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Suzuki Swift 1.0 DITC SHVS: Der Mildhybrid im Test!

Im Suzuki Swift ergänzen sich ein aufgeladener Einliter-Dreizylinder und ein 2,3 kW starker Riemenstartergenerator zu einem Mildhybrid. Klingt spannend und fährt sich super.

Suzuki Swift: Sparsam aber nicht spaßarm

Ihr wisst nicht, wie lange ich schon darauf gewartet habe, diese Überschrift endlich verwenden zu können. Aber sie musste natürlich auch zum Auto passen. Und wie es so oft im Leben und eben auch bei Autos ist: Die vernünftigen Dinge machen leider oft nicht besonders viel Spaß.

Der Suzuki Swift 1.0 DITC SHVS ist da eine willkommene Ausnahme! Ja gut, im Innenraum dominiert ein Haufen Hartplastik, das manchmal knarzt und beim Fahren kommt kein gediegenes Premiumgefühl auf. Aber dieses 916 kg leichte Springinkerl meistert den Spagat aus kleiner Kurvensau und asketischem Trinker wie kaum ein anderer. Damit ihr euch was drunter vorstellen könnt, hab ich Zahlen mitgebracht.

So viel Power hat der Suzuki Swift 1.0

112 PS leistet der Benziner des Suzuki Swift und 170 Nm maximales Drehoment zerren zwischen 2.000 und 3.500 U/min an der Vorderachse. Ist man in einem anderen Drehzahlbereich und liefert der Verbrenner daher weniger Drehmoment, legt ein 2,3 kW-Startergenerator nochmal bis zu 50 Nm dazu. Allerdings maximal 30 Sekunden lang, nur wenn die Geschwindigkeit über 5 km/h und die Drehzahl unter 3.900 U/min ist und 170 Nm Gesamtdrehmoment werden dabei auch nie überschritten.

Wirklich spüren kann man den Moment, in dem der Elektroantrieb einsetzt, daher nicht. Erwartet euch also keinen Turboboost durch den Startergenerator. Dennoch können sich die Daten sehen lassen: Das Zusammenspiel der Motoren reicht für einen Sprint von null auf 100 km/h in 10,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 195 km/h. Das wirkt am Papier nicht besonders spektakulär, fährt sich aber ganz ordentlich.

Der wahre Vorteil des Systems ist aber der geringe Verbrauch. Im Schnitt gingen 5,1 Liter Super für 100 km drauf. Staufreie Etappen auf der Autobahn oder der Landstraße meisterte der Swift sogar mit 4,7 Litern. Und das ohne besondere Schonung des Gaspedals. Für einen Benzinmotor ist das in meinen Augen sehr beachtlich. Da schafft man es sogar mit dem Mini-Tank von 37 Litern 700 Kilometer ohne Zwischenstopp abzuspulen.
Manche wünschen sich noch einen 6. Gang für das manuelle Getriebe. Für mich reicht der lang übersetzte 5. Gang aber aus – insbesondere wenn man auch so einen niedrigen Verbrauch realisieren kann.

Das Infotainment kannte ich schon vom Test des Suzuki SX4 S-Cross. Die Bedienung der vier Felder funktioniert schnell und intuitiv. Nur ein Drehregler für die Lautstärker der mittelmäßigen Soundanlage wäre noch nett gewesen. Als Fahrer kann man aber auf die Lenkradtasten ausweichen. Das Armaturenbrett ist aufgeräumt und auch die Klimaanlage leistet sich keine Fehler.

Die Sitze sind für meinen Geschmack ein bisschen zu weich. Überhaupt könnte das ganze Fahrzeug ein bisschen härter bzw. sportlicher sein. Ein guter Deal wäre ein Sport-Knopf, wie ihn zum Beispiel der MINI hat. Vermutlich heben sich die Japaner die sportliche Auslegung aber einfach für den Swift Sport auf.

Suzuki Swift 1.0 flash: ab 17.990 Euro

Entscheidet man sich für den 1.0-Liter Mildhybrid, lässt Suzuki einem keine Wahl bei der Ausstattung. Man kann nur „flash“ und damit die höchste Ausstattungslinie nehmen. Alufelgen, elektrische Fensterheber, Start-Stopp-Automatik, LED-Scheinwerfer und diverse Assistenten sowie das Infotainmentsystem mit Navi und sechs Lautsprechern sind da schon dabei. Wer unbedingt noch ein bisschen mehr ausgeben möchte, kann sich für 390 Euro eine Pearl- oder Metallic-Lackierung gönnen. Dann kommt man auf die 18.380 Euro unseres Testwagens. Ein faires Angebot für einen gut ausgestatteten Swift.

Fazit

Der Suzuki Swift war für mich bisher nur als „Sport“ ein ansprechendes Fahrzeug. Mit dem 1.0-Liter Motor, der Spaß beim Fahren und an der Zapfsäule macht, ändert sich das. Hut ab, wie Suzuki das hinbekommen hat. Wer mehr Wert auf Spaß und Sparsamkeit als auf ein luxuriöses Interieur legt, ist hier genau richtig.
Christoph Adamek
Christoph Adamek Auto, Motorrad, Fotografie und Technik - und nirgends volle Punktezahl
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