Seilbrücke, die ihren Namen der Straße darunter verdankt: die „highline179“. Nach kurzer Wanderung stehen wir oben vor einem Drehkreuz. Dort muss das Ticket (8 € für Personen ab 15, Kinder von 4 bis 14 5 €) gescannt werden. Hier wird gezählt, wie viele Personen sich auf der Brücke befinden. Maximal 500 dürfen es gleichzeitig sein, auch wenn die Brücke das doppelte aushalten würde.

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Das Überqueren der 406 Meter langen Brücke ist schwieriger als erwartet. Weil so viele Leute gleichzeitig drauf sind, wackelt die Seilbrücke wild. Man wird fast hin- und hergeworfen. Leute mit Höhenangst erleben hier Konfrontationstherapie zum günstigen Preis. Dafür wird man am anderen Ende mit einer grandiosen Aussicht belohnt.

Nächster Halt: Mittelschwaben und Allgäu

Nach ereignisreichen Tagen mit vielen Brücken buchen wir uns ein Airbnb in Bad Waldsee, Baden-Württemberg. Drei Tage sind wir in diesem schönen Kurort. Am ersten davon erkunden wir die schöne Altstadt. Die hat neben dem Spätzlemuseum auch einen netten kleinen See zu bieten, an dem auch das städtische Freibad liegt.  Kurz um: ein perfekter Ort um einfach mal eine Auszeit zu nehmen und sich in unserem Fall, eine Roadtrip Pause zu gönnen. Wir passen uns dem ruhigen Leben im Ort an und verzichten auf großartige Action. Also bis auf unseren Besuch im Skyline Park. Nein, dort gibt’s keine Nissans zum Rumheizen. Es ist vielmehr eine Art Prater, bei dem man den Eintritt beim Eingang ins Gelände bezahlt und dann mit allen Fahrgeschäften und Attraktionen so oft wie möglich fahren kann. Die Attraktionen reichen von Kinderkarussell über Achterbahnen bis hin zum Hochgeschwindigkeits Sky Dragster. Der Eintritt kostet für Besucher ab 150 Zentimeter Körpergröße 28 Euro, für Besucher mit 110 bis 150 Zentimeter 23 Euro und Kinder unter 110 Zentimeter haben freien Eintritt, dürfen aber nicht mit allem fahren.

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Meine alte Heimat: Vorarlberg

Die nächste Woche verbringen wir in Vorarlberg. Außer einem schönen Aufenthalt bei meiner Familie, über den es nichts wirklich Aufregendes zu berichten gibt, waren wir auch noch auf dem Pfänder Wandern. So wie es sich gehört wenn im „Ländle“ Urlaub gemacht wird.

Zum Abschluss der Vorarlberg-Etappe. Ging es für uns noch zum Lünersee. Der Stausee liegt auf etwa 1.970 Meter. Unsere Bleibe lag aber noch 415 Meter weiter oben. Auf 2.385 Metern wartete die Totalphütte auf uns. Der Ausblick auf den türkisen See, die Berge, die an den Spitzen schon mit Schnee bestäubt waren… ein sagenhaftes Erlebnis. Weil Bilder aber mehr als 1000 Worte sagen…

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Auf der Rennstrecke der Alpen mit dem Peugeot 308 SW GT

Nach Almfeeling ohne Auto, wurde es Zeit den Löwen wieder auf der freien Wildbahn auszufahren. Auf dem Weg in die Steiermark machten wir Halt in Ischgl. Von dort aus haben wir einen Nachmittag auf der Silvretta Hochalpenstraße verbracht. Das Wetter war nicht besonders gut, aber immerhin waren wenig Motorradfahrer unterwegs und deshalb mehr Platz für den Peugeot 308 SW GT. 180 PS, die beim Dieselaggregat im unteren Drehzahlbereich sofort verfügbar sind, machen  extrem viel Spaß. Dank Sportknopf wird auch die Lenkung direkter. Den „Fake-Sound“ aus den Lautsprechern mögen einige peinlich finden, ich mag’s irgendwie.

Generell ist zu erwähnen, dass der 308 Kombi die perfekte Art zu reisen war. Er hat uns nicht einmal im Stich gelassen, hatte Platz ohne Ende und war mit knapp über 7 Litern sehr genügsam. Zwar waren wir das meiste davon auf der Autobahn unterwegs, aber das ist eben Urlaub mit dem Auto.

Fazit

In einer kleinen Hütte am Sulmsee in der Steiermark, verbrachten wir die letzten Tage unserer Reise. Dort haben wir nicht nur gebadet, sondern auch über die vergangenen Tage nachgedacht. Österreich ist unglaublich schön und es gibt in jeder Ecke etwas Spannendes zu entdecken. Auch ein Besuch bei den deutschen Nachbarn lohnt sich. Und mit dem Peugeot 308 SW GT (Testwagenpreis: 42.181 Euro) ist man perfekt ausgestattet. 3.550 Kilometer später heißt es in der Triesterstraße Abschied nehmen. Ohne Rücken- aber dafür mit Abschiedsschmerzen.