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Der KIA Picanto 1.0 T-GDI ISG 5MT X-Line im Test

Klein, frech und mit sportlichen SUV-Zügen – so präsentiert sich der 100 PS starke KIA Picanto X-Line im autofilou Rendezvous. Ein Schnäppchen ist der Koreaner in dieser Ausstattung aber nicht mehr.

KIA Picanto 1.0 T-GDI X-Line: Ganz schön frech

Kleinwagen müssen heutzutage nicht mehr langweilig sein. Egal, ob Renault Twingo, Fiat 500, Toyota Yaris oder MINI Cooper. Alle gibt es mittlerweile mit attraktiven Motorisierungen und einem ganzen Haufen Sonderausstattung. Und wer kein großes Auto braucht, aber nicht auf Luxus und Sportlichkeit verzichten will, greift hier gerne zu. Alufelgen, Navi und Lenkradheizung sind ja irgendwie schon ganz nett und man gönnt sich ja sonst nichts.

Der KIA Picanto X-LINE: Alufelgen und Navi in Serie

In diese Kerbe schlägt auch der KIA Picanto mit 100 PS und X-Line Ausstattung. Billig ist das kleinste Fahrzeug aus dem Hause KIA in diesem Setup nämlich nicht mehr. 19.090 Euro kostet unser Testwagen mit jeglicher Sonderausstattung, die es für dieses Fahrzeug gibt. 16 Zoll Alufelgen, 7 Zoll Navi, induktives Laden fürs Handy, Lenkradheizung und noch vieles mehr, das mittlerweile ohnehin schon fast Standard ist. Dazwischen überall eine grelle Kontrastfarbe, die den Picanto wohl frecher machen soll – von mir aus hätte die auch etwas dezenter ausfallen können, aber das ist wohl Geschmackssache.

Befeuert wird der Picanto erstmals vom aufgeladenen 1,0-Liter-Benziner, den wir schon aus Rio und Ceed kennen. Er leistet 100 PS und bringt zwischen 1.500 und 4.000 Touren ein maximales Drehmoment von 172 Nm an die Vorderachse. Das reicht bei einem Leergewicht von 945 kg für einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 10,1 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Generell fühlt sich der Picanto recht leichtfüßig an und lässt sich sportlich lenken. Auch der Sound kann sich hören lassen. Würde man sich nur daran orientieren, traute man dem kleinen Stadtflitzer noch ein paar PS mehr zu.

Im Schnitt verbrauchte der KIA Picanto 6,7 Liter Benzin auf 100 km

Immerhin ist der kleine Benziner nicht übermäßig durstig. Die 4,5 Liter auf 100 km, die im Datenblatt stehen, verfehlt der Koreaner zwar deutlich, aber 6,7 Liter bei zügiger Fahrweise sind auch kein Weltuntergang. Bloß die Reichweite ist dadurch etwas eingeschränkt. Mit seinem 35 Liter fassenden Tank kommt der KIA Picanto dann nur etwa 500 Kilometer weit.

Keine Ansprüche sollte man übrigens an die Transportfähigkeiten des 3,67 Meter langen KIA Picanto stellen. In der ersten Reihe sitzt man zwar bequem, in der zweiten Reihe ist jedoch schon deutlich weniger Platz. Der Kofferraum fasst dann überhaupt nur 255 Liter. Das reicht gerade mal für einen größeren Einkauf. Aber wer viel einladen will, kauft sich auch keinen Picanto, sondern eher einen Optima SW. Dieses Fahrzeug kauft man aus Spaß am Fahren und nicht aus langweiliger Vernunft.

Fazit

Wegen 15 mm mehr Bodenfreiheit wird wohl kaum jemand zum Picanto X-Line greifen. Wer aber einen Kleinstwagen in SUV-Optik mit allen Spassettln haben will, der ist hier richtig aufgehoben. Mit einem Preis von fast 20.000 Euro macht sich der Picanto aber reichlich Konkurrenz. Da kann man durchaus schon mit einer Klasse höher liebäugeln. Insgesamt macht er seine Sache als freches Stadtauto aber gut.
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