Mercedes-Benz GLA (2027): Der neue Volksstern?!
Mit dem Mercedes-Benz GLA (2027) schaffen die Stuttgarter einen günstigeren Einstieg in die Elektrowelt unterhalb des Verbrauchswunders CLA. So gut wird das 4,57 Meter lange 800-Volt-SUV!Mercedes-Benz GLA (2027): Ein Erfolgsstern?
Die Stuttgarter tun es schon wieder. Sie stecken ihren Benchmark-Elektro-Antriebsstrang in ein weiteres Modell: das Kompakt-SUV Mercedes-Benz GLA (2027). Neben dem flachen Reichweitenwunder CLA und dem Familien-Champ GLB bildet der neue GLA fortan den Einstieg in die Elektro-Galaxie, ist rund 2.000 Euro unter dem CLA positioniert und könnte zum neuen Volksstern avancieren. Ist deshalb nicht nur rein elektrisch, sondern ab Anfang 2027 auch als Mild-Hybride mit Vierzylinder-Turbobenziner lieferbar und ersetzt gleich zwei Modelle: den bisherigen GLA (Verbrenner) sowie EQA (Elektro).
Elektrischer GLA startet bei 47.870 €!
Und zumindest den EQA schießt der Elektro-GLA preislich in komplett andere Sphären. Fängt als GLA 200 elektrisch bereits bei 47.870 Euro Brutto-Listenpreis an und liegt damit, wie oben erwähnt, nicht nur unter dem CLA 200 elektrisch, sondern auch deutlich unter seinem Vorgänger – dem zuletzt für 53.150 Euro angebotenen EQA 250+ Österreich Edition. Gut, die beiden sind aufgrund unterschiedlicher Batteriegrößen (58 kWh; LFP zu 70,5 kWh; NMC) nicht direkt vergleichbar. Doch weil der Preis für den eher vergleichbaren GLA 250+ elektrisch (85 kWh; NMC) bei mutmaßlichen 54.000 Euro liegt, kann man sagen, dass der Stromer kaum teurer, in Wahrheit sogar günstiger geworden ist – bei um Welten besserer Performance! Für den Hybrid-CLA kolportiere ich Startpreise von unter 47.000 Euro (der aktuelle GLA startete zuletzt bei 43.830 Euro).
| Marke | Mercedes-Benz | |||
| Modell | EQA | GLA | CLA | GLB |
| Motorisierung | 250+ | |||
| Brutto-Listenpreis in EUR | 53.150 | ~54.000 | 55.980 | 57.890 |
| Leistung max. in kW|PS | 140|190 | 200|272 | ||
| 30-min-Leistung in kW | – | 145 | ||
| Drehmoment max. in Nm | 385 | 335 | ||
| Antrieb | Front | Heck | ||
| Elektromotor | Permanenterregte Synchronmaschine (PSM) | |||
| Anzahl der Gänge | 1 | 2 | ||
| 0–100 km/h in s | 8,6 | 7,3 | 6,7 | 7,4 |
| Top-Speed in km/h | 160 | 210 | ||
| cW-Wert | 0,27 | 0,27 | 0,21 | 0,28 |
| WLTP-Reichweite in km | 553 | 657 | 791 | 632 |
| Batterietype | Nickel-Mangan-Cobalt (NMC) | |||
| Batteriekapazität netto in kWh | 70,5 | 85 | ||
| WLTP-Verbrauch in kWh/100 km | 14,6 | 15,1 | 12,3 | 15,8 |
| DC-Ladeleistung max. in kW | 100 | 320 | ||
| Ladedauer 10–80 % in min. | 35 | 22 | ||
| AC-Ladeleistung in kW (Serie|Opt.) | 11 | 11|22 | ||
| Ladedauer 0–100 % in h (Serie|Opt.) | 7,25 | 9|4,75 | ||
| Länge in m | 4,463 | 4,565 | 4,723 | 4,732 |
| Radstand in m | 2,729 | 2,790 | 2,889 | |
| Breite (ohne Außenspiegel) in m | 1,834 | 1,873 | 1,855 | 1,861 |
| Höhe in m | 1,608 | 1,631 | 1,468 | 1,687 |
| Wendekreisdurchmesser in m | 11,4 | 11,53 | 11,2 | |
| Kofferraumvolumen nach VDA in l | 340 | 410 | 405 | 540 |
| Ladevolumen max. in l | 1.320 | 1.400 | – | 1.715 |
| Frunkvolumen (nass) in l | – | 107 | 101 | 127 |
| Leergewicht nach DIN in kg | 1.975 | 2.080 | 1.980 | 2.120 |
| Zuladung max. in kg | 425 | 480 | 455 | 505 |
| Anhängelast max. gebremst bei 12 % in kg | 1.500 | |||
| Stützlast in kg | 80 | 80 | 80 | 100 |
| Traglast in kg | 75 | 75 | 75 | 75 |
| Dachlast max. in kg | 75 | 0 | 0 | 75 |
GLA (2027) kommt bis zu 657 km weit!
