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Citroën Ami: Der Mobilitätsbegründer von morgen?

In Zeiten, in denen private Autos aus einigen Städten verdrängt werden (sollen), spielt Citroën nun den Vorreiter mit einer neuen Form der Mobilität. Der kleine Ami zeigt, wie wir künftig im urbanen Raum unterwegs sein könnten.

Citroën Ami: Ëlectric for all!

Schön langsam sollten wir Großstädter uns von dem Gedanken lösen, ein eigenes Auto zu besitzen. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden immer besser ausgebaut und mit der aktuellen Regierung ist es wohl auch nur eine Frage der Zeit bis wir nach dem Vorbild der finnischen Stadt Helsinki Tempo 30 in unserer Hauptstadt erleben. Spätestens dann haben die polarisierenden SUV kein Leiberl mehr, wie es so schön auf Wienerisch heißt. Und genau diesen „Trend“ will Citroën mit dem Ami schon jetzt, in 2020, aufgreifen.

Ist die Zeit reif für …

Doch ob die Zeit schon jetzt reif für ein 2,41 Meter kurzes „Mopedauto“ ist, das auch nur 70 Kilometer weit kommt? Ich bin skeptisch, und mit mir der Österreich Importeur, Citroën Österreich GmbH. Man sehe sich die Einführung – sie startet in ausgewählten Ländern wie Frankreich, Italien und Deutschland mit Juni – und die Kundennachfrage in Ruhe an und entscheidet anschließend über die Zukunft des pfiffigen Ami hierzulande. Selbst Laurence Hansen, Global Product & Strategy Director von Citroën, möchte im Interview keine Absatzziele verraten. Nur, dass die am schnellsten wachsende Marke Europas – ja, tatsächlich, Citroën! – dank der anderen zahlreichen Modelle ein sicheres Fangnetz aufweist.

2020 Citroen Ami presentation vorstellung drive test paris electric

… Mobilität zum Kampfpreis!

Die Idee des im marokkanischen Kenitra gefertigten Ami ist tatsächlich nicht schlecht, wie ich finde. Denn bei einem Bruttoverkaufspreis von 6.000 Euro (stets inkl. Batterie) oder der Möglichkeit des Leasing für monatlich 19,99 Euro (nach einer Anzahlung von 2.644 €) bringt Mobilität für alle oder wie die Franzosen sagen: „Ëlectric for all“. Und wer auch den 20er monatlich bzw. dessen Anzahlung nicht aufbringen kann oder will, der kann Ami künftig auch für 0,26 Eurocent pro Minute über die Sharing-App Free2Move ausleihen – in Paris ist das der gleiche Preis wie für einen E-Scooter.

Fazit

Natürlich, der Citroën Ami wird vorerst belächelt. Doch, wenn die Franzosen auch nur eine einzige Stadt finden, in der das Konzept schon heute aufgeht, dann wird sich dieses auch in anderen Städten durchsetzen und bewähren – das muss selbst ich mir als Autoliebhaber und -blogger eingestehen. Die Technik – also Reichweite, Lademöglichkeit oder auch das Fehlen einer Klimaanlage – wird sich mit Sicherheit von Generation zu Generation verbessern. Wir müssen es nur mal so akzeptieren, wie es aktuell ist.

2020 Citroen Ami presentation vorstellung drive test paris electric