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1. Ausfahrt mit dem MY21 des Jaguar F-Pace, XF & Land Rover Discovery!

Und weiter geht’s. Jaguar Land Rover bleibt weiter voll am Gas stehen und bringt nach den Updates für Evoque und I-Pace jetzt auch das MY21 (Modelyear 21, z. Dt.: Modelljahr 21) des Jaguar F-Pace, Jaguar XF sowie des Land Rover Discovery an den Start. Filou Raphael konnte bereits alle drei Modelle rund um Melk, Niederösterreich, ausgiebig ausfahren.

Jaguar F-Pace, XF & Land Rover Discovery: Viele Updates!

Das ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Melk/Wachauring war die Homebase für einen Tag Normalität. Einen Tag lang drehte sich alles nur um Fahrzeuge und nicht um Covid-19. Zusammen mit einer Handvoll anderer auserwählter Medienvertreter wurde gefahren, gefahren, gefahren und dazwischen das eine oder andere Häppchen verspeist. Zu Fahren gab es einiges. Nicht allein die drei aufgefrischten Modelle standen zur Wahl, sie waren auch noch in unterschiedlichen Motorisierungen aufgetischt. Und allesamt waren wir keine langsamen Gesellen, sondern hatten das Messer zwischen den Zähnen. Zumindest in den verfügbaren F-Pace-Modellen.

Jaguar F-Pace P400 & P400e: Top Benziner!

Denn die waren keinesfalls schwach motorisiert – zur Wahl standen der P400 MHEV mit 400 PS starkem Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner und der P400e Plug-in-Hybrid mit 404 PS Systemleistung. Im Konvoi legten wir auf den von JLR-Haus- und Hoffotograf Alexander Seger grandios auserwählten Routen durch Land und Wald los. Tauschten nach gut der Hälfte der Strecke Modell und damit Motorisierung. Langsam ist keine der beiden Varianten – 5,4 Sekunden für den Standardsprint im F-Pace P400 und gar nur 5,3 Sekunden im P400e. Dabei wiegt der PHEV mal eben um 161 Kilogramm mehr als der MHEV (2.114 zu 1.953 kg). Nur um einen Vergleich zu geben: Der Sportwagen Jaguar F-Type P300, also mit 300 PS, braucht um nahezu eine halbe Sekunde länger aus dem Stand auf 100 km/h.

Doch bei Verbrauch und Preis gehen die beiden F-Pace zwei vollkommen diverse Wege. Während der P400 bei wirklich fordernder Fahrweise Werte zwischen 13 und 14 Liter ins Display schrieb, brachte ich den P400e bei selbigem Galopp nicht über 9,5 Liter. Die Regierung hakt in Österreich genau hier ein, weshalb der P400 um fast 12.000 Euro teurer ist als der P400e – 84.014 Euro zu 72.033 Euro. Macht aber nichts, denn wer das Geld hat und den Sechszylinder will, der greift zum P400, alle anderen eben zum P400e, der auch auf dem Wachauring vor allem zwischen den Kurven mit mächtig Vorwärtsdrang überzeugte.

2021 Jaguar F-Pace D300 AWD test review fahrbericht
2021 Jaguar F-Pace R-Dynamic P400 AWD test review fahrbericht

Übrigens: Keine Sorge, es gibt den Jaguar F-Pace auch mit 163, 204 und 300 PS starkem Diesel sowie 250 PS starkem Benziner. Allesamt sind sie stets an eine Achtgang-Automatik gekoppelt und rollen mit Allradantrieb vor, lassen sich deshalb sowohl sanftmütig als auch sportlich bewegen und sind auch im Gelände oder Schnee nicht direkt verloren.

Jaguar XF Sportbrake D200 MHEV AWD: Schönster Kombi?!

Viel zu selten lässt sich hierzulande der XF Sportbrake blicken. Schade, denn für meinen Geschmack ist er einer der schönsten Kombis am Markt – seit geraumer Zeit! Damit er aber nicht nur fesch bleibt, sondern auch technisch auf der Höhe der Zeit gegen Konkurrenten wie den 5er BMW und Audi A6 antreten kann, wurde auch er ins Jahr 2021 geholt. Wie schon im F-Pace lächelt mich auch im Innenraum des XF das jetzt 11,4 Zoll große Display, des „PIVI-Infotainment“ genannten Systems, mit fotorealistischer Navigation und gestochen scharfer Rückfahrkamera an.

2021 Jaguar XF Sportbrake D200 AWD test review fahrbericht
2021 Jaguar XF Sportbrake D200 AWD | Photo © Raphael Gürth/autofilou.at

Gefahren bin ich den XF Sportbrake D200 MHEV AWD. Dessen Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel kennen wir zwar schon länger, doch auch er wurde überarbeitet, erhielt Elektro-Unterstützung und leistet nun 204 statt 180 PS. Mit Allradantrieb kostet er ab 62.622 Euro (ohne 58.520 €). Damit geht’s in immerhin acht Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Ich fand den Diesel übrigens sehr gut weggedämmt, aber hört gern selbst rein in ein kurzes Fahrvideo:

Der Kofferraum des 4,96 Meter langen XF Sportbrake fasst nach VDA-Norm maximal 563 Liter und damit um drei Liter mehr als der Konkurrent aus München. Das Volumen des Tanks beläuft sich übrigens auf großzügige 66 Liter im Diesel-XF und 74 Liter in den beiden verfügbaren Benziner-XF (P250 & P300). Damit sind hier wie dort wohl leicht 900 Kilometer mit einer Füllung zurücklegbar.

Land Rover Discovery D300 AWD: Never Stop Discovering!

Auch den Discovery – das Auto für Leute, die mehr erleben wollen – hat Land Rover fit gemacht für das neue Jahr. Neben vier neuen Motoren erhält auch er das große Infotainmentsystem, mit dem übrigens auch zwei Telefone parallel koppel- und benutzbar sind. Im Gelände erfreut der (bis zu) 7-Sitzer mit einzigartigen 90 Zentimeter Wattiefe und dank serienmäßigem Luftfahrwerk mit bis zu 28,3 Zentimetern Bodenfreiheit. Das Luftfahrwerk verhilft dem großen SUV gleichzeitig auch zu passabler Onroad-Performance.

Er gleitet ruhig und gelassen über jedweden Untergrund. Und mit dem von mir gefahrenen D300 genannten Dreiliter-Turbodiesel ist der Discovery auch alles andere als schwach motorisiert. Zwei Turbolader verhelfen dem Sechszylinder zu 300 PS und 650 Nm Drehmoment. Die wuchten den 2,3 Tonner in 6,8 Sekunden auf Tempo 100. Der Discovery D300 kostet ab 79.627 Euro. Günstiger geht’s mit dem Vierzylinder-Diesel D250 (249 PS) für 73.687 Euro und dem Vierzylinder-Benziner P300 (300 PS) für 76.084 Euro. Wer mehr Leistung will, für den gibt’s dann auch noch den P360 mit 360 PS für 81.353 Euro.

Fazit

Das saubere Image der Briten hat Style und Charme. In einem Jaguar oder Land Rover ist man nie Prolet und selten Protz. Und ja, günstig geht wo anders sicherlich besser. Doch Premium ohne Stempel darf auch was kosten. Spätestens jetzt bekommt man schließlich auch etwas Aktuelles für sein Geld. Die Systeme sind top-modern und die Motoren ebenso. Ich freu mich auf die Testwagen.

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