Der Suzuki SX4 S-Cross 1,0 2WD shine im Test!

Es ist immer wieder interessant ein vermeintlich seltenes Testfahrzeug zu bewegen und dann doch draufzukommen, dass es gar nicht in so geringen Dosen unterwegs ist, wie angenommen. So ging es mir zuletzt mit dem unscheinbar auftretenden Suzuki SX4 S-Cross.

2017 Suzuki SX4 S-Cross: Preis-Leistungs-Sieger!

„Unscheinbar“, weil er in der aktuellen Ausführung wunderbar ins zeitgenössische Fahrzeugdesign passt. Vergessen sind die alte, zu tief liegende Front des Vor-Facelifts von 2013 sowie dessen Heckleuchten mit Nissan Qashqai-Verwechslungsgefahr. In gut gewählten Metallic-Lack gehüllt (z.B. Canyon Brown Pearl Metallic f. 490 €), zeigt sich der Hochbein-Japaner sogar von einer etwas noblen Seite.

Leider kein 6. Gang!

Die „X“ und „Cross“ im Namen täuschen übrigens. Das Test-SUV verfügt weder über Allradantrieb noch über gesperrte Achsen. Macht aber nichts, der neue Turbo-Dreizylinder ist so fein abgestimmt, dass im Alltag der Frontantrieb allemal ausreicht. 112 PS und 170 Nm Drehmoment liefert das 998 Kubik kleine Aggregat. Überraschend: Für einen Dreiender bleibt der Benziner über das gesamte Drehzahlband hinweg ausgesprochen leise.

Schon lange ließ sich kein handgeschalteter Testwagen so smooth fahren wie der SX4. Die Kupplung könnte ein 12-jähriger auf Anhieb bedienen und die leider nur fünfgängige Handschaltung rastet quasi von selbst ein.

Ein sechster Gang hätte sicherlich den Verbrauch noch etwas nach unten gedrückt. Bei über weite Strecken unaufgeregter Fahrweise gönnte sich der Test-Suzuki 6,7 Liter Super auf 100 Kilometer. Etwas zu viel für meinen Geschmack. Fünf Liter sollten’s laut Werk und NEFZ sein.

Trügt der Shine [;-)]?

Damit war’s dass aber auch schon wieder mit dem Meckern. Sonst leistet sich der SX4 S-Cross keine Schnitzer. Ja, selbst die getestete, mittlere Ausstattung „Shine“ zeigt was sie kann. Sie beinhaltet eigentlich alles was man braucht: LED-Scheinwerfer, Keyless Go, Sitzheizung, Klimaautomatik, Rückfahrkamera, elektrisch einklappbare Außenspiegel (leider gnadenlos an die Zündung gekoppelt), … Alles lässt sich tadellos bedienen oder ablesen.

Auch die Platzverhältnisse gehen für die Außenlänge von 4,3 Meter völlig in Ordnung. Überraschungseffekt beim Daten checken: Der Bruder Vitara ist um 12,5 Zentimeter kürzer. Der Kofferraum des SX4 S-Cross schluckt stattliche 440 bis 1.269 Liter.

Und auch der Preis stimmt. Wer auf den komfortablen Sitzen eines 2017er Suzuki SX4 S-Cross 1,0 2WD shine Platz nehmen möchte, legt unverhandelte 19.790 Euro ab. Wer stärker motorisiert sein will, greift zum 120-PS-Diesel (ab 25.290 €) oder 140-PS-Benziner (ab 23.290 €).

Fazit

Im Verkehr mag der Suzuki SX4 S-Cross selbst als fesches Facelift unauffällig mitschwimmen, Preis-Leistungs-technisch sticht das Nippon-SUV aber positiv aus der Masse. Über die Haptik will ich mich nicht übermäßig auslassen, vor allem weil das hervorragende Fahrverhalten einiges wettmacht. Den 112-PS-Dreizylinder kann ich ohne Bedenken empfehlen – zumindest für frontangetriebene SX4 S-Cross die sich nicht allzu häufig auf der Autobahn wiederfinden. Und wer Bedenken bezüglich Dauerhaltbarkeit hat, für den sei hier auch noch die 5-Jahres-Garantie erwähnt.