Das Facelift des MINI Cooper 5-Türer im Test!

Endlich wieder eine MINI-Begegnung und dass nach dem neuen Facelift. Unschuldige riesige Kullerscheinwerferaugen, Hecklichter mit Union Jack-Design und schnittige 136 PS. So gutmütig und hold er von außen wirkt, so hypermodern und fortschrittlich ist er innen. Und das neue Union Jack-Design zieht sich durch bis in die letzte Naht.

MINI Cooper 5-Türer: Viel zu sehen auf wenig Platz

Das Runde hat im MINI eindeutig die Oberhand. Kreise, so weit das Auge reicht, die Tachoanzeige, der Bordcomputer samt imposantem Lichterspielkreis rundum, der befehlsabhängig die Farbe wechselt. Die Lüftung, ja sogar bis in die Türgriffe wurde an Rundungen nicht gespart. Und es sieht einfach stimmig aus.

Das Motto „Mini“ wurde bei der Beschriftung und Zeichensetzung konsequent umgesetzt. Tachoanzeige, Klimaanlage und Co. gleichen Miniaturansichten, doch schließlich fährt dieses Auto, wer jung und dynamisch ist, also muss er oder sie die Beschriftungen entziffern können. Wer nicht mehr jung ist, sich aber noch dynamisch fühlt, wird ebenso Spaß am Fahren haben, sollte aber zum Lesen die Brille aufsetzen.

Erst mal eingestiegen, haben in dem rundum gerundeten MINI fünf Personen Platz, theoretisch zumindest. Am Gemütlichsten ist es in der zweiten Reihe vermutlich für nicht ausgewachsene Personen, aber erst wenn man den Prozess des Einsteigens ohne blaue Flecken überstanden hat. Ein Auge habe ich allerdings auf die Vordersitze geworfen, die perfekten Seitenhalt bieten. Sitzt man, kommt ein Gefühl der Geborgenheit auf. Die Größe des Kofferraums entspricht jedenfalls dem eines klassischen MINI (278 l), ist aber durch den doppelten Boden erweiterbar.

Man fährt in MINI-Manier

Gestartet wird der Motor durch einen Kippschalter, der sich unter der Klimaanlage befindet, und mich stark an ein Flugzeugcockpit erinnert. Knapp davor thront der Schalthebel auf seinem runden Podest und wartet darauf, knackig in den nächsten seiner sechs Gänge manövriert zu werden. Lieber zweimal schauen sollte man beim Retourgang, denn dieser ist gleich links neben dem 1. Gang und auch nach demselben Prinzip einzulegen, auf der Tachoanzeige kann man überprüfen, ob auch wirklich der gebrauchte Gang drinnen ist.

Die Fahrmodi, wie immer bei MINI: Sport, Mid und Green. Am meisten Spaß hat man natürlich im sportlichen Modus, wobei das erst ab dem zweiten Gang spürbar ist, er ziert sich anfangs ein bisserl. Bei Mid läuft der 136 PS-ige Benziner noch immer ordentlich gut, im Green-Modus spürt man deutlich die Zurückhaltung. Zudem fühlt man sich vor allem in den rasanteren Modi noch immer sicher in den Kurven, der MINI gleitet dahin wie auf Schienen.

Weil diese 136 Pferdestärken wirklich Hochstimmung erzeugen, habe ich eher aufs spritsparende Fahren verzichtet und konnte dennoch einen passablen Verbrauch von 6,5 Liter je 100 Kilometer erzielen, glückseliges Lächeln inklusive.

Fazit

MINI fährt, wer MINI liebt, eine Lebenseinstellung sozusagen. Das Altbewährte würde beibehalten, ein paar Verbesserungen hi und da und wo noch Platz war ein Union Jack-Design drauf, fertig ist das quirlige Go-Kart.

2018 MINI Cooper 5 Türer door test review Emerald Grey Metallic F55

Vielen Dank an Gastschreiberin Madeleine Kopitschek für dieses hervorragend ausgeführte Rendezvous!