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Die 2020 Honda Forza 125 ABS im Test!

125er Roller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Aber jene, mit denen auch längere Strecken komfortabel zurücklegbar sind, weniger. Die Honda Forza 125 ist dank Windschild, ordentlichen Platzangebot und ausreichend Leistung eine von diesen. Doch mit welchen weiteren Qualitäten überzeugt sie noch im Test?

Honda Forza 125 ABS: Die Speckgürtel-Königin!

Wer häufiger vom Speckgürtel in die Stadt fährt, sich dabei aber nicht vom Parkplatzsuchen nerven oder von unübersichtlichen Kurzparkzonen verunsichern lassen möchte, für den bietet sich ein 125er Roller an. Als hartgesottener Autofahrer möchte ich dabei aber zum Beispiel nicht auf Komfort und zumindest etwas Platzangebot verzichten. Ein „einfacher“ 125er Roller mag aufgrund seiner Kompaktheit und Wendigkeit vielleicht für die Stadt ideal sein. Doch für längere Strecken darfs gerne mehr Power sein? Dann ist die 2020 Honda Forza 125 mit ihren 15 PS und 108 km/h Top Speed vielleicht die richtige Begleiterin.

Aber warum?

Nun ja, das fängt schon beim Windschild an. Das ist stufenlos elektrisch höhenverstellbar. Klar, das braucht kein Mensch und es stellt sich hauptsächlich die Frage, wann es kaputtgeht, doch ein Komfortzugewinn ist es allemal. Selbst mit meinen 1,93 Metern bin ich hinter dem großen Kunststoffschild auch bei höheren Geschwindigkeiten vor Wind geschützt. Damit sind auch längere Fahrten kein Problem. Nicht zuletzt deshalb, weil ich aufrecht auf der Forza sitze. Aber auch kleinere Fahrer brauchen dank der niedrigen Sitzhöhe von 78 Zentimetern keine Angst vorm Umkippen der vollgetankt 162 Kilogramm schweren Forza an roten Ampeln oder Stoppschildern haben.

2020 Honda Forza 125 ABS Test Review windscreen windshield windschutz

Doch nicht nur Windschild und Sitzhöhe punkten, auch das große Helmfach überzeugt. Zwei Helme plus Nierengurt und eine kleine Wasserflasche stellten im Test kein Problem dar. Und wem das nicht reicht, der bekäme bei Honda auch noch ein „smartes“ Topcase für 400 Euro Aufpreis dazu.

Achtung, Achtung!

Helmfach und „smartes“ Topcase führen mich sogleich zum einzigen „negativen“ Punkt, dem Keyless-Go-System. Bei vierrädrigen Fahrzeugen gibt es sie ja bereits seit einigen Jahren, bei Zweirädern sind sie hingegen neu. Dabei scheinen jedoch noch nicht alle Kinderkrankheiten ausgemerzt zu sein. Was genau mir passiert ist, erkläre ich im Video:

Wie fährt sich die 2020 Honda Forza 125?

Großartig. Denn, so groß wie ich dachte, ist sie eigentlich nicht. Zum Vergleich: Die aktuelle Honda SH125, der Stadtroller schlechthin, ist 2,09 Meter lang und hat einen Radstand von 1,35 Meter. Die Honda Forza 125 hingegen ist nur 5,5 Zentimeter länger, der Radstand aber satte 13,7 Zentimeter größer. Weil die Forza jedoch vorne auf 15 bzw. hinten auf 14 Zoll kleinen Rädern abrollt (SH125: 16 Zoll rundum), bleibt sie angenehm wendig.

Etwas mehr Kanaldeckel-Abrollkomfort würde ich mir allerdings wünschen. Wobei eine weichere Federgabel vermutlich aufgrund des maximal zugelassenen Gewichts von 342 Kilogramm eher nachteilig wäre. Eine sich automatisch verstellende Federgabel wäre die Lösung. Aber da bin ich wohl zu viel „Forscher und Entwickler“ und zu wenig „Wirtschaftler“. Denn leistbar muss so ein Roller schließlich auch noch sein.

2020 Honda Forza 125 test review white weiß fahren driving

Aber bleiben wir noch kurz beim Fahren: Richtig erfreut war ich über die Tatsache, dass sich der nach Euro 4 zertifizierte Einzylinder mit knausrigen 2,2 Liter Benzin auf 100 Kilometer begnügt. Ein top Wert für viele Fahrten zu zweit auf Landstraßen, Stadtautobahnen und der Stadt selbst, an dem auch sicherlich die hervorragend umgesetzte und funktionierende Start-Stopp-Automatik ihren Beitrag leistet.

Zum Vergleich: Der italienische Blechroller (aus 2012) meiner Freundin braucht mindestens vier Liter auf 100 Kilometer.

Vor allem deshalb aber top, weil die Forza 125 laut Datenblatt mit 2,4 Liter angeben ist. Im Test konnte ich deshalb rund 500 Kilometer mit einem Tank (11,5 l) zurücklegen. Auch der hervorragend dämpfende Auspuff und das bestens ablesbare Fahrerinformationsdisplay laden zum „Kilometerfressen“ und neue Gegenden erkunden ein.

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Jetzt zum Preis

Honda schreibt für die 2020er Forza 125 5.590 Euro aus, wobei aktuell eine Aktion läuft, die den Preis auf 5.290 Euro drückt. Immer noch eine Menge Geld, aber zumindest für eine Menge ausgereiften Roller. Was mich zum Fazit bringt.

Fazit

Mir fehlt zwar der Vergleich zu anderen „Großrollern“, die Sympathie einer Honda Monkey und Beliebtheit einer SH125 schwappen für mich aber irgendwie auch auf die Forza 125 über. Das Design ist nicht zu futuristisch und Komfort und Platzangebot in Kombination mit guten Fahreigenschaften und Top-Verbrauch bei noch akzeptablen Anschaffungskosten überzeugen mich. Und das Keyless-Go-System wird sicherlich auch noch „deppensicherer“.