Der Subaru XV 1,6 Style Navi im Test

Subaru hat seinem Einstiegs-SUV für die zweite Lebenshälfte ein Facelift verpasst. So aufgehübscht soll der Japaner gegen die deutsche Konkurrenz à la VW T-Roc, BMW X1 und KIA Stonic antreten. Kann er da mithalten?

Subaru XV – Dein hemdsärmeliger Begleiter

Subaru verfolgt mit seinem SUV im Offroad-Look ein anderes Ziel als die meisten Konkurrenten. Statt nur einen Holzfäller-Hemd zu tragen, ist der XV tatsächlich dafür gedacht auch mal eine Schotterstraße oder einen Forstweg entlangzuheizen. Daher ist der Allradantrieb beim Subaru XV auch Pflicht, genau so wie das CVT-Getriebe, das die Kraft des Motors an die Räder weiterleitet.
Eventuell muss man das „Heizen“ hier ein bisschen relativieren. Denn der XV kommt mit demselben 114 PS starken 1,6-Liter Boxermotor, den wir auch schon aus dem Impreza kennen. Da wie dort zeigt sich der Benziner beim Anfahren von seiner spritzigen Seite, wird aber schnell auf den Boden der Realität zurückgeholt. Maximal 150 Nm Drehmoment zerren an der Kurbelwelle und machen den XV damit zu einem treuen und gutmütigen, aber vortriebsmäßig eher langweiligen Gesellen. Der durchschnittliche Verbrauch von 8,2 Liter auf 100 Kilometer sollte da eigentlich etwas niedriger liegen. Immerhin: Für alle, die mehr Power wollen, gibt es den XV auch noch mit einem 2-Liter Benziner mit 156 PS (freilich ebenfalls ein Boxermotor).

Ab „Style“ punktet der Subaru XV mit vielen Extras

Sieht man jedoch von der Leistung ab, hat der Subaru einiges zu bieten: Ein gut ausgewogenes Fahrwerk, das seine Sache sowohl auf der Autobahn als auch am Feldweg gut macht. Serienmäßiges LED-Licht (ab Style), 2-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera, ein Infotainment, das sich per NFC mit dem Handy verbinden lässt (das spart die manchmal lästige Sucherei), den X-Mode Offroad-Assistent mit Bergabfahrhilfe und Subaru EyeSight, das für jede Ausstattungsvariante serienmäßig ist und einen aktiven Spurhalteassistenten, eine adaptive Abstandsregelung, einen Notbremsassistenten und einen Anfahrassistenten mitbringt.
Dessen Aktivität kann man auf den bekannten zwei Displays in der Mittelkonsole beobachten, auf denen man sich auch, je nach Wunsch, Musik, Navi, Bordcomputer und Fahrzeugdaten anzeigen lassen kann (manches davon ist nur auf einem der Displays anzeigbar). Apple CarPlay und Android Auto funktionieren übrigens auch.
Dazu gibt’s ausreichend Platz für alle Passagiere – außer am Mittelsitz im Fond – und einen 385–1.310 Liter großen Kofferraum. Gemeinsam mit dem verbauten Hartplastik und den Sitzen mit Kontrastnähten versprüht der XV richtiges Schweizer-Taschenmesser-Flair. Schade, dass er bei uns so ein Nischendasein fristet, während er sich in den USA als Crosstek gut verkauft.

So viel kostet der Subaru XV 1,6 Style Navi

Am Preis dürfte das jedoch nicht liegen, denn der XV steht ab 24.370 Euro in der Preisliste. Viele der Extras gibt es allerdings erst in der 26.400 Euro teuren Style Ausstattung. Style Navi bietet dann noch Keyless-Go, Rear Vehicle Detection (zum Beispiel beim Ausparken) und, wie der Name schon sagt, das Navigationssystem für 2.060 Euro zusätzlich. Legt man jetzt noch einmal 652 Euro für den Metallic Lack dazu kommt man auf die 29.082 Euro, die unser Testwagen kostet. Das ist dann zwar kein Schnäppchen mehr, angesichts von Allradantrieb und Automatik (ob man will oder nicht) jedoch angemessen. Ein ähnlich starker Dieselmotor würde wohl die 13 Prozent NoVA etwas drücken können und in unseren Breiten die Verkäufe ankurbeln.

Fazit

Subaru hat hierzulande nicht übermäßig viele Kunden. Aber dafür sind die Bestandskunden, laut Subaru, besonders zufrieden und treu. Das kann man nach dem Test des hemdsärmeligen Alleskönners auch verstehen. Bloß die 114 PS des Motors werden dem Fahrzeug nicht gerecht.