Statt wie bislang (im EQA) maximal 553 WLTP-Kilometer, rollt der 4,57 Meter lange GLA auf dem Prüfstand nämlich bis zu 657 Kilometer weit, und lädt dank 320 statt 100 kW maximaler Gleichstrom-Ladeleistung anschließend in 22 statt 35 Minuten von 10 auf 80 Prozent nach. Zugleich bietet er dank 272 PS und Heckantrieb – Annahme – ungemein mehr Fahrspaß (EQA: 190 PS, Frontantrieb) bei dennoch – trotz Heckantrieb und 2-Gang-Getriebe – deutlich mehr Kofferraumvolumen. 70 Liter mehr sind es jetzt, die allein hinten Platz haben. Und zu diesen nun 410 Liter kommen noch 107 Liter an der Front hinzu. Das zeigt gut, wie ausentwickelt die Plattform bzw. der Antriebsstrang ist.
MBUX Superscreen im Mercedes-Benz GLA (2027)
Auch innen die alte Leier – aus Sicht der Berichterstattung. Es dominiert der MBUX Superscreen mit einem 10,25-Zoll-Fahrerinformationmonitor und zwei je 14 Zoll großen Touchscreen fürs Infotainment bzw. den Beifahrer. Erfreulich: Auch im GLA gibt’s statt der mühsamen Touchtasten endlich wieder „echte“ Dreh- und Wippschalter am Lenkrad. Außerdem auch das feine Burmester® 3D-Surround-Soundsystem. Und der Allradler – GLA 350 4MATIC – verfügt, wie sein großer Bruder GLB, neben Eco, Comfort, Sport und Individual, über den zusätzlichen Fahrmodus „Terrain“ für unbefestigte Straßen. Optional gibt’s dann auch die Funktion „Transparente Motorhaube“, die einen virtuellen Blick unter das Fahrzeug ermöglicht und so mehr Sicherheit im Gelände schafft.
Gutes Platzangebot im GLA
Mehr Platz schafft der um 6,1 Zentimeter auf 2,79 Meter angewachsene Radstand. Im GLA ist – im Vergleich zum EQA – deutlich mehr Raum. Darauf deutet auch das von 1.320 auf 1.400 Liter angewachsene maximale Ladevolumen hin. Den größeren Kofferraum und jetzt vorhandenen Frunk hatte ich ja bereits erwähnt. Erfreulich: Wie bisher beim EQA ist auch beim GLA die Rücksitzbank dreigeteilt umlegbar. Des einen Leid, des anderen Freud: Das Glasdach gehört auch beim GLA zur Serienausstattung. Optional ist es segmentweise dimmbar und mit beleuchteten Sternen ausgestattet.
Fazit
Wahnsinn, wie viel sich innert der letzten fünf Jahre im Bereich der Elektromobilität getan hat. Mit dem nun noch günstigeren Einstieg in die 800-Volt-Vorzüge des Wunder-Antriebsstrangs erschließt Mercedes-Benz sicherlich weitere Kunden. Der elektrische GLA könnte für viele der genau richtige Schnitt sein. Nicht zu groß, man sitzt hoch, er wird wenig verbrauchen und er bietet alles, was man sich von einem aktuellen E-Auto erwartet (schnelles Laden, gute Routenführung, …).


