CUPRA Performance Days am Red Bull Ring!
Nach einem Jahr Pause sind die CUPRA Performance Days diese Woche zurück am Red Bull Ring in der Steiermark. Innerhalb weniger Tage waren alle Slots ausverkauft. Eines steht fest: Fans der Marke kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.CUPRA Performance Days: Es geht ums Fahren!
Als Autoblogger habe ich des Öfteren das Vergnügen auf der einen oder anderen Rennstrecke unterwegs zu sein oder am ein oder anderen Fahrtechniktraining teilzunehmen. Doch so viel Zeit hinterm Steuer wurde mir noch nie zuteil. Und darauf sind die Instruktoren stolz. Hier sind zweimal 1,5 Stunden angesetzt – einmal im sogenannten Infield zum Kennenlernen der verschiedenen Fahrzeuge, deren Fahrmodi und der physikalischen Grenzen, und einmal auf der Formel 1 zertifizierten Strecke des Red Bull Rings selbst.
CUPRA Raval VZ, Born VZ, Formentor VZ5
Mit dabei sind freilich die sportlichsten und neuesten Ableger der beliebten spanischen Marke. Angefangen beim nagelneuen, vollelektrischen Kleinwagen CUPRA Raval VZ mit 226 PS und Frontantrieb. Klingt erstmal nach dem falschen Fahrzeug für Fahrspaß. Doch glaubt mir „elektrisch“ und „Frontantrieb“ können Freude bereiten. Nämlich dann, wenn sich ein Sperrdifferenzial zwischen Räder und Antrieb befindet. Dann zieht es den nach einem belebten Stadtteil Barcelonas benannten Raval förmlich in die Kurven. Selbst auf nasser Fahrbahn muss Untersteuern mit aller Härte provoziert werden.
CUPRA Raval: Alle Details, Preise & Österreich-Infos zum Elektro-Kleinwagen
Die Kleinwagenklasse ist ab dem Sommer 2026 um ein lebhaftes Modell reicher. Der vollelektrische CUPRA Raval sieht frech aus, fährt sich auch so und enttäuscht weder bei der Reichweite noch bei den Preisen. Alle Infos zum reinrassigen Spanier.
Oder der ebenfalls vollelektrische CUPRA Born VZ mit Allradantrieb und 326 PS. Der merkbar schwerer ist als der Raval und deshalb mehr mit Fliehkräften zu kämpfen hat, sich dafür mit den entsprechenden Einstellungen aber unfassbar gut quer fahren lässt – kundige Hand vorausgesetzt, nicht nur einmal hat es mich damit eingedreht. Zentralisierte Massen (die schwere Batterie sitzt zwischen den Achsen) sorgen ohne Fahrassistenzsysteme für ein spitzes Fahrverhalten – ähnlich einem Mittelmotorsportwagen.
Den hat CUPRA leider nicht im Programm, aber dafür den Formentor VZ5. Das Mittelklasse-SUV ist mit dem Fünfzylinder-Turbobenziner aus dem Hause Audi ausgestattet, pfaucht deshalb hintenraus herrlich schön und schiebt dank 390 PS und Allradantrieb in jeder Lebenslage ordentlich vorwärts. Und der kann ordentlich einstecken, denn geschont werden die Fahrzeuge bei den CUPRA Performance Days keinesfalls. Runde für Runde werden sie gnadenlos über die Strecken geprügelt – bis die Bremsen rauchen oder Tank leer ist. Was der CUPRA Formentor VZ5 (und die anderen Fahrzeuge) hier mitmacht, ist durchaus beeindruckend.
Fazit
Die ausgerufenen 300 Euro für die CUPRA Performance Days 2026 sind wohl investiert. Sein fahrerisches Limit neu kennenzulernen, schadet nie. Ich weiß jetzt zum Beispiel, dass ich bei Regen durchaus als „Schisser“ zu bezeichnen bin und habe noch mehr Respekt vor allen Rennfahrern, die sich den Red Bull Ring hinunterstürzen. Ein fremdes Auto in nach außen hängenden Kurven bei über 100 km/h an der Grenze des Grips zu bewegen, erfordert durchaus Mut. Und mit einem Abflug wollte ich mich auch nicht vor den anderen Medienvertretern blamieren.