2026 Audi Q4 e-tron Facelift: Fit für die Zukunft!
Dieser Tage feiert der 2026 Audi Q4 e-tron seine Österreich-Premiere auf den Wiener Elektrotagen am Rathausplatz. Dabei halten sich die optischen Änderungen in Grenzen. Umso tiefgreifender sind die inneren Verbesserungen. Mein Erstkontakt mit dem Elektro-SUV im Audi House of Progress in der Wiener Kärntnerstraße.2026 Audi Q4 e-tron: Mehr Reichweite, mehr Features – und erstmals bidirektionales Laden!
Audi frischt seinen elektrischen Bestseller auf. Der Q4 e-tron wird nicht nur effizienter, sondern auch digitaler, praktischer und vielseitiger. Mit dem Facelift des Q4 e-tron hebt Audi sein meistverkauftes Elektro-Modell auf ein neues Level. Mehr Reichweite, schnellere Ladezeiten und ein deutlich aufgewertetes Interieur sollen das kompakte Elektro-SUV fit für die nächsten Jahre machen. Österreich-Premiere feiert das Update am 29. Mai 2026 bei den Wiener Elektrotagen.
Optisch zurückhaltend eingegriffen
Mit exakt 4,6 Metern Außenlänge fährt der von außen dezent aufgefrischte Q4 e-tron weiterhin im beliebten C-Segment vor. Am einfachsten zu erkennen ist er am nun in Wagenfarbe lackierten „Single Frame Grill“. Apropos: Es stehen drei neue Metalliclackierungen (Tamboragrau, Plasmablau und Salbeigrün) zur Wahl und es gibt neue, noch aerodynamischere Felgen (19–21 Zoll).


Tiefgreifende Änderungen im Audi Q4 e-tron
Etwas mehr hat sich da schon im Interieur getan. Es gibt endlich auch hier zwei gekühlte Ladeschalen für Smartphones, wertigere Türeinlagen, die Mittelkonsole verfügt nun über sogenannte „Knee pads“ und kratzunempfindlichere Oberflächen. Des Weiteren zwei beleuchtete Getränkehalter und eine 4,7 Liter fassende „Jumbo Box“ unter der Mittelarmlehne. Außerdem vier USB-C-Anschlüsse (2 vorne, 2 hinten) und serienmäßig das MMI panoramic display, das aus dem 11,9 Zoll großen Audi virtual cockpit display sowie dem 12,8 Zoll großen MMI touch Multimediadisplay besteht. Und weil ohne Beifahrerdisplay heutzutage nichts mehr geht, blickt der Mitfahrer je nach Ausstattungsvariante auf ein eigenes 12 Zoll großes Infotainmentdisplay. Ebenso optional ist ein 70 Zoll großes „augmented reality“ Head-up-Display. Der per Sprache zu steuernde Audi Assistent mit ChatGPT-Integration hat dazugelernt. Bietet nun mehr als 300 Funktionen mit jeweils über 100 möglichen Kommandos.

Und es gibt optional neue Fahrassistenzsysteme. Zum Beispiel einen Spurwechsel-, Rückfahr- und Parkassistenten mit Remote-Funktionalität über die Smartphone-App. Die Spurführung gelingt nun auf Basis von Schwarmdaten auch ohne sichtbare Leitlinien.
Mehr Reichweite und schnelleres Laden
Für viele zählt nach wie vor eines: wie weit man mit dem Stromer kommt – und wie schnell es danach weitergehen kann. Und genau hier setzen die Ingolstädter an. Weil bei gleichen Batteriekapazitäten nun die neuen hocheffizienten Antriebe aus dem Hause Volkswagen zum Einsatz kommen, schafft der überarbeitete Q4 Sportback e-tron performance jetzt bis zu 577 Kilometer Reichweite (WLTP) – etwa 30 Kilometer mehr als bislang. Diese Antriebe ermöglichen WLTP-Verbräuche (also inklusive Ladeverlusten) von niedrigen 15,3 kWh/100 Kilometer.

Bei den Heckantriebsvarianten kommt je nach Motorisierung die permanenterregte Synchronmaschine APP350 (204 PS, 350 Nm) oder die APP550 (Axial Parallel Position; 286 PS, 545 Nm) zum Einsatz. Beim Audi Q4 e-tron quattro steuert zusätzlich eine Asynchronmaschine (AKA150) 109 PS und 134 Nm Drehmoment an der Vorderachse bei.
Die Batteriekapazitäten von 63 (brutto; 59 KWh netto) respektive 82 (brutto; 77 kWh netto) Kilowattstunden sind bekannt. Mit der kleineren Batterie sind bis zu 439 Kilometer laut WLTP-Zyklus möglich. Leicht nach oben geschraubt wurden die Gleichstrom-Ladeleistungen. Sie liegen nun je nach Antrieb bei Maximalwerten zwischen 160 und 185 kW. Die Ladezeiten belaufen sich an einer entsprechenden Schnellladestation (>200 kW) auf 27 bis 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Zusätzlich kann die Batterie nun manuell und automatisch (über die Laderoutenplanung) vorkonditioniert werden, um die versprochene Ladeperformance auch wirklich jederzeit zu liefern.
Der 2026 Audi Q4 e-tron kann Vehicle to Home (V2H)!
Das aber vielleicht interessanteste Update ist der Fakt, dass der Audi Q4 e-tron nun V2L (Vehicle to Load) als auch V2H (Vehicle to Home) unterstützt. Ersteres ist schon länger von anderen Marken bekannt. Über eine Schuko-Steckdose im Kofferraum oder den Ladeanschluss selbst, lassen sich 2,3 bzw. 3,6 kW Leistung entnehmen, um zum Beispiel ein e-Bike, einen Elektrogriller oder ähnliches zu betreiben.

„Vehicle to Home“ ist tatsächlich so neu, dass es hierfür eine eigene Ladestation – entwickelt von der Mainzer Ambibox GmbH – sowie zumeist einen Netztrennschalter in der Hausinstallation samt kleinem Pufferspeicher (z. B.: 5 kWh) benötigt. Der Netztrennschalter ist nötig, da das Versorgen des Eigenheims rechtlich nur dann gestattet ist, wenn dieses vom – wie der Name schon sagt – Netz getrennt ist. Dann stellt die Fahrzeugbatterie maximal 10,5 kW Gleichstrom zur Verfügung, die über die Gleichstrom-Schnellladestation in Wechselstrom umgewandelt wird. Aufgrund des benötigten Wechselrichters (Gleichstrom zu Wechselstrom) ist die Wallbox weder kompakt noch günstig. 3.750 Euro (netto) stehen in der Preisliste. Mit dem Jahreswechsel wird es dann auch eine 22-kW-Variante geben, die vor allem für Betriebe interessanter ist, die mehr Leistung benötigen. Ein Einfamilienhaushalt kommt mit den 10,5 aka 11 kW Ausgangsleistung im Normalfall allemal über die Runden. V2H unterstützt aktuell allerdings nur der Q4 e-tron bzw. Q4 Sportback e-tron mit der 82 kWh großen Batterie. Um diese zu schützen, wird für V2H nur der Bereich zwischen 80 und 20 Prozent State-of-Charge (SoC; Ladezustand), also nicht ganz 50 kWh verwendet. Über die Audi Smartphone-App bzw. das Auto selbst, lassen sich Zeitpläne einprogrammieren – wann welcher Batterieladestand für eine Weiterfahrt benötigt wird.

Preise und Marktstart
In Österreich startet der überarbeitete Q4 e-tron inklusive „Audi E-Mobilitätspush“ für Privatkunden (3.000 €) bei 45.676 Euro mit der kleineren Batterie und ist damit ausstattungsbereinigt sogar günstiger geworden. Das reichweitenstärkste Modell, der Q4 e-tron performance (564 km nach WLTP), startet bei 52.200 Euro. Der Q4 Sportback e-tron performance kostet 1.920 Euro mehr – ab 54.120 Euro. Die quattro-Modelle gibt es ab 55.650 Euro. Bestellbar sind alle Modellvarianten ab sofort, die Markteinführung beginnt im Sommer 2026.

Fazit
Der 2026 Audi Q4 e-tron wird durch das Facelift effizienter, smarter und bekommt mit bidirektionalem Laden ein echtes Zukunfts-Feature. Gerade für Nutzer mit eigener PV-Anlage könnte das kompakte Elektro-SUV damit deutlich interessanter werden – und rückt ein Stück näher an die Vision vom Auto als mobiler Energiespeicher.
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