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Volvo V60 Inscription T6 AWD: Fast perfekt im Test!

Volvo steht, wie keine andere Marke, für Kombinationskraftwagen. Im Mittelklasse-Segment wird dem Skandinavien-Fan der V60 angeboten. Und genau den haben wir getestet, mit bärenstarkem T6-Aggregat, Achtgang-Automatik und Allrad-Antrieb.

Volvo V60 Inscription T6 AWD: V wie viel!

Der Erfolg von Volvo ist ungebrochen. Wenn nicht seit der Geely-Übernahme in 2010, dann seit der Einführung des aktuellen XC90 in 2015. Elegantes Design gepaart mit moderner Sicherheits- und Antriebstechnik bringt die Schweden zurück zur konkurrenzfähigen Alternative deutscher Premium-Fahrzeuge.

Auf das große SUV XC90 und dessen Kombi-Ableger V90, folgten der XC60 und im vergangenen Jahr der V60. Der Mittelklassekombi glänzt mit Schlichtheit. Die Karosserie zieht sich skandinavisch spartanisch um die „Thors-Hammer“ genannten LED-Scheinwerfer. Das Heck ist dank hoher L-förmiger Leuchten unverkennbar.

Das Übermaß an Ebenmaß der Karosserie setzt sich im Interieur fort. Eleganz durch Reduktion. Das aufrecht stehende Touch-Display übernimmt nicht nur Navigation und Radiofunktion, sondern auch die Klimaanlagen-Regelung. Dass dies nicht optimal ist, habe nicht nur ich schon mehrmals ausgeführt. Im System des V60 scheint aber nun ein neuer Prozessor zu arbeiten, der deutlich schneller reagiert als in den bisherigen Modellen. Über das große Display werden auch die unzähligen Assistenzsysteme akti- beziehungsweise deaktiviert.

Viel Schub

Obwohl große 19-Zöller am Test-V60 montiert sind, rollt er leise und komfortabel ab. Selbst bei 140 km/h und mehr sind längere Fahrten Tinitus-frei überstehbar. Dabei fällt mir auch auf, dass Geschwindigkeiten im V60 geringer als in anderen Fahrzeugen wirken. 140 km/h fühlen sich eher nach 100 oder 110 km/h an. Dem Geldbeutel tut dies freilich nicht gut.

11,7 Liter Druchschnittsverbrauch errechnete ich nach mehrmaligen Tankstopps für je 100 Kilometer. Neun oder gar acht Liter Verbrauch bekäme man sicherlich hin. Doch zaghaft war ich während der beiden Testwochen sicherlich nicht unterwegs. Stets gut beladen und mit schwerem Gasfuß.

Der äußerst gut am Gas hängende Vierzylinder-Benziner schiebt einfach zu jeder Zeit böse an. 310 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment lässt er frei. Dank Allradantrieb ist Schlupf ein Fremdwort. In Zahlen heißt das 5,8 Sekunden bis 100 km/h und abgeriegelt wird bei 250 km/h. Kraft ist in derartigem Überfluss vorhanden, dass es keine Rolle spielt, was man alles mitnehmen will. Denn für Kind und Kegel ist im Volvo V60 mehr als genug Platz.

Viel Platz

Hobby-Spediteure werden sich über die niedrige Ladekante und die angegebenen 529 Liter Volumen freuen. Wird aus dem Kofferraum eine Laderaum, sind’s bis zu 1.441 Liter die hineinpassen. Die Zuladung liegt übrigens bei knapp 500 Kilogramm.

In den beiden Reihen davor freuen sich die Mitfahrer unterdes über reichlich Bewegungsfreiheit. Nirgends zwickt es. Vorne wie hinten sitzt es sich fantastisch komfortabel im 4,76 Meter langen Kombi. In der ersten Reihe nimmt man im Test-V60 auf zigfach elektrisch verstellbaren Komfortsitzen Platz. Als großer Fahrer erfreue ich mich vor allem an der einstellbaren Beinauflage und Lendenwirbelverstellung.

Viel Geld

Wer auf nackte Schweden steht, findet bereits ab 39.850 Euro sein Glück beim 150 PS starken D3 mit Frontantrieb und Sechsgang-Schaltung. Mit 310 PS starkem Vierzylinder-Benziner und der gehobenen Ausstattungsvariante Inscription kostet der V60 mindestens 60.763 Euro. Mein Denim-blauer Testwagen kommt dank zahlreicher Optionen auf 80.653 Euro. Dann fehlt’s nur noch an Schaltpaddels. Head-up-Display, Lenkradheizung, Panorama-Glasschiebedach, Sitzheizung hinten, intelligenter Einparkassistent und viele andere Features verstehen sich bei dem Preis von selbst.

Fazit

Wer es sich leisten kann, wird mit dem Inscription T6 mehr als glücklich. Die Mittelklasse greift wohl eher zum 150 oder 190 PS starken Diesel und einer niedrigeren Ausstattung. Was dann aber auf jeden Fall bleibt, ist das schicke Aussehen, das reichhaltige Platzangebot und die Gelassenheit, die sich ausbreitet, sobald die Türen geschlossen werden. Mit 310 PS und Allradantrieb wird aus dem Volvo V60 auch noch ein Sportwagen. Prädikat: Traumkombi.

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