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Toyota Aygo G-Tribute im Test!

Im Sommer hat der Toyota Aygo ein Facelift bekommen, das sich hauptsächlich der Front angenommen hat. Mit dem G-Tribute-Modell reicht Toyota jetzt auch noch eine stärker motorisierte Variante nach. Jedoch in einer auf 50 Stück limitierten Serie.

Toyota Aygo G-Tribute: Wenig Luxus, mehr Power

Die Produktion einer Kleinserie und die Worte „mehr Power“ klingen nach ganz schön viel Exklusivität und Leistung im Überfluss. Zumindest ersteres stimmt: der Toyota Aygo G-Tribute ist in Österreich auf 50 Stück limitiert. Die Wahrscheinlichkeit ein Fahrzeug-Alter-Ego auf der Straße zu treffen, ist also ziemlich gering. Die Abgrenzung zu den anderen Aygo Modellen erfolgt äußerlich in erster Linie durch die G-Tribute Aufkleber und die roten Zierstreifen an Front, Heck und Seite. Dazu gibt es noch schwarze Leichtmetallfelgen mit roten Radnabenkappen.
Kommen wir also zur Leistung. Im normalen Aygo arbeitet ein 1,0-Liter Dreizylinder Benziner mit 72 PS. Ganz nach dem Motto „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen – außer durch mehr Hubraum“ haben die Konstrukteure einen Pfiff Bier nachgelegt und einen 1,2-Liter 3-Zylinder Benziner verbaut. Dieser leistet 82 PS und bringt 118 Nm maximales Drehmoment auf die Vorderachse. Das ist zwar nicht unbedingt viel, für die 885 Kilogramm des Toyota Aygo reicht es aber auf jeden Fall.

170 km/h Höchstgeschwindigkeit im Aygo G-Tribute

Beim Vergleich mit dem Standard-Motor kam aber Verwunderung auf. Trotz der Mehrleistung brauchen beide Fahrzeuge exakt 14,2 Sekunden auf 100 km/h. Bloß bei der Höchstgeschwindigkeit kann der G-Tribute mit 170 statt 160 km/h auftrumpfen.
Die Lenkung ist direkt, die Federung komfortabel und wenn man mit dem Aygo in der Stadt unterwegs ist, sorgt der sportlich klingende Dreizylinder für ausreichend Vortrieb. Auf der Autobahn fühlt sich das 3,47 Meter kurze Fahrzeug dagegen nicht zu Hause. Die Motor-, Abroll- und Windgeräusche werden lauter, der Verbrauch steigt auf sieben bis gar neun Liter je 100 Kilometer und die Leistung nimmt ab. Und wegen des kurzen Radstandes lässt auch die Laufruhe etwas zu wünschen übrig. Im Schnitt bin ich mit dem Toyota Aygo auf einen Verbrauch von 6,5 Liter auf 100 Kilometer gekommen.

Viel Kunststoff und Connectivity im Innenraum

Schon auf den ersten Blick fällt der großflächig Verbaute Kunststoff im Aygo auf. Unterbrochen wird er nur von einigen Knöpfen, dem verspielten Tachometer und dem im G-Tribute serienmäßig verbauten sieben Zoll x-touch Multimediasystem mit Rückfahrkamera. Letzteres lässt sich per Bluetooth oder Kabel leicht mit dem Handy verbinden. Und seit dem Facelift laufen auch Android Auto und Apple Carplay darauf. Wer Musik dann streamt, muss sich jedoch mit den vier Lautsprechern des x-touch Systems anfreunden – und damit auch mit schwachen Bässen und unsauberen Höhen. Die Klimaanlage lässt sich einfach bedienen, sieht wegen der großen Plastikdreher jedoch recht günstig aus.

2018 Toyota Aygo G-Tribute
Ähnlich wirken auch die Stoffsitze für die 4 Passagiere. Sie sehen zwar ordentlich aus, haben aber kaum Verstellmöglichkeiten, bieten wenig Seitenhalt und eine sehr kurze Beinauflage. Andere Sitze gibt es für den Aygo leider nicht. So bleibt der Aygo auch in der stärkeren Version ein reiner Kleinstwagen ohne sportliches Flair. Bei der städtischen Parkplatzsuche ist das eben irrelevant.

Immerhin ist der Toyota Aygo nicht teuer. Die Standardvariante beginnt bei 9.990 Euro. Für unseren stärkeren, besser ausgestatten und vor allem seltenen G-Tribute werden 13.490 Euro fällig.

Fazit

Von den Drilligen Peugeot 108, Citroen C1 und Toyota Aygo hat nur der kleine Japaner ein Update bekommen. Allzu großzügig waren die Konstrukteure bei der Überarbeitung allerdings nicht. Würde er mit etwas bequemeren Sitzen, mehr Licht im Innenraum und weniger Plastik aufwarten, hätte der Aygo das Zeug zu einem kleinen Herzensbrecher. So muss er sich, zumindest in meinen Augen, einem Hyundai i10 oder Škoda Citigo geschlagen geben.