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2026 Opel Astra Facelift: Erste Fahrt, alle Daten, Österreich-Preise!

Nach knapp vier Jahren – vier erfolgreichen Jahren – erhält die sechste Generation des Opel Astra ein umfangreiches Facelift. Neben einer leicht modifizierten Front mit jetzt beleuchtetem Opel-Blitz und zwei neuen Außenfarben gibt’s neue Pixel-LED-Scheinwerfer sowie überarbeitete Antriebe und Sitze. Ein erstes Kennenlernen mit dem 2026 Opel Astra Facelift im winterlichen Berndorf.

2026 Opel Astra Facelift: Ein ehrlicher Begleiter!

Mitte April in Niederösterreich: Schneeflocken tanzen unerwartet über die sanften Hügel rund um Berndorf, die Straßen sind nass, stellenweise glatt – genau die richtige Bühne für ein erstes Kennenlernen mit dem 2026 Opel Astra Facelift. Hier kann er zeigen, wie gut die Regelsysteme mit den aufgezogenen Sommerreifen abgestimmt sind. Eines vorweg: Der Kompaktklassiker wirkt frischer, technischer und irgendwie erwachsener denn je.

Erster Eindruck: Mehr Licht, mehr Präsenz

Schon beim Herantreten fällt auf: Der Astra hat an Selbstbewusstsein zugelegt. Der bekannte Vizor ist jetzt noch schärfer gezeichnet und erstmals leuchtet der Opel-Blitz in der Front – und das permanent, also auch während der Fahrt, ebenso wie die Heckleuchten. Das wirkt nicht nur modern, sondern verleiht dem Astra eine futuristische und eigenständige Signatur.

Neben dem Logo erstrahlen neue Frontscheinwerfer. Sie erhellen die Straße mit über 50.000 Pixeln und liefern 27 Prozent mehr Licht als bisher. Schade: Die neuen Scheinwerfer kommen vom italienisch-japanischen Zulieferer Marelli und nicht mehr vom Wieselburger Spezialisten ZKW.

Ausprobieren konnte ich sie auf meiner ersten Testfahrt zwar nicht, aber laut Pressemitteilung ergeben sich daraus folgende – durchaus glaubhafte – Vorteile:

  • extrem breite und gleichmäßige Ausleuchtung
  • punktgenau ausgesparte Bereiche für den Gegenverkehr
  • deutlich bessere Sicht auf Straßenränder und mögliche Gefahren
  • weniger Blendung durch Verkehrszeichen

Innenraum: Weniger Show, mehr Substanz

Drinnen bleibt Opel seiner Linie treu: Klarheit statt Spielerei. Das Cockpit wirkt aufgeräumt, die Displays logisch strukturiert und gut ablesbar. Außerdem wird weiterhin Wert auf physische Schalter und Tasten für Schlüsselfunktionen gelegt.

Ein echtes Highlight sind die Intelli-Sitze. Die haben die Rüsselsheimer schon vor Jahren eingeführt und gemeinsam mit der Aktion Gesunder Rücken e.V. kontinuierlich weiterentwickelt. Für mich zählen sie zu den besten am Markt. Hier merkt man erst, wie wichtig gute Sitze sind – und wie sehr sie, zumindest für mich, den wahrgenommenen „Wert“ eines Fahrzeugs beeinflussen. Neu ist eine Vertiefung in der Sitzfläche, die das Steißbein entlasten soll. Klingt nach Marketing, fühlt sich aber tatsächlich angenehm an.

Antrieb: Für jeden das Richtige

Auch beim Antrieb zeigt sich der Astra flexibler denn je – und flexibler als kaum ein anderer Marktbegleiter. Nur ein Schaltgetriebe sucht man vergebens.

Vom klassischen Diesel über einen Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Benziner bis zum vollelektrischen Modell ist alles dabei:

  • 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit 131 PS & 300 Nm (nur im Sports Tourer)
  • 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner (Hybrid) mit 145 PS & 230 Nm
  • 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner (PHEV) mit 196 PS & 360 Nm
  • Astra Electric mit 156 PS & 270 Nm

Neu ist beim 2026 Opel Astra Electric die Batterie, die nun vier Kilowattstunden mehr fasst – 58,3 kWh brutto (55,4 kWh netto). Bei nahezu unverändertem Gewicht (+5 kg) steigt die WLTP-Reichweite des 5-Türers auf bis zu 454 Kilometer, beim Sports Tourer auf 445 Kilometer.

Erfreulich: Das 2026 Opel Astra Facelift bleibt als Voll- wie Teilzeit-Elektriker mit rund 1,7 Tonnen Leergewicht angenehm leicht für ein 4,37 (5-Türer) beziehungsweise 4,64 Meter (Sports Tourer) langes Fahrzeug. Hybrid- und Diesel-Modelle bringen sogar nur rund 1,4 Tonnen auf die Waage – und das merkt man beim Fahren sofort.

Apropos Teilzeit-Elektriker: Der Plug-in-Hybrid kommt im WLTP-Zyklus dank neuer 17,2-kWh-Batterie (brutto; 14,2 kWh netto) nun bis zu 84 Kilometer weit, verfügt jedoch nur über einen 42-Liter-Tank. Seine Gesamtreichweite liegt damit bei „nur“ 825 Kilometern. Zum Vergleich: Den Hybrid-Benziner gibt Opel mit mehr als 1.000 Kilometern an – Tankinhalt hier wie auch beim Diesel: 52 Liter.

So gut fährt sich das 2026 Opel Astra Facelift

Selbst bei winterlichen zwei Grad Celsius und Schneematsch auf der Straße haben die Michelin Primacy 4 Sommerreifen keinerlei Probleme, Lenkbefehle umzusetzen. Untersteuern liegt dem Fronttriebler fern.

Wer will, kann mit dem Rüsselsheimer auf kurvigen Landstraßen durchaus Spaß haben. Denn auch das Fahrwerk ist weiterhin eher auf der sportlichen Seite angesiedelt. Das passt gut, denn für „gemütlich“ ist im Stellantis-Konzern bekanntlich die Marke Citroën zuständig.

Gefahren bin ich den Hybrid: Dessen 145 PS setzen sich aus 136 Verbrenner- und 21 Elektro-PS zusammen. Für den Alltag hat der allemal ausreichend Schmalz – auch wenn die neun Sekunden auf 100 km/h heute niemanden mehr vom Hocker reißen.

Nach ein paar Kilometern steht jedenfalls fest: Der Astra will kein Blender sein, sondern ein ehrlicher Begleiter – völlig unprätentiös.

Platz für alle Fälle

Bei 1.400 bis 1.900 Euro Preisunterschied zwischen 5-Türer (ab 27.990 Euro) und Sports Tourer (ab 29.390 Euro) würde ich klar zum Kombi greifen. Vor allem, weil dann auch in der Freizeit keinerlei Platzprobleme entstehen. Das Kofferraumvolumen des 5-Türers liegt bei 310 (PHEV) bis 422 Litern (Diesel & Hybrid), wohingegen jenes des Sports Tourers bei 466 (PHEV) bis 597 Litern (Diesel & Hybrid) liegt.

Die Österreich-Preise des 2026 Opel Astra Facelift

Die Preise starten wie erwähnt hierzulande bei 27.990 Euro für den 2026 Opel Astra 5-Türer Hybrid Edition und 29.390 Euro für den Opel Astra Sports Tourer Hybrid Edition. Der Sports Tourer mit Diesel startet bei 32.690 Euro. Die Elektro-Varianten bei 38.390 Euro (5-Türer) bzw. 39.790 Euro (Sports Tourer). Der ebenfalls NoVA-befreite Plug-in-Hybrid steht mit 35.490 bzw. 36.890 Euro (5-Türer bzw. Sports Tourer) in der Liste.

Fazit: Reifer, smarter, überzeugender

Das 2026 Opel Astra Facelift ist kein radikaler Neuanfang – sondern ein sehr gelungenes Feintuning an den richtigen Stellen. Mehr Licht, mehr Komfort, überarbeitete Antriebe und ein klar geschärftes Design sorgen dafür, dass der Kompaktklassiker auch 2026 absolut konkurrenzfähig bleibt. Oder anders gesagt: Selbst bei winterlichen Bedingungen fühlt sich der Astra genau dort zu Hause, wo viele andere Autos nervös werden – auf echten Straßen, bei echten Verhältnissen. Und genau das macht ihn weiterhin sympathisch.

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