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Der Hyundai i30 1.5 T-GDI N Line Fastback im Test!

Mit dem 160 PS starken Hyundai i30 Fastback kann man sowohl sportlich als auch sparsam mit weniger als 6 Litern Verbrauch unterwegs sein. Kann der Allrounder auch sonst überzeugen?

Hyundai i30 1.5 T-GDI DCT 48V N Line Fastback: Wer will, der kann!

Es ist jetzt schon wieder ein bisschen her, dass Hyundai den i30 N mit 250 bzw. die Performance-Version mit 275 PS rausgebracht hat. Aber schon damals war klar, dass zwischen dem 1,4-Liter Benziner mit 140 PS und dem 2-Liter mit 250 PS noch Platz für ein Modell ist. Aber die Verantwortlichen der Marke wollten wohl generell aufräumen und haben den 140 PS Benziner eingestampft und durch einen 1,5-Liter Murl mit 160 PS ersetzt. Und das hat sich gelohnt.

Der neue Motor hat mit 253 Nm zwar nur 11 Nm mehr Drehmoment als sein Vorgänger, nimmt ihm aber – je nach Karosserievariante – doch eine knappe Sekunde beim Sprint auf 100 km/h ab. 8,8 Sekunden auf 100 km/h stehen beim Fastback im Datenblatt, maximal sind es 210 km/h. Bei den Fahrdaten ist der Unterschied also nicht übermäßig groß. Allerdings bekommt man mit dem 1,5-Liter-Benziner nicht nur etwas mehr Power, sondern auch einen geringeren Verbrauch. 6,7 Liter Super auf 100 km waren es im Schnitt und damit rund 0,5 Liter weniger als beim Vorgänger. Vermutlich dank der Mild-Hybrid-Unterstützung aus einem 0,44 kWh großen Extra-Akku und dem Riemen-Starter-Generator.

Hyundai i30 Fastback Front

Besonders niedrig hält man den Verbrauch, wenn man hauptsächlich im Eco-Modus unterwegs ist. Hier fühlt sich der i30 zwar alles andere als sportlich an, allerdings bekommt man als Entschädigung den Segelmodus, der das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe vom Motor abkoppelt und so für sparsames Gleiten sorgt – das funktioniert dank elektrischer Kupplung sogar beim Handschalter. Damit das passiert, müssen allerdings ein paar Bedingungen erfüllt sein: Der Motor muss warm und die Start-Stopp-Automatik verfügbar sein, es darf nicht bergab gehen und man darf sich nicht in einer 30-Zone befinden.
Diese Gegebenheiten treffen glücklicherweise recht oft zu und so habe ich immer wieder versuchen können, besonders lange Segelphasen zu verwirklichen.

Wer den Fahrmodus jedoch auf Sport schaltet, bekommt ein gänzlich anderes Auto zu fahren. Der i30 hängt nun am Gas, dreht höher und lenkt direkter. Hyundai hat diesen Spagat hervorragend hinbekommen. Bloß das Doppelkupplungsgetriebe ist manchmal etwas ruppig, ruckt bei niedrigen Geschwindigkeiten und ist, zum Beispiel beim Einparken auf abschüssigen Straßen, schwierig zu dosieren.

Das bietet der Hyundai i30 im Innenraum

Mit dem neuen Motor und der N Line hat der i30 auch innen ein zartes Update bekommen. Das analoge Armaturenbrett wird nun durch einen 7 Zoll großen TFT-Bildschirm unterstützt, der jegliche Fahrdaten anzeigt. Und auch das Display in der Mittelkonsole hat zugelegt. Genau wie im Hyundai IONIQ misst es nun 10,25 Zoll und wird per Touch-Display und -Knöpfen gesteuert. Angenehm ist dabei, dass Hyundai dennoch ein analoges Drehrad für die Einstellung der Lautstärke verbaut hat. Das digitale Radio und das Abspielen von Musik eines gekoppelten Mobiltelefons funktionieren einwandfrei. Leider fehlt es dem Audiosystem mit 6 Lautsprechern, das ab Trend Line inklusive ist, aber an Power. Schade, dass es hier kein optionales Upgrade gibt.

Die elektrisch verstellbaren Sitze sind mit einer Kombination aus Leder und Alcantara bezogen und bieten guten Seitenhalt. Dank verstellbarer Oberschenkelauflage und Lordosenstütze wird man auch auf längeren Fahrten gut unterstützt. Und wer sein Auto teilt, wird sich über die Memory-Funktion mit zwei gespeicherten Einstellungen freuen.

Natürlich bietet der Hyundai i30 auch eine Reihe von Assistenzsystemen. Klassiker wie der (passive) Spurhalteassistent oder der Fernlichtassistent sind bereits in der ersten Ausstattungslinie i Line mit dabei. Ab der höchsten Ausstattungslinie N Line wird der Spurhalte- zum Spurfolgeassistent und lenkt mit. Außerdem wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit über eine Verkehrsschilderkennung erkannt und im Display angezeigt. Leider gibt es auch optional keinen Abstands-Tempomat.

Hyundai i30 Fastback Cockpit

So viel kostet der i30 N Line Fastback

Wer den Hyundai i30 als Fastback haben möchte, muss mindestens zur 3. von 4 Ausstattungsvarianten „Trend Line“ greifen. Dadurch steigt der Einstiegspreis gegenüber dem Hatchback von 18.990 auf 23.990 Euro. Dafür bekommt man im Fastback gleich mehr Ausstattung und einen stärkeren Motor.
Der Top-Benziner des Testwagens mit 160 PS und 7-Gang-DCT kostet mindestens 34.490 Euro. Hier kommen noch die Lackierung in Polar White für 220 Euro und das Panorama Glasdach für 1.190 Euro dazu. Macht insgesamt 35.900 Euro.

Fazit

Der Hyundai i30 N-Line Fastback beherrscht den Spagat zwischen Sportlichkeit und Sparsamkeit ausgesprochen gut und wird damit zum perfekten Alltagssportler. Egal, was man will, man kann. Auch das Raumangebot stimmt – wer trotzdem mehr braucht, kann zum gleich teuren Kombi greifen. In der höchsten Ausstattungslinie hätte ich mir eine bessere Soundanlage und einen Abstandstempomat gewünscht, in anderen Hyundai Modellen bekommt man das schließlich auch.

Christoph Adamek
Christoph Adamek Auto, Motorrad, Fotografie und Technik - und nirgends volle Punktezahl
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