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Wir cruisen mit dem KIA XCeed durch Berlin!

Zwischen Ceed Hatchback und Sportage positioniert KIA ab sofort den XCeed. Das der GLA-Konkurrent voll ins Schwarze treffen könnte, erfährt Filou Raphael bei der ersten Ausfahrt durch Berlin, einer Stadt geprägt voll unbeliebter SUV.

KIA XCeed: Top of the Pops!

Mit dem völlig eigenständigen XCeed setzt KIA der Ceed-Baureihe die Krone auf. Er soll alle Erwartungen übertreffen. „eXCeeds expectations“ lautet das Motto. Weil in Frankfurt entworfen und der Slowakei gebaut, könnte dies auch klappen. Außerdem stehen die Sterne für den „Coupé Crossover“ gerade mehr als günstig. Anderswo brennen große SUV bereits lichterloh. Nicht jeder versteht den Trend hin zu immer größeren Fahrzeugen die immer schwerer werden. Genau hier setzt der neue XCeed an.

Hüftpunkt wandert 4,2 cm nach oben!

Er liegt gut vier Zentimeter höher als der Ceed und ist 15 Zentimeter niedriger als der Sportage – und kann deshalb bequem betreten und verlassen werden, ohne gleich als Umweltsünder zu gelten. Wenngleich sich das „Coupé Crossover“ die Basis mit Hatchback, Sportswagon und ProCeed teilt (2,65 m Radstand), so hat es mit diesen wenig gemein. Mit dem Hatchback beispielsweise lediglich die vorderen Türen. Und weil die Überhänge vorne (+2,5 cm) und hinten (+6 cm) zulegten und sich der XCeed somit über eine Länge von 4,4 Meter (GLA: 4,42 m) erstreckt, wuchs auch das Kofferraumvolumen. 31 Liter mehr, also 426 Liter, finden unter der Hutablage des XCeed Platz. Wer die dreigeteilte Rücksitzbank umlegt und bis zur Dachunterkante volllädt, nutzt 1.378 Liter Stauraum (GLA: 421–1.235 l).

2019 KIA Ceed vs. 2020 XCeed Vergleich Comparison Difference Unterschiede 2019 KIA Ceed vs. 2020 XCeed Vergleich Comparison Difference Unterschiede

2 Monitore + UVO Connect!

Dass es sich beim XCeed nicht einfach um eine Kunststoff-beplankte „Cross“-Version des Ceed handelt, sondern ein eigenständiges Fahrzeug, wird mir selbst im Interieur klar. Als vorerst einziger Vertreter der Baureihe ist er mit einem 10,25 Zoll großem Infotainment-Touchscreen und einem 12,3 Zoll großen Fahrerinformationsdisplay zu haben. Damit nicht genug: Im XCeed lassen sich über die sogenannte UVO Connect App Fahrzeugberichte und Diagnosemitteilungen abrufen oder geplante Routen vom Smartphone direkt an das Navigationssystem senden. Außerdem kann das Fahrzeug, zum Beispiel auf großen Parkplätzen, geortet werden. All das geschieht über die verbaute SIM-Karte, deren Nutzung während der ersten sieben Jahre gratis ist.

2020 KIA XCeed Test Review Fahrbericht yellow gelb gold

Kein Allrad, dafür Hybrid & PHEV!

Unter der bulligen Front verrichten moderne Euro 6d-TEMP Aggregate ihren Dienst. Der einzige Dreizylinder im Dienst, ein Einliter-Benziner, leistet 120 PS und stellt sogleich den Basis-Einstieg dar. Preislich darüber angesetzt: ein 116 PS starker Vierzylinder-Diesel. Es folgen 136 Diesel- sowie 140 bzw. 204 Benzin-PS. Die drei stärksten Motoren können mit Siebengang-Doppelkupplung geordert werden. Allrad wird es keinen geben. 48-Volt-Mild-Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Antrieb jedoch schon Anfang 2020. Letzterer war ja bereits ungetarnt für Filmaufnahmen in Wien unterwegs.

Erste Fahreindrücke!

Weil die Fahrwerksabstimmung komplett überarbeitet wurde und so zum Beispiel an der Vorderachse erstmals Dämpfer mit hydraulischem Endanschlag zum Einsatz kommen, fährt sich der XCeed richtig satt. Die Lenkunterstützung wurde erhöht und vermittelt – zumindest im urbanen Gefilde – jedoch kein unechtes Gefühl. Dass das gefahrene, 204 PS starke Topmodell gut vorwärts geht, war anzunehmen. 7,5 Sekunden sind für den 100er-Sprint angesagt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Zahlen, die angesichts der österreichischen Steuer irrelevant sind – hierzulande wird die Mehrheit der Fahrzeuge sicherlich mit den schwächeren Antrieben bestellt.

Die Preise und Ausstattungen!

Mit 120 PS starkem Einliter-Dreizylinder-Turbobenziner startet der KIA XCeed bei 21.790 Euro, mit Finanzierungsbonus bei Leasing bereits ab 20.790 Euro. Dafür gibt’s die Titan-Ausführung mit Notbremssystem, manueller Klimaanlage, Voll-LED-Scheinwerfern, 16-Zoll-Alurädern und ein wenig mehr. Die nächsthöhere Ausstattungslinie Silber startet bei 23.990 Euro, bringt einen acht Zoll großen Mulitmedia-Touchscreen, abgedunkelte Seitenscheiben, Zweizonen-Klimaautomatik und Lenkrad- sowie Sitzheizung vorne sowie Rückfahrkamera mit. Gold (ab 26.790 €) vergrößert den Monitor auf 10,25 Zoll mit Navifunktion, beschallt über das 320 Watt starke JBL-Soundsystem und rollt auf 18-Zoll-Alurädern. Die höchste Ausstattung, Platin genannt, macht den XCeed dank adaptiver Geschwindigkeitsregelanlage mit Stop-and-Go-Funktion sowie Spurhaltefunktion zum Level 2-autonomen Fahrzeug, bringt die Sitzheizung auch in die Rückbank, das 12,3 Zoll große Fahrerinformationsdisplay sowie Keyless-Entry and -Start. Der Platin-XCeed ist ausschließlich mit den stärkeren Motoren erhältlich. Mit 140 PS starkem Vierzylinder-Benziner startet er bei 31.990 Euro. Egal in welche Version eingestiegen wird, mit am Start sind immer sieben Jahre Werksgarantie bzw. 150.000 km, sowie sieben Jahre Mobilitätsgarantie und (bei fix verbautem Navigationssystem) sieben Jahre gratis Kartenupdate.

Fazit

Wer sich den zunehmend in Verruf geratenden SUV entziehen möchte und dennoch etwas mehr Platz braucht, der sollte sich den KIA XCeed ganz genau ansehen. Er ist bedeutend niedriger als ein Kompakt-SUV und dennoch steigt man angenehm hoch ein. Dank des Verzichts auf Allrad, ist er beim Verbrauch zurückhaltend. Und bei der Materialqualität und dem Assistenzangebot steht er der deutschen Premium-Konkurrenz in Nichts nach, die er mit seinem Preis sowieso um Längen schlägt.

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Transparenz: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit KIA Austria entstanden und enthält Links zur Herstellerwebsite